Fairer Mietwert für eine Einbauküche in Mietwohnung?

5 Antworten

Die Miete errechnet sich aus dem Anschaffungswert der Küche, geteilt durch die Nutzungsdauer plus Kapitalzinsen.

In deinem Beispiel ist davon auszugehen, dass sie über zehn Jahre genutzt werden kann. Legt man zudem fünf Prozent Zinsen zugrunde (wohlwissend, das der Sparbuchinhaber die belächelt und ein Ausflug in die Welt der Kostenrechnung und kalkulatorischer Zinsen zu weit führt), berechnet sich der Zuschlag bei Anschaffungskosten von 10.000 Euro mit 1.000 Euro plus 500 Euro Verzinsung gleich 1.500 Euro pro Jahr oder 125 Euro pro Monat.

Das ist trotzdem kein Nullsummenspiel, denn die wenigsten E-Geräte errreichen die geplante Nutzungsdauer von 10 Jahren und müssen auf deine Kosten zwischenzeitlich repariert, gar ersetzt werden.

Meine Mieterin hat gekündigt und sie will die 3 Jahre alte Küche da lassen. Da mir die Küche sehr gut gefällt werde ich ihr 60% vom Neupreis bieten und die Küche mit vermieten. Habe aufgrunddessen die Kaltmiete um 50€ aufgeschlagen, da ich ja nun die Wohnung incl. Küche vermiete. Natürlich bin ich für Instandsetzung und Wartung verantwortlich, aber ich gehe zumindest davon aus, daß demnächst nichts auf mich zukommen wird.

Bei einer sanierten Wohnung eine ganz neue Küche rein machen zu lassen finde ich etwas happig, denn das rechnet sich nicht. Stell Dir nur mal vor Du bekommst 60€ mehr Miete dadurch, das wären bei einer Mietdauer von 5 Jahren gerade mal 3.600€. Danach kann gut sein, daß was kaputt geht. Daher würde ich niemals 10.000€ investieren, um die Küche dann zu vermieten. Mache es so wie ich und lass dem Mieter die Küche kaufen und einbauen. Sollte er in 5 Jahren ausziehen, kannst Du immernoch das Angebot machen die Küche für 40% vom Neupreis abzukaufen oder er nimmt sie wieder mit, was ich bezweifle.

Genau so!

Man kann überhaupt nicht davon ausgehen, dass ein Mieter die Invetition in eine schöne Küche schätzt, wenn sie nicht von ihm bezahlt wird.

Du hast Mietinteressenten, die gerne schon eine Küche hätten. Die besseren Kandidaten werden die sein, die selbst Geld in die Hand nehmen, um sich eine ordentliche Küche einbauen zu lassen. Sie werden selbst drauf schauen, dass sie in Ordnung bleibt und sie werden tendenziell auch länger wohnen bleiben.

Irgendwann beim nächsten Mieterwechsel, kannst Du dann sehen, ob es sich lohnt, eine noch gute Küche zu übernehmen oder ob Du sie lieber wieder ausbauen läßt.

@bwhoch2

Die Einbauküche die drin ist schaut sehr gepflegt aus. Nahezu wie neu. Das ist auch der Grund weshalb ich sie abkaufen werde und meine Kaltmiete erhöhe.

Wenn du die Wohnung incl. Einbauküche vermietest, kannst du nicht zwei unterschiedliche Mieten festlegen. Im Gesamtpreis ist die Nutzung mit abgegolten, und du bist für die Funktionsfähigkeit haftbar.

Wir vermieten unsere Wohnungen zum Teil neu renoviert weil es ein Altbau ist und einige Wohnungen auf den neuesten Stand gebracht werden mussten; das hat schon sehr viel Geld gekostet, aber man kann es ja steuerlich abschreiben.

Aber eine Küche da noch einbauen kommt nicht in Frage, man weiß ja auch nicht wie die Mieter mit der Mietsache umgehen und das gibt dann meistens Ärger.

Die Geräte halten heute nicht mehr so lange wie früher und jeder Mieter kann so seine individuellen Wünsche verwirklichen.

Ich würde sagen dass 60€ mehr zur ansonsten verlangten Miete ok ist.

Bei 10000 € Investition leider viel zu wenig. (s.Kommentare von Imager und Christl)

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