Beim Arbeitsamt erscheinen, trotz Krankmeldung?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Sie sollten auf jeden Fall telefonisch Bescheid geben und den Termin mit Verweis auf Ihre Arbeitsunfähigkeit absagen und um einen neuen Termin bitten.

Es reicht nicht dass die Krankmeldung irgendwo bei der Agentur für Arbeit vorliegt, die Information muss Ihr zuständiger Ansprechpartner persönlich haben. Bei den Arbeitsagenturen ist die Organisation manchmal etwas chaotisch und Informationen und Krankmeldungen kommen nicht dort an, wo sie sein müssen.

Sollte der Mitarbeiter der Agentur für Arbeit auf einer weitergehenden Bescheinigung bestehen, ist es klüger diese zu besorgen. Längere Diskussionen führen bei fragwürdigem Nutzen nur zu Irritationen - und Sie wissen nicht, ob Sie das Wohlwollen Ihres Ansprechpartners noch einmal brauchen.

Wenn Sie gesundheitlichin der Lage sind persönlich vorstellig zu werden, sollten Sie deshalb den Termin wahrnehmen.

Peter Kleinsorge

Laut Fachanweisung der ARGE zu § 31 SGB II, Rz. 31.14a, muss der Sachbearbeiter mit AU-Bescheinigung zufrieden sein und darf keine weitergehende Bescheinigung verlangen.
Ein SB, der dieses dennoch verlangt, weiß genau, dass er letztlich nicht legal handelt.
Dementsprechend viel wert ist das Wohlwollen eines solchen Menschen. ;)

@VirtualSelf

Dem Kommentar von VirtualSelf kann ich (leider) nur zustimmen. Es bleibt letztlich nur abzuwägen ob bei einer Gegenwehr Aufwand und Nutzen in Relation stehen.

Meine persönliche Meinung:

Die Mitarbeiter der Argen haben durch das politisch verordnete Motto, Fordern ohne zu Fördern, zu viel Macht in ihren Händen.

Peter Kleinsorge

@Kleinsorge

Mein Standpunkt ist ja, dass man diese "Untertanten", die ihre Macht nur zu gerne auch am Gesetz vorbei ausüben, ganz klar in die Grenzen weisen sollte, wenn man dazu in der Lage ist.
Es sollte dann im Idealfall so sein, dass der SB zu zittern anfängt, wenn er deinen Namen hört. ;).
Ein Problem ist sicherlich, dass es sich bei den Antragstellern generell um mensch am Existenzminimun handelt, deren finanzielle Sorgen ihr Handeln dominieren und die viel mit sich machen lassen, damit sie am Monatsanfang Essen für sich oder die Kinder auf dem Tisch haben.
Oft ist es allerdings nicht so schlimm, wie es sich die Betroffenen vorstellen.

@VirtualSelf

es ist wirklich eine fürchterliche Situation.Ich bin krank und alleinerziehend.Wenn ich könnte, würde ich jeden Job annehmen um aus diesem Elend herauszukommen. Aber was die Argen schon für böse Spiele mit mir gespielt hat ist unfassbar. Ja man hat Angst richtig Angst. Und ich erhalte Krankengeld und selbst eine Reha wird mir auferzwungen. Und jedsmal hat man Angst. Wohin mit den Tieren und einem 13 Jährigen,wenn man keinen Menschen hat. Ich danke Euch für Eure Antworten

@sinahundxy

obwohl der MDK mich als krank Ende letzten Jahres eingestuft hat, muss ich damit rechnen, dass mich die ARGE dann nun nochmals zum Amtsarzt schickt. Wie soll man da gesund werden?

Wenn du nicht bettlägerig bist, was hindert dich dann daran zum Arbeitsamt zu gehen. Die wollen dir dort schließlich helfen.

Helfen? Oh ja, da glaubt wohl einer noch an das Jobwunder Deutschland!

Davon mal abgesehen, dass so etwas dann auch jeder Arbeitgeber mit seinem krankgeschriebenden Arbeitnehmer machen könnte. Schließlich kann er ja mal zwecks Mobbing oder Kontrolle in die Firma kommen.

Lassen Sie mich raten, Sie sind Rentner und haben die goldenen Arbeitszeiten (60er, 70er u. 80er) erlebt!

@Stefan7711

Es ist manchmal gerade für ältere Mitbürger, die Rente erhalten sehr schwer zu begreifen, dass die gut bezahlten Arbeitsplätze inkl. gutem Arbeitsklima nicht mehr existieren.

Ich kenne das von meinen Eltern und Großeltern! Wenn meine Mutter in den 60er oder 70er als Sachbearbeiterin keine Lust mehr hatte, weil sie mehr Geld haben bzw. weniger arbeiten wollte, drohte sie dem Chef einfach mit einer Kündigung und der knickte dann ein bzw. wenn das nicht klappte hatte sie 14 Tage später wieder einen besser bezahlten Arbeitsplatz!

Goldene Zeiten auf dem Arbeitsmarkt waren das!

So läuft der Verfolgungsapparat der durch SPD/GRÜNE ins Leben gerufenen Hartz-IV-Reform!

Gesetzlich ist dieses MUSS nicht verankert, doch jeder weiß, der Angestellte der Arge kann so eine Wegeunfähigkeitsbescheinigung von dir verlangen - denn Folgen hat es für ihn und die Arge überhaupt nicht. Zumal es Sozialrichter gibt, die dieser unrechtmäßigen Forderung folgen.

Hart betrachtet kann jetzt auch jeder Arbeitgeber neben der Krankschreibung (AU) so eine Wegeunfähigkeitsbescheinigung von seinen Angestellten verlangen.

Einfach mal so, um zu kontrollieren, einzuschütern oder zu mobben! (Warum nicht gleich auch noch jeden Tag der Krankschreibung)

Armes Deutschland!

Für mich stellt sich auch die Frage, wozu ein Jobvermittler vom Arbeitsamt oder Jobcenter bzw. Arge denn mit dir reden will, wenn du aktuell wegen deiner Krankheit gar nicht vermittelbar bist.

Gut, die Tatsache, dass diese Vermittler sowieso keine Arbeitsplätze haben ist jetzt mal eine ganz andere! Es geht bei dir wie bei vielen anderen nur darum, dir einen nutzlosen Bewerbungskurs, Praktikumsplatz etc. aufzuzwingen, damit die Statistiken wieder stimmen.

Wenn du krank geschrieben bist, bist du krank geschrieben. Das gilt dann auch für Termine beim Arbeitsamt. Das sollte dann so reichen, da wirst du nichts zusätzliches noch brauchen.

Bettlägerigsbescheinigung darf nicht verlangt werden.
Normale AU muss reichen.
(3) Die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist grundsätzlich als wichtiger Grund anzuerkennen. Es ist nicht zulässig, als Nachweis für einen wichtigen Grund bei Meldeversäumnissen von den Hilfebedürftigen die Vorlage einer sogenannten „Bettlägerigkeitsbescheinigung“ zu verlangen.
http://www.harald-thome.de/media/files/SGB%20II%20DA/FH-31---20.07.2010.pdf

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