Dürfen Lieferboten auf ein geteiltes Grundstück gelassen werden?

5 Antworten

Wie ist denn die Nutzung vereinbart? Gibt es ein dingliches Wegerecht, d.h. im Grundbuch eingetragen?

Wenn ja, darf jeder diesen Weg nutzen, der zu Euch möchte.

Bitte erst einmal darauf eingehen, wie das Nutzungsrecht vereinbart wurde.

Es kann ja durchaus sein, dass dies schuldrechtlich vereinbart wurde und nur für deine Familie gilt.

Nachbarn sind doch was Schönes. Was wäre denn, wenn ihr mal nicht zuhause seid, soll er dann die Post auf die Straße werfen?

Ich mach mich mal schlau, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man verbieten kann,dass ein Paketdienst oder der einfache Postzusteller nicht diesen Weg benutzen darf. Ein Handwerker muss dann beamen oder wie stellen die Leute sich das vor?

lg Lilo

Ich finde da nichts, ihr habt beide das Nutzungsrecht für diesen Weg und diesen Weg dürfen auch Besucher von Euch, der Postbote oder der Paketbote oder wer auch immer betreten.

Ihm geht es wohl darum, dass wir sie vom Tor aus begleiten, so dass sie keinen Moment alleine auf dem Grundstück sind. Was ich an sich noch verständlich finde, allerdings stehe ich ja an der Tür von daher ist es nicht so, dass die einfach loslaufen können. Die rechtliche Grundlage mit link würde mich sehr interessieren.

@Chip976

Die rechtliche Grundlage ist die Teilungs- oder Mitbenutzungsvereinbarung.

Da steht drin, was du darfst. Wenn da lediglich drin steht, dass du das Grundstück nutzen darfst, dann darfst du auch Fremde drauflassen, wenn das deinem Nutzen dient.

Ansonsten müsste drin stehen, dass nur du und ein festgeschriebener Personenkreis das Grundstück betreten dürfen.

Mach ihm klar, dass du schon aufpasst, dass da keiner vom Wege abkommt. Und ohne dein Summerdrücken - also in deiner Abwesenheit - kommt sowieso keiner auf das Grundstück.

Das Nutzungsrecht schließt natürlich auch die Nutzung der Zuwegung durch Gäste und Besucher aller Art ein.

Rein rechtlich ist die Forderung Eures Nachbarn also unbegründet.

Das Problem ist - so ein Streit mit einem Nachbarn kann einem das Leben schon ordentlich vermiesen. Ich kann nur zu einem irgendwie gearteten Kompromiss raten...

Das kommt darauf an, was im Nutzungsrecht konkret vereinbart wurde. Ein Nutzungsrecht gilt im allgemeinen (wenn dazu nichts speziell geschrieben steht) auch für Anlieger, also auch für Lieferanten.

Ansonsten dürften Besucher auch nicht mehr zu Eurem Haus gehen. Die Forderung des Nachbarn ist rechtlich gesehen wohl unbegründet.

Das ist die Nutzung des Grundstückes zu deinen Zwecken.

Wenn die Teilungsvereinbarung tatsächlich besagt, dass nur du als Person das Grundstück nutzen im Sinne von Betreten darfst, dann hast du da aber erheblichen Blödsinn unterschrieben.

Darfst du dann auch dem Klempner das defekte Rohr und dem Elektriker den kaputten Stromzähler an die Pforte tragen?

Weitermachen wie bisher.

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