Darf Vermieter Heizöl bei der Betriebskostenabrechnung in Rechnung stellen was bei Einzug im Tank war?

5 Antworten

wenn klar ist, dass ihr auszieht, dann könnt ihr natürlich das im Tank verbleibende Öl mit den 1800 L verrechnen. Dass ihr für Euren Ölverbrauch aufkommen müsst und der Vermieter das Tanken Euch überträgt, heißt ja nicht, dass ihr Euren Vermieter sponsorn müsst. Ich stimme bwhoch2 vorbehaltlos zu.

Sofern der Vermieter mittels eines Kaufbelegs (Erwerb vom Vormieter) oder Rechnung des Heizöllieferanten den Einkaufspreis nachweisen kann, darf er Euch natürlich das Öl berechnen. Wäre der Tank leer gewesen, hättet Ihr mindestens die gleiche Menge Öl doch auch kaufen müssen. Das Geld für das Öl steht ihm zu, zumal er jetzt noch nicht weiß, dass Ihr vor habt, zu kündigen.

Natürlich hat der Vermieter erst im Rahmen der Betriebskostenabrechnung die Forderung gestellt. U. a. dafür ist die Abrechnung doch da.

Wenn Ihr jetzt kündigt, könnt Ihr doch dem Vermieter da schon rein schreiben, dass er beim Auszug wieder 1800 Liter Heizöl vorfinden wird und Ihr es deshalb jetzt nicht bezahlt. Das muss dann aber auch so zutreffen. Er hätte dann allenfalls die Möglichkeit mittels gerichtlichem Mahnverfahren das Geld doch noch einzufordern, aber das lohnt sich nicht für ihn, denn sobald Ihr Widerspruch einlegt, muss er klagen. Bis es überhaupt mal zu einer Verhandlung kommt, ist das Mietverhältnis längst beendet und dann geht es noch um ganz andere Sachen und am Ende gibt es sowieso einen Vergleich. Wenn Euer Vermieter nicht ganz dumm ist, weiß er das. Also mach es so. Kündigt und schreibt rein, dass er 1800 Liter Heizöl zurück bekommen wird.

Das ist im Prinzip richtig. Er könnte von Euch verlangen, dass Ihr das Heizöl auspumpen lasst, um es anderweitig zu verwerten. Sollte das Haus aber auch in Zukunft mit Öl beheizt werden, hat er schlechte Karten, denn dieses Verlangen wäre dann völlig unverhältnismäßig und er käme vor Gericht nicht damit durch. So gesehen ist er also schon verpflichtet, das Heizöl, das Ihr im Tank zurück lasst, wieder abzunehmen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das macht doch aber nur Sinn, wenn sie in baldiger Zukunft kündigen. Davon ist aber nicht die Rede.

Der Vermieter darf euch nur den Verbrauch in Rechnung stellen.

Für eine sinnvolle Betriebskostenabrechnung müsste jemand vorbeikommen und den aktuellen Stand der Ölmenge erfassen.

Wenn ihr aber vereinbart habt, dass das Heizöl vom Mieter selbst zu beschaffen ist, bedeutet das in meinen Augen, dass ihr beim Auszug entweder die selbe Menge Heizöl hinterlassen müsst oder die entsprechende Differenz mit einer Zahlung ausgleichen müsstet.

Danke für die Antwort der momentane Stand liegt bei 2000l da wir schon nachgetankt haben um Leerstand zu vermeiden

Habt ihr im Mietvertrag auch festgehalten, dass durch den Mieter nachgefüllt wird? Finde ich aber echt dreist, dass der euch das einfach mal in Rechnung stellen will. In den meisten ( größeren) Städten gibt es Mieter-Hilfen. Die haben über die ganze Rechtslage nochmal einen bessere Überblick. Einfach Mieter Hilfe + den Namen deiner Stadt eingeben, dann sagt Google dir, wo die nächste ist. Falls dein Vermieter da jetzt ohne wenn und aber drauf bestehen würde, wäre das der beste Ansprechpartner um sich Hilfe zu holen.

@WolfishChaos

Ja im Mietvertrag steht das wir selbst für das Nachbeschaffen zuständig sind

@WolfishChaos

Und ich fände es dreist, wenn Mieters das Heizöl zwar verbrennen, aber nicht bezahlen wollen.

der Mieter hat für das Heizöl zu sorgen, wie kommt der Vermieter auf die 1800ltr?

Wenn, müsste es eine Absprache von euch mit dem Vormieter stattgefunden haben!

bzw. dass der Vermieter dem Mieter die Menge abgekauft hat, ergo müsste eine Rechnung existieren. Rechnung zur Einsicht einfordern; Ansonsten dürfte ihm die Menge Null,Null angehen.

der Mieter hat für das Heizöl zu sorgen, wie kommt der Vermieter auf die 1800ltr?

Das wurde wohl beim Einzug gepeilt.

Der Vormieter hat damit nichts zu tun, jedoch ist klar, der Vermieter muss eine Rechnung vorlegen können.

@bwhoch2

aha, Rückmeldung, wenn der Vermieter selbst in der Wohnung gelebt hat, und es ein Einfamilienhaus ist, was stört dich daran das Heizöl zu zahlen. Wurde dir bestimmt mündlich oder auch im Mietvertrag mitgeteilt.

Wenn das Öl vom Vermieter stammt, hat er bestimmt eine Rechnung darüber - erst wenn du diese einsehen konntest, so kommst nicht umhin zu zahlen

Es gab keinen Vormieter wir sind die ersten Mieter das Öl stammt vom Vermieter selbst

@Lucien2007

Völlig egal. Was Ihr verheizt, müßt Ihr auch bezahlen oder wieder zur Verfügung stellen.

Wenn der Ölstand beim Einzug abgelesen wurde und das im Vertrag/Bestandsaufnahme steht, darf er das von euch verlangen. Genau wie ihr bei Auszug abrechnen dürft, was noch im Öltank ist.

Es kommt auf den Mietvertrag an. Üblicherweise wird ein Haus "kalt" vermietet. Also obliegen Wasser, Gas, Strom, Telefon, Heizung, Internet, Fernsehen, Rasen mähen, Schnee schippen usw dem Mieter.
Es gibt Ausnahmen. Die stehen dann im Vertrag. Beidseitig unterschrieben.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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