Bußgeld wegen überhöhter Geschwindigkeit aber ohne Beweis

5 Antworten

Bei Geschwindigkeitsmessungen durch Nachfahren mit ungeeichtem Tacho sind im Einzelfall anhand der Umstände zu bestimmende, erhöhte Toleranzwerte von der vom Tacho abgelesenen Geschwindigkeit abzuziehen. 15 - 20 % sind hier ein guter Richtwert. Wenn also der Polizist 140 km/h von seinem Tacho abgelesen hat, dann liegt die vorwerfbare Geschwindigkeit bei höchstens 120 km/h und damit noch im Verwarnungsgeldbereich (20 - 30 Euro, keine Punkte). Zum Vergleich dazu: Bei normalem Toleranzabzug (3 % bei Geschwindigkeiten über 100 km/h) würde sich ein Bußgeld in Höhe von 120 Euro und 3 Punkten ergeben.

Es kann allerdings sein, dass die Bußgeldstelle den erhöhten Abzug nicht von sich aus vornimmt. Dann muss man ihn ggf. gerichtlich durchsetzen.

Ich denke, dass du nichts zu befürchten hast, da der Polizist alleine im Wagen saß. Somit steht Aussage gegen Aussage (ich denke mal nicht, dass der Opa dem Polizisten nachgefahren ist und somit eine messung abgeben kann und wenn doch, dann muss man dann ja noch mehr Toleranz abziehen). Mit der Devise "immer schön Widerspruch einlegen und alles abstreiten" kommst du meines erachtens sehr weit. (um die Punkte in Flensburg kommst du auf jedenfall herum)

Da dürfte nichts kommen, und wenn doch, sofort Widerspruch einlegen und die angegebene Geschwindigkeit anzweifeln! Zur Geschwindigkeitsmessung (wohlgemerkt, Messung und nicht Schätzung!) sind in Deutschland nur ganz bestimmte Methoden und Geräte zulässig. Und zu denen zählt definitiv nicht die Schätzung der Geschwindigkeit eines überholenden PKW...

Da irrst Du Dich.

Es gibt auch die Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren. Dann müssen zwar hohe Toleranzen abgezogen werden, das Ergebnis ist dann aber verwertbar.

http://www.strassenverkehrsrecht.net/index.php/geschwindigkeitsfaelle

@Crack

Weiß ich. Allerdings hätte der Polizeibeamte mindestens 500 Meter weit in gleich bleibendem Abstand hinterher fahren müssen. Er war allein im Streifenwagen und neben dem Fahren auch mit dem Funkverkehr beschäftigt (dadurch vielleicht auch abgelenkt?). Ob seine "Messung" vor dem Hintergrund einem Richter ausreicht?

@LondonerNebel

Ich glaube ja auch nicht das hier etwas kommen wird.

Wenn ich es richtig in Erinnerung habe müssen dann 20 oder sogar 25km/h als Toleranz abgezogen werden. Dann ist man im Bereich eines Verwarnungsgeldes von 35€...

@Crack

Siehste, und schon sind wir Experten uns wieder einig... ;-)

@LondonerNebel

Beim Nachfahren mit ungeeichtem Tacho sinds sogar 20 % Toleranzabzug. :D

Da bleiben von den 140 nur noch 112 übrig.^^

du hast ihn überholt, er ist 100 gefahren, also warst du schneller als 100

hat früher 30 DM gekostet so was, keine ahnung, wenn es mehr als 30€ sind, lohnt sich zum anwalt, damit kommen sie nicht durch sonst

da steht doch " mit 90 kmh" .Der Streifenwagen ist hinter so einem renault clio gefahren und wo ich noch hinter ihnen war hat mein tacho 90 angezeigt

@scharabi

er wird aber sagen, dass er 100 gefahren ist...

keine ahnung, normal halten se den clio fahrer an und nötigen ihn zu sagen, dass er 100 gefahren ist, als du ihn überholt hast....

Von der Bußgeldstelle bekommst du Post, wenn deine Geschwindigkeitsübertretung bewiesen werden kann - entweder durch eine Videoaufnahme oder durch Zeugenaussage der Polizeibeamten. Wobei bei Tachoablesung sehr große Toleranzen berücksichtigt werden.

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