Anwaltsabzocke? Zockt mich mein Anwalt ab?

5 Antworten

Dass 10% des Streitwertes fällig werden können, wäre fast klar, das vermindert sich natürlich nicht bei einem geschlossenen Vergleich, sonst würd der Anwalt n Teufel tun Dich runter zu vergleichen. Wenn Du aber (dem 6000,- nicht den Hals brechen) das auch so rausgekehrt hast, nimmt er eben Großkotzzulage. Ich schlag vor, blätter ihm das Geld hin (bar), lad ihn zum Golf ein und knüpf neue Kontakte...dann kriegst es sicher wieder irgendwie irgendwann rein :-)...natürlich hat er Dich voll über's Ohr gehauen, aber nun....

es kommt darauf an in was für einer sache die angelgenheit ist, zumindest die ungefähre richtung wäre gut zu wissen. ist wird einmal in tabellen gerechnet und in zivilsachen, nach "schaden"

Es gibt da eine Gebührenordnung, an die sich ein Anwalt halten muß. Da zieht Dir wohl Dein eigener Anwalt gerade das Fell über die Ohren. Zahle ihm das verlangte Geld für die zwei Briefe nicht. Erkundige Dich, wieviel ein Anwalt für die angefallenen Leistungen verlangen kann, und überweise ihm das (unter 200 € schätze ich). Und dann geh mal dringend zu einem anderen Anwalt. Wenn Dein jetziger bereits im April ein wichtiges Schreiben für Dich erhalten hat, und er es nicht weiter geleitet hat, dann hat er seine Pflicht gegenüber seinem Mandanten (Dir) verletzt, und Du kannst ihn für die Folgen haftbar machen (dann muß er den Schaden bezahlen). Im Übrigen würde ich Dir raten, mal bei der Anwaltskammer nachzufragen, ob er dort bekannt ist. Sein Verhalten ist so offensichtlich betrügerisch, daß er vielleicht eher ein Betrüger als ein Anwalt ist.

Hallo

Mein Sohn ist auch schon in so eine Abzock falle geraten da kann man echt nicht viel machen und nur hoffen das man keine Anrufe rein bekommt da die Personen im Ausland sitzen wie du schon geschrieben hast bringt der Anwalt nicht viel und die Polizei schon lange nicht

Wenn für dich 6000€ nichts sind, dann könntest du mir eventuel 1000€ überweisen ^^ Bin noch ein Schüler und das Geld würde mir SEHR für meine Bildung helfen ;)

Die Anwaltsvergütung richtet sich nach dem sog. RVG. Dort sind grds. zwei Möglichkeiten vorgesehen, wie das Honorar berechnet wird. Entweder nach Gebührentabelle oder nach Honorarvereinbarung. Wenn du zweimal EUR 2.500 zahlen sollst ist das viel, jedoch sind das keine EUR 6.000. Von den EUR 1.000 die du für den Vergleich an die Gegenseite zahlen sollst sieht doch dein Anwalt nix. Im übrigen - wo es hier im Thread anklang - in Zivilsachen richtet es sich nicht immer nach dem Schaden. Was wäre denn, wenn es keinen Schaden gibt, etwas bei Unterlassungsklagen, Herausgabeklagen oder Klagen auf Nacherfüllung. Wenn das tatsächlich so gelaufen ist, wende dich an die Rechtsanwaltskammer die für deinen Anwalt zuständig ist. Da gibt es extra Stellen die sich mit Anwaltsrechnungen auseinandersetzen. Bei dem Streitwert erscheinen EUR 5.000 zu viel.

Im übrigen bekommt der Anwalt nicht das Geld für einen Brief, sondern für die gesamte Abwicklunng, rechtliche Würdigung (was je nach Fall auch mal lange dauern kann). Und wenn man sich die Gebühren anschaut bleibt da ein Stundensatz, den viele auch ohne die lange Ausbildung erreichen. Es wird halt immer an solchen - wahrlich nur schwer zu glaubenden - Fällen diskutiert. Macht euch bitte klar, dass regelmäßig in der Geschäftsgebühr (1,2 Gebühren) folgendes enthalten ist: Kommunikation mit dem Mandanten, Kommunikation mit der Gegenseite, Kommunikation mit Gericht und ggfs. Gutachter. Dazu kommt die rechtliche Würdigung. Und die ist nicht immer leicht. Standardfälle gibt es nicht viele, weil vieles immer anders ist. Man muss Prozesschancen abwägen und sich überlegen, ggfs. nachlesen etc. Und wenn die Gegenseite zurückschreibt und man sich da wieder mit neuen - vom Mandanten vll. nicht erwähnten Tatsachen konfrontiert sieht - dann geht das Spiel von vorne los. Und dafür gibts nix extra. Nur mal so generell zu den Gebühren.

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