Bei Krankenschein Schonarbeit?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Moin,

Der AG kan verlangen dass arbeiten verrichtet werden, die der krank geschrieben verrichten kann. - der ist ja nicht ans Bett gefesselt, oder hat was Ansteckendes.

Sachen, wie Telefondienst usw. könen ohne Weiteres verlangt werden.

In dem Fall würde ich aber Rücksprache mit den Ärzten halten, was genau geht u. was nicht.

Kann er nicht! Es ist ein Arbeitsunfall. Siehe memphys91!

@chris0301

selbstverständlich kann er das.

Der Chef kann dem jede Arbeit zuweisen, die der Heilung nicht im Wege steht.

Ein gelber Zettel heißt nicht zwingend Urlaub.

Mit nem kaputten Fuß ist z.B. ein Dachdecker unzweifelhaft arbeitsunfähig.

Im Büro behindert ein Hinkefuß aber i.d.R. nicht.

@Meinereiner67

Das siehst Du falsch. Allein schon deswegen, weil nur der Arzt entscheiden kann, ob man überhaupt noch irgendwelche Arbeiten machen kann. Desweiteren hat in diesem Fall die BG dabei noch ein Wörtchen mitzureden, weil die schließlich bezahlen muss, bis die Arbeitsfähigkeit wieder vollständig hergestellt ist.

@Mike6969

Nicht, dass mich da einer falsch versteht:

natürlich bedarf es seitens des AG der Rücksprache z.B. mit BG u. Krankenkasse.

Übrigens sind BG u. KK selber dran Interessiert, dass die Kosten für die nicht zu hoch werden.

Die werden also Allles daran setzen, dass der MA so genannte "Schonarbeit" im Rahmen der Möglichkeiten verrichten kann.

Der Fragesteller schreibt, dass er sich son bissken ein Fingechen gequetscht hat.

Wenn einer mit n kaputten Finger nichteinmal leichte, bzw. Schonarbeit verrichten kann, dann könnte der auch auch zu Hause nicht mal Kaffee kochen, o. sich selbst die Zähne putzen.

OK, je nachdem welcher Finger das ist kann das wirklich seehr lästig werden.

Ich selbst hatte mal 2 Mittelhandknochen links gebrochen.

Mit einer Hand kriegste nichtmal ordentlich die Schuhe zu oder n Butterbrot durchgeschnitten.

Wie gesagt das is dann aber schon so lästig, dass auch zu Hause nix richtig geht.

Wenn der MA allerdings Auto fahren kann und mit seinem Handy rumspielen kann (ich unterstelle das einfach mal), dann kann der auch einfache "Schonarbeiten" verrichten.

Wäre ich Chef, würde ich den in absprache mit KK u. BG auf n Lehrgang schicken.

@memphys91

Kein Arbeitgeber hat die Kompetenz zu entscheiden was ein Arbeitnehmer noch machen kann oder nicht die hat nur der Arzt. Der Patient kann z.B. Schmerzmittel einnehmen müssen die eine Autofahrt zur Arbeit (Fahrtauglichkeit) oder das Bedienen von Maschinen verhindern. Auf dem gelben Schein steht auch nicht: "Patient hat kaputten Finger" sondern nur "Patient ist arbeitsunfähig" und das hat für den Chef zu gelten. Und wie schon von einigen geschrieben haben, hat die Berufsgenossenschaft nach einem Arbeitsunfall das Sagen. Ich würde dort anrufen und nachfragen was in diesem Fall zu tun ist!!!!

In meiner früheren Firma hatte eine Büroangestellte die Grippe (also nicht einmal ein Arbeitsunfall), der Chef verlangte Erscheinen und leichte Arbeit (Mahnungen schreiben, Sachen einheften) Als sie ins Lager ging, welches über eine Metalltreppe erreichbar ist, wurde ihr schwindelig, sie rutschte aus und fiel die Treppe herunter. Gott sei Dank nur Prellungen. Der Chef wollte dann von ihr, dass sie sagt sie wäre nur zu Besuch gewesen. Das tat sie natürlich nicht und der Chef bekam Ärger vom Feinsten!

@chris0301

Stimmt so nicht, das Angebot einer verweisbaren Tätigkeit ist statthaft, aber als Azubi dürfte er keinen Telefondienst machen, weil das nicht zu seinen Aufgaben gehört. Er könnte aber als Azubi sich mit Kalkulationen und Programmierung von NC oder CNC_Maschinen beschäftigen, auch theoretisch.

@sabirke

Angebot heisst aber auch man darf muß aber nicht.

Der AG kan verlangen dass arbeiten verrichtet werden, die der krank geschrieben verrichten kann. - der ist ja nicht ans Bett gefesselt, oder hat was Ansteckendes.

In welchem Land?

Zunächst eine Anmerkung. Wenn man einen Arbeitsunfall hat, sollte man nicht nach der Schicht zum Arzt / Krankenhaus fahren, sondern sofort. Er hat seinem Chef eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt. Damit kann der Chef überhaupt nichts von ihm verlangen. Wenn er freiwillig arbeiten will, weil er sich dazu in der Lage fühlt, leichte Arbeiten zu machen, dann nur, wenn das Ganze mit dem behandelnden Arzt und der Berufsgenossenschaft abgeklärt ist. Sein Geld bekommt er von der BG, bis seine Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt ist.

Krank geschrieben zu sein, bedeutet Arbeitsunfähigkeit. Und im Krankheitsfall wird der Lohn weitergezahlt. Andernfalls hätte der Arzt einen Schonarbeitsplatz verordnen müssen. So etwas kennt man z.B. für Fälle, in denen beispielsweise Schwangere bestimmte Arbeiten nicht mehr verrichten dürfen. Eine Krankschreibung endet, wenn die Gründe dafür weggefallen sind. Sie kann nicht einfach rückgängig gemacht werden. Eine Weigerung, die Arbeit aufzunehmen, bleibt da ohne rechtliche Konsequenzen. Nur der Arbeitgeber stellt sich außerhalb des Rechts mit seiner Forderung.

Sein Geld bekommt er in diesem Fall von der Berufsgenossenschaft, weil es ein Arbeitsunfall ist. Bei sonstiger Krankheit gibt es die ersten 6 Wochen Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber und danach Krankengeld von der Krankenkasse.

@Mike6969

Auch bei einem Arbeitsunfall hat der Unternehmer 6 Wochen Lohnfortzahlung zu leisten!

Immer wieder diese "schlauen Chefs". Wenn er AU geschrieben ist, ist er arbeitsunfähig. Geht er doch arbeiten und es ist was in der Arbeit (Unfall, Wegeunfall) dann hat er keinen Versicherungsschutz und den grössten Ärger, vor allem bei einem Arbeitsunfall. Der Chef weiß ja eigentlich auch nicht was ihm genau fehlt, da auf dem Schein für den Chef nur steht, dass er arbeitsunfähig ist. Es liegt nicht im Ermessen des Chefs zu entscheiden ob jemand arbeiten kann und was, das macht der Arzt! Und der hat den Freund AU geschrieben. Er braucht bloß auszurutschen und fällt auf die Hand und dann ist der Schaden noch größer!

Mit genau dieser Begründung müsste ihm bei seinem "überaus schweren" Arbeitsunfall, strikte Bettruhe verordnet werden.

Mit genau dieser Begründung müsste ihm bei seinem "überaus schweren" Arbeitsunfall, strikte Bettruhe verordnet werden.

@user1439

Was für ein Unsinn. Und das gleich doppelt

stimmt nicht, er verliert keinen Versicherungsschutz!

Das kann der Chef eigentlich schon, aber es kommt auch immer ein bisschen auf die Art des Krankenscheins an.. Normalerweise steht ja da drauf ob jemand ganz arbeitsunfähig ist (z. B. 100% Arbeitsunfähig, 50% Arbeitsunfähig, darf nur sitzende Tätigkeiten ausüben usw.). Deshalb sollte er diesen nochmals genau studieren und evt. auch Beschwerde einreichen, wenn dort wirklich steht, dass er zu 100% Arbeitsunfähig ist.. Dann hat er nämlich auch keinen Versicherungsschutz und das kann dann richtig problematisch werden (und ein Unfall kann ja eigentlich bei jeder Art von Arbeit geschehen, auch wenn sie keine Haupttätigkeiten oder schweisstreibenden Arbeiten sind)..

Am besten ruft dein Mann beim Arzt an und fragt, ob er wirklich zu Hause bleiben muss oder ob er Schonarbeit machen könnte, dann ist er nämlich auf der sicheren Seite und muss sich nicht für etwas verantworten, was er evt. falsch verstanden hat..

Bei mir steht immer nur voraussichlich arbeitsunfähig bis ...

Ich bin mir sicher bei allen anderen auch.

Was möchtest Du wissen?