Dachrinne ragt über Grundstücksgrenze

2 Antworten

Wenn dieser Dachüberstand schon länger bestand (ohne dass dem vom Nachbarn widersprochen wurde) und die Grenzziehung nicht verändert wurde, müsste eigentlich die Altbestandsregel greifen. Aber da auf dem Nachbargrundstück eine Nutzungsänderung erfolgt, wird es kompliziert. Da kann wohl nur ein auf Grundstücksfragen / Nachbarschaftsauseinandersetzungen spezialisierter Anwalt helfen. Evtl. auch der Haus- u. Grundbesitzerverein.

Es kommt darauf an, wie alt das Haus ist bzw. wie die Baugenehmigung aussieht.

Wenn an der Grenze eine Brandwand gefordert war darf auch eine Dachrinne nicht über die Mauer hinausragen. Wenn es eine "historische" Bebauung ist hat die Sache privat- und öffentlichrechtlich Bestandsschutz.

Wenn jedoch abweichend von der Baugenehmigung gebaut wurde muss die Dachrinne zurückgebaut werden. Ihr könnt dann aber versuchen, den Schaden vom Voreigentümer erstattet zu bekommen.

Übrigens: Bevor man ein "gebrauchtes" Haus kauft kümmert man sich um solche Sachen! Ihr ward verdammt schlecht beraten oder leichtsinnig!

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