fahrerflucht trotz Unwissenheit?

5 Antworten

Dann wirst Du in einem kommenden Verfahren zunächst einmal glaubhaft machen müssen, wegen der plötzlichen Blendung von dem Unfall wirklich nichts mitbekommen zu haben. Wenn Dir Das gelingt, wäre zumindest schon mal der Straftatbestand der Unfallflucht vom Tisch. Dann bliebe nur noch die fahrlässige Körperverletzung. In wie weit Du hier verurteilt wirst, richtet sich auch danach, ob und wie weit Dir hier ein ( Mit ) - Verschulden des Unfalles zugesprochen würde. Bei grober Fahrlässigkeit des Fussgängers ( ohne sich umzusehen den Zebrastreifen betreten ) und nachvollziehbarer ( plötzlicher / totaler ) Blendwirkung könnte auch hier eine Einstellung des Verfahrens wegen geringer Schuld oder grober Fahrlässigkeit des Fussgängers möglich sein. Da es hier aber allgemein um viel geht, würde ich einen Anwalt aufsuchen und zumindest erst einmal Rechtsberatung einholen. Bis dahin besser nichts bei der Polizei aussagen. Unfallflucht mit Personenschaden ist an sich ein schwerwiegendes Delikt ( Straftat ) Das würde bei erwiesener Schuld zu einer Entziehung der Fahrerlaubnis ab ~4-6 Monaten oder je nach Schwere der Schuld auch länger führen. 3 Punkte, Geldstrafe von etwa 40-60 Tagessätzen und noch zivilrechtliche Folgen wie Schmerzensgeld. Der Personenschaden würde die möglichen Konsequenzen natürlich eher nach oben verschärfen. Zudem wäre die Anordnung einer MPU vor der Wiedererteilung der Fahrerlaubnis bei voller Schuld sehr wahrscheinlich.

Du hast nicht mitbekommen, daß du einem Fußgänger über den Fuß gefahren bist? Unglaubwürdig. Und das wird dein Problem sein. Wenn man geblendet ist und nicht sehen kann, kann man auch nicht losfahren. Da bleibt man stehen, bis man wieder was sieht.

Anonsten setzt Fahrerflucht, korrekt "unerlaubtes Entfernen vom Unfallort" Vorsatz voraus. Wenn man einen Unfall nicht bemerkt, kann man keine Fahrerflucht begehen - aber ob dir ein Richter glaubt, daß du den Fußgänger nicht gesehen hast, wenn er praktisch vor dir stand, bezweifle ich. Und wenn du quasi blind bist, darfst du eben nicht losfahren.

Dumm gelaufen ! Es ist ganz gleich, ob geblendet wurde oder nicht. Du hast stets bremsbereit zu sein und dich den Straßen- und Witterungsbedingungen anzupassen. Außerdem sollte man in dieser Jahreszeit ohnehin vorsichtig fahren, da die meisten Fußgänger dunkle Kleidung tragen. Das gilt vor allem für Helden, die sich in der Probezeit befinden.

Da musst du nun durch, wenn die Anzeige mal steht, musst du alles andere abwarten, und bei der Vernehmung einfach die Wahrheit sagen

Mit deinem Arbeitsverhältnis (Probezeit) hat das STrafverfahren zunächst nichts zu tun. Wie dein Arbeitgeber reagiert, wenn du rechtskräftig verurteilt bist, weiß man nicht. Das hängt davon ab, ob du deinen Führerschein beruflich benötigst. Für mich ist es sehr unwahrscheinlich, dass man nichts bemerkt, wenn man jemandem über den Fuß fährt. Schließlich ist die geschädigte Person sehr nahe an deinem Fahrzeug gewesen. Die Strafe richtet sich nach der Schwere der Tat, deinen einschlägigen Vorstrafen und dem Gericht. Fahrerflucht ist kein Kavaliersdelikt. Du könntest deine Strafe sicherlich vermindern, wenn du geständig bist und wenn du dich um das Opfer kümmerst. Immerhin ist ein Mensch verletzt worden. Denk nicht nur egoistisch an dich. Du wirst es schwer haben, dem Gericht zu beweisen, dass du tatsächlich nichts bemerkt hast. Konsultiere einen Rechtsanwalt.

Du mußt dich jetzt zuerst zu dem Tatvorwurf äußern, das heißt, deine Sichtweise schildern und dann abwarten, ob von der Staatsanwaltschaft tatsächlich Anklage erhoben wird.

Ich gehe mal davon aus, dass in der Fragestellung die Probezeit auf die Fahrerlaubnis bezogen ist. ( Fahrerlaubnis auf Probe...also Fahranfänger /-in )😉

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