Darf ein Jäger seinen Hund im Revier frei laufen lassen?

14 Antworten

Das ist Regel in Berlin und ähnlich auch bei uns in Köln:

Ausnahmen von der Leinenpflicht gelten für Diensthunde von Polizei, Grenzschutz, Zoll und Bundeswehr sowie geprüften Rettungs- und Schutzhunden.
Blindenführ- und Behindertenbegleithunde sind in öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen, im Wald und auf Sport- und Campingplätzen von der Leinenpflicht befreit. Dasselbe gilt für Jagdhunde bei der Ausübung der Jagd.

Also, ich verstehe dabei, das Ausnahme nur bei Ausübung der Jagd besteht, außerhalb der Jagdzeiten also gilt für den Hund ebenfalls Leinenpflicht. Und das klingt logisch, da ab April Nest und Brutzeit des Wilds besteht, also keine Jagd-Saison besteht. Die beginnt, glaube ich, ab Oktober erst wieder. In der Zeit ist es des Jäger's Pflicht, das Wild zu schützen.

Unser Förster darf sogar unangeleinte Hunde, die jagen, und sei es ein Kaninchen, erschießen.

Das ist leider falsch. Eine direkte "Jagdsaison" gibt es in Deutschland nicht. Und die Jagdzeit auf Rehböcke z.B. beginnt bereits am ersten Mai. Jagdzeit auf Rotwild beginnt am 1. August, und manche Wildarten haben das ganze Jahr über Jagdzeit. In seinem eigenen Revier darf ein Jäger seinen Hund immer frei laufen lassen.

jein.

 

der hund darf und muß sogar abgeleint werden für jagdlichen einsatz. aber bei bloeßm gassi gehen hat er sich genaus an die gegebenen gesetzeslage zu halten, wie jeder andere hundebesitzer auch.

 

es gibt allerdings auch für normalohunde KEINE grundlegende anleinpflicht. auch im ald darf ein normalohund abgeleint gassi gehen, wenn er a die wege nicht verläßt und b immer unter kontrolle des halters steht. dies gilt allerdings auch im feld und nicht alleine im wald.

 

nur hunde die unter kontrolle sind, heißt entsprechend erzogen dürfen abgeleint werden, alle anderen gehören durch leine abgesichert.

 

ausnahme ist hier die setz und legezeit, allerdings ist auch diese von bundesland zu bundesland verschieden.

Dies regelt jedes Bundesland für sich selbst, wobei ich gelesen habe, das außerhalb geschlossener Ortschaften ein Hund sofort unaufgefordert angeleint werden muss, sobald sich ein Mensch nähert.

Von Ausnahmen habe ich nichts gelesen, wäre auch irgendwo Quatsch, denn jemand der Angst vor Hunden hat, den interessiert es nicht ob der Hund irgendwie ausgebildet ist.

Auch ist jeder Hund anders und da kann man nicht universell sagen, ein Jagdhund funktioniert wie ferngesteuert.

Das Jagdrevier ist nichts anderes als ein Stück Land und Forst, das jemand angemietet hat. Jeder der Eigentümer von einer Wiese oder so ist, ist automatisch auch in einem Jagdverband (wissen die wenigsten) und sein Gründstück wird mit in den Jagdbezirk gerechnet. Daher glaube ich nicht, das der Jäger hier schalten und walten kann wie er will, nur weil er über Umwege (Verpächter ist meist die Gemeinde) dein Grundstück mit in seinem Revier hat.


Ich meine, für die Zeit der Begegnung, hat er den Hund anzuleinen.

Ja darf er, auch wenn unterschiedliche Antworten dazu gegeben wurden. Denn ein guter Jagd-Hund muss auch außerhalb der Jagdzeit trainiert werden können und das kann/darf man auch beim Gassi-gehen machen. Das schließt einen Junghund in der Ausbildung mit ein. Wer will so etwas auseinanderhalten? Grundbedingung ist grundsätzlich, dass der Halter/Jäger seinen Hund immer im Einflußbereich halten sollte. Auch wenn es da bei jagdscharfen Hunden große Unterschiede zwischen Herr und Hund in der Kommunikation gibt, da es viel "Sonntagsjäger" gibt. Alleine schon bedingt mangelt ausreichender Zeit und Gelegenheit. Gerade diese deutlich erkennbare Diskrepanz wird von "Unkundigen" als günstige Gelegenheit zur Polemik benutzt.

Nein, es nicht geregelt. Im Gegensatz, der Leinenzwang für normale Hunde gilt nicht für Jagdhunde im Revier.

 

Es ist nicht geregelt was erlaubt ist, sondern es ist geregelt was verboten ist.

Was möchtest Du wissen?