Einspruch erheben strafbefehl?

11 Antworten

Ich glaube man hat 14 Tage Zeit gegen den Strafbefehl Einspruch einzulegen. Müsste aber im Strafbefehl stehen wie lange man Zeit hat Einspruch einzulegen. Nach einem fristgerechten Einspruch kommt es aller Wahrscheinlichkeit zu einem ordentlichen Gerichtsverfahren. Da es sich hier um eine Sachbeschädigung handeln dürfte, so schätze ich mal, dass die Strafe wahrscheinlich nicht geringer ausfallen wird als im Strafbefehl. Aber ein Richter kann auch andere Strafen verhängen wie z.B. Sozialstunden, wenn er sieht, dass kein Geld zu holen ist um die Strafe zu bezahlen. Der Schuss kann also auch nach hinten losgehen und die Strafe wird wesentlich höher. Übrigens, kann man auch auch einen Antrag bei einem Strafbefehl stellen, dass die Geldstrafe in eine Arbeitsauflage abgewandelt wird. Oder man kann Ratenzahlung vereinbaren. Man muss sich halt nur drum kümmern und mit dem zuständigen Rechtspfleger Kontakt aufnehmen.

Was aber in jedem Fall noch kommt, dass du den Schaden wieder gut machen musst und die Staatsanwaltschaft in Höhe des Schadens eine Vermögensabschöpfung bei Dir vornehmen kann in Höhe des Schadens und der damit verbundenen Kosten die Du angerichtet hast.

Ich würde mich also bevor solche Maßnahmen auf Dich zukommen, ganz schnell mit dem Geschädigten Kontakt aufnehmen und den Schaden schnellst möglich regulieren, bevor es durch die Staatsanwaltschaft zwangsweise passiert. Das Gesetz wurde nämlich geändert und die Schadenswiedergutmachung ( Vermögensabschöpfung zur Schadensregulierung usw. ) ist Bestandteil staatsanwaltlicher Aufgaben geworden. Ein kleiner Rat: Du solltest hier eventuell schnell regieren bevor die Kosten explodieren. Schadenswiedergutmachung kann auch so aussehen, dass du dein Graffiti selber entfernst, wenn der Geschädigte damit einverstanden ist. Man muss sich halt drum kümmern und guten Willen zeigen.

Ein gerichtlicher Strafbefehl ist kein Bußgeld, sondern ein Urteil für eine Straftat, die aber nicht zur Verhandlung gekommen ist, da der Fall klar war, mit 40 Tagessätzen bist Du auch nicht vorbestraft. Wenn Du diese Geldstrafe bezahlst, ist der Fall erledigt, gehst Du in Berufung, kommt es zum Strafverfahren, was mehr Kosten bringen wird, Du brauchst dann einen Strafanwalt, und es könnte zu einer Strafe kommen, die dann ins Führungszeugnis eingeht, was schon bei einer geringen Bewährungsstrafe der Fall wäre, eine Geldstrafe erst ab 90 Tagessätze.

Du kannst dem Strafbefehl widersprechen und den Widerspruch lediglich auf die Höhe der Tagessätze beschränken. Dazu musst Du natürlich nachweisen das Du nur ein Geringes Einkommen hast, das Du kein Einkommen hast nimmt Dir niemand ab. Mit etwas Glück kommst Du auf den Mindestsatz von 5 € je Tagessatz.

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__40.html

Zudem kannst Du auch beantragen die Ersatzfreiheitsstrafe in gemeinnützige Arbeit umzuwandeln. Zuständig dafür ist dann die Staatsanwaltschaft. Rechne mit 6 Stunden gemeinnützige arbeit je Tagessatz.

Beim Einsrpcuch kann alles passieren.

Bedeutent härtere Strafe, mehr Gerichtskosten

aber auch

weniger Strafe, geringere Tagessätze

Du kannst auch eine Spende vorschlagen oder soziale arbeit.

Wegen des Sprays kann noch ne zivilklage auf dich zu kommen.

Das erweckt für mich nun eher den Eindruck, dass sich ein Einspruch in meiner Situation nicht lohnt...? Die Idee mit der Spende finde ich sehr gut, danke für den Vorschlag..

Damit bist du noch gut weggekommen.

Man kann Einspruch erheben, aber das wird dein Strafbefehl nicht ändern.

Es kommen eventuell weitere Kosten auf dich zu, denn die Richter müssen sich nochmal damit beschäftigen.

Kann sein, daß die Strafe geringer wird, was eher selten ist.

Denn mit 600;- Euro haben sie dich eigentlich ermahnt, die Entfernung eines Graffiti kostet weitaus mehr.

Denn du hast eine Straftat begangen und öffentliches Eigentum beschädigt.

Die 600;- Euro kannst du ja durch Ratenzahlung dann bezahlen.

Es ist relativ unwichtig, ob du was verdient hast am Tag der Straftat oder nicht.

Die Justiz geht immer davon aus, wenn man keine Arbeit hat, dass man Unterstützung vom Amt bekommt.

Lass es mit dem Einspruch, finde dich damit ab, es gibt einen Eintrag ins Erziehungsregister der nach ca. 2 Jahren verjährt ist und gelöscht wird.

Wenn du schon erwachsen bist, hast du keinen Eintrag im Bundeszentralregister, da es unter 2000;- Euro ist.

Wenn du schon erwachsen bist, hast du keinen Eintrag im Bundeszentralregister, da es unter 2000;- Euro ist.

Wo hast Du diesen Unsonn denn her?

Der rest der Antwort ist auch recht mager.

@Artus01

Eigene Erfahrung und Wissen von der Justiz.

@Maniac05

Das kannst Du Deine Oma erzählen Du hast nämlich keine Ahnung.

Nur mal so für den Eintrag im BZR. Natürlich wird jede Ersatzfreiheitsstrafe im BZR geführt, egal wie hoch die Summe und wie hoch die Anzahl der Tagessätze ist.

Lass es mit dem Einspruch, finde dich damit ab, es gibt einen Eintrag ins Erziehungsregister der nach ca. 2 Jahren verjährt ist und gelöscht wird.

Im Erziehungsregister werden nur Einträge von Jugendlichen geführt. Der Fragesteller hat ein Ersatzfreiheitsstrafe erhalten, diese gibt es für Jugendliche nicht. Besondere Fristen für die Löschung in Erziehungsregister gibt es nicht.

(1) Eintragungen im Erziehungsregister werden entfernt, sobald die betroffene Person das 24. Lebensjahr vollendet hat.

Steht hier:

http://www.gesetze-im-internet.de/bzrg/__63.html

Den anderen Unsinn erspare ich mir.

@Artus01

Ist besser, wenn du es dir erspart.

Da diskutiert du mit dem Falschen, der jeden Tag mit Straftaten und Justiz zu tun hat.

Einen schönen Tag noch... Höflichkeit muss sein. 👍🏽

@Maniac05
Da diskutiert du mit dem Falschen, der jeden Tag mit Straftaten und Justiz zu tun hat.

Tja mein Bester, dummerweise war ich über 40 Jahre Justizbeamter, komm mir also nicht mit solchem Unsinn!

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