Bankangestellter schnüffelt in Konten von Bekannten und Freunden

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Bei den Banken gibt es intern das sogenannte 'need-to-know-Prinzip'. Das besagt, dass ich Informationen auch hausintern nur dann nutze, zugänglich mache und zugänglich gemacht bekomme, wenn ich sie für die Erledigung meiner Arbeitsaufgaben benötige. Schon vor diesem Hintergrund erscheint es mir unsinnig, dass ein Controller Zugriff auf einzelne Kundendaten hat. Was er aber definitiv nicht darf (sowohl wg. Datenschutz als auch wg. Bankgeheimnis) ist diese Daten in irgendeiner Form nach außen zu tragen. Ein kleine dezenter Hinweis an die Bank, ggf. auch anonym, sollte hier sehr schnell Anhilfe schaffen; die Banken reagieren auf derartige Vorfälle logischerweise sehr sensibel, denn wer will in einem solchen Zusammenhang schon gerne in der Presse erwähnt werden?!

Ein kleines Gespräch mit dem Leiter der Bank und die Schnüffelei hat ein jähes Ende. Würde ich nicht mal anonym machen, weil es eine bodenlose Sauerei ist!

Selbst wenn du keinen konkreten Beweis hast reicht ein Gespräch mit dem Leiter der Bank ... Ein Bankangestellter der im Verdacht steht Kundendaten auszuplaudern ist nicht tragbar für eine Bank.

Als Allererstes stellt sich mir erstmal die Frage ob ein Controller überhaupt was auf den Kundenkonten zu suchen hat. Das wäre mit der Bank zu klären.
Besser wäre Du würdest Dich outen beim Vorstand der Bank, nicht bei irgendeinem kleinen Filialleiter. Das zeigt garantiert Wirkung. In dem Gespräch musst du einfliessen lassen: "Wie kann es sein, dass Frau X, Ehefrau ihres Angestellten, Kontodaten von Familie Y bei Frau Z preisgibt.
Traust du Dich partout nicht, schreib es sinngemäss so anonym an den Vorstand der Bank. Dann wirst du aber auch nicht wissen welche Konsquenzen es hatte, es sei denn er wird rausgeschmissen.
Alternative wäre noch die anzeige wg. Verstoss gegen das Datenschutzgesetz und das Bankgeheimnis bei der Polizei. Ob der Staatsanwalt der Sache nachgeht steht in den Sternen.
Nächste Möglichkeit ist die einschaltung des Landesdatenschutzbeauftragten. Zu beiden Möglichkeiten musst Du Zeugen benennen können.

Du solltest das unbedingt der Bank mitteilen, vielleicht haben die ein Mail-Formular, wo man auch anonym schreiben kann. Insbesondere solltest Du sagen, dass seine Frau damit prahlt. Denn das ist überhaupt kein Spaß !!!! Bankangestellte sind der Vertraulichkeit verpflichtet, sie dürfen a) nur Bankdaten einsehen, die ihrem Fach- und Kundenbereich betreffen und b) keinerlei Informationen weitergeben – auch nicht im Familienkreis. Indem Du Dein Wissen der Bank mitteilst, hilfst Du vielen Kunden und uns allen, damit so etwas nicht ausufert !

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