Admiral Direkt zahlt nach Autodiebstahl nicht

6 Antworten

Danke für Deine Antwort. Zum Einen geht es um den Autoschlüssel, ich habe nur einen bekommen, dies steht auch im Kaufvertrag und die Admiral will, dass ich herausbekomme, wo der zweite Schlüssel ist und wer ihn hat. Zum Anderen habe ich mich bei dem Zeitpunkt des Abstellens des Autos geirrt habe. Im Polizeibericht steht 19:50 bei der Versicherung habe ich gegen 20:00Uhr angegeben.

An einen Ombudsmann habe ich auch schon gedacht, jedoch muss die Versicherung an so etwas auch teilnehmen richtig? Nach meinen Recherchen nimmt die Admiral nicht teil. 

Welche Argumente führt die Versicherung denn an, damit sie nicht zahlt?

Du kannst dich zum Beispiel an den Ombudsmann für Versicherungen wenden.

http://www.versicherungsombudsmann.de/home.html

Hier im Internet herumzujammern hilft aber auch nicht weiter.

Was sollen wir jetzt hier machen? Transparente basteln und mit 100 Leuten vor der Admiral Direkt aufmarschieren? "Ho-ho-ho, zahlt dem armen pkusi seinen Golf, ho-ho-ho..."

Was soll das bringen?

Nee, im Ernst: das ist ein Rechtsanspruch, und den musst Du halt mit Anwalt und Gericht durchsetzen.

Eigenes Laien-Geschreibsel war schon mal Euer erster Fehler. Mit so etwas geht man gleich zum Anwalt, wenn man merkt, dass man da selbst nicht mit 1-2 Briefen weiter kommt.

Oft ist es sogar so, dass ein einziger Anwaltsbrief mit Klageandrohung reicht, dass die Versicherung einknickt und doch zahlt.

Der Anwalt wird Euch auch beraten. Aber wenn es so ist, wie Du schreibst und keine Fahrlässigkeit vorlag (Auto war verschlossen etc.), dann liegt der Fall eigentlich ganz sonnenklar: die Versicherung muss zahlen, und sie wird vom Gericht auch mit höchster Sicherheit zur Zahlung verurteilt. Das "Argument", es sei ja vor Eurer Haustür passiert, tut hier überhaupt gar nichts zur Sache, das ist absoluter Schwachsinn.

Aber gut immerhin, dass man so etwas über diese Versicherung liest und weiß, wo man künftig sein Fahrzeug ganz bestimmt nicht versichern wird. Versicherungen sind ja für solche Muckereien fast allesamt bekannt, aber dieser Fall hier scheint doch extrem zu liegen.

Das wäre mal eine Idee^^Verdient hätten sie es, dass man mal öffentlich Stunk macht. Mittlerweile habe ich auch eine Rechtsschutzversicherung, jedoch greift die bei diesem Fall nicht. Klar ich könnte vor Gericht gehen, jedoch sind die Kosten mit ca 4000€ für die 1. Instanz ziemlich fett und dann weiss man ja nicht, ob die in Revision gehen bzw. sich sonst was noch einfallen lassen, um nicht zahlen zu müssen. Da ist mir das Risiko zu hoch am Ende noch mehr Geld zu verlieren.

@pkusi

Anders wird es aber nicht gehen.

Hallo,

das Problem bei derartigen Fragen ist, dass es ohne absolute Detailkenntnisse des vorliegenden Falles schlichtweg nicht möglich ist, eine Antwort zu geben, die über den Status der Spekulation hinaus geht.

Zwar mag es moralisch hilfreich sein, wenn hier beteuert wird, dass die Versicherung doch eigentlich zu zahlen hat, allein: Es hilft in der Praxis auch nicht die Bohne weiter...

Die lange Bearbeitungszeit und die fortgesetzte Weigerung der Versicherung den Schaden zu regulieren, lassen außerdem weiter vermuten, dass es ohne anwaltliche Hilfe nicht zu bewerkstelligen ist, die Admiral noch zur Zahlung zu bewegen.

Denn leider ist die Admiral kein Mitglied im "Ombudsmann für Versicherungen e.V.", so dass der Versicherer auch keine Weisung von dieser Seite annehmen muss. Eine Ansprache dieser Organisation schadet zwar nicht; man sollte aber keine allzu großen Hoffnungen aufbauen.

Einzig kann man - ganz subjektiv betrachtet - noch ein, zwei Schritte vor dem Gang zum Anwalt prüfen:

1.) Wurde bereits der direkte Kontakt zum Leiter der Schadenabteilung gesucht? Hintergrund: Auch bei Schadensachbearbeitern kommt es immer wieder zu Fehleinschätzungen oder Wissenslücken. Da kann (!!) die direkte Ansprache des Schadenleiters ggf. helfen...

2.) Es kann (!!) helfen, den Versicherer darauf hinzuweisen, dass man bereit ist rechtliche Schritte zu prüfen, wenn es nicht zu einer Regulierung kommt. Denn es besteht durchaus die Möglichkeit, dass auch die Gegenseite - vielleicht aufgrund eigener Zweifel - nicht sonderlich an einem Rechtsstreit mit den damit verbundenen Kosten interessiert ist. Ob man dann wirklich einen Anwalt einschaltet, kann man ja immer noch entscheiden...

3.) Je nach Einkommensverhältnissen kann man einen Antrag auf Prozesskostenbeihilfe stellen. Dann müsste man den Anwalt ebenso wie die Gerichtskosten nicht selbst zahlen. (Ich muss aber gestehen, dass ich absolut überfragt bin, ob der vorliegende Fall über eine Prozesskostenhilfe zu decken ist. Aber auch hier macht "Versuch kluch...")

Viele Grüße

Loroth

Admiral Direct ist der Direktversicherer der Itzehoer Versicherungen. Diese sind aber Mitglieder des Ombudsmann für Versicherungen e.V. Daher ist ein Einschalten des Ombudsmannes sinnvoll.

Außerdem sollte der  Hersteller des Fahrzeugs unterrichtet werden. Die VW AG hat kein Interesse daran, wenn ihre Fahrzeuge nach Auffassung eines Versicherer zu leicht geklaut werden können.

Bei diesem Vorgang stört mich, dass hier ohne Bekanntgabe näherer Details herumgejammert wird und beim Abschluss des Versicherungsvertrages auf fachmännischen Rat verzichtet wird, um Geld zu sparen. Da fehlt mir jegliches Verständnis.

@Buerger41

In Bezug auf den Ombudsmann könnte es sich als Problem erweisen, dass die Admiral halt rechtlich ein eigenständiges Unternehmen ist und die Mitgliedschaft der Itzehoer somit keine für die Admiral verbindliche Wirkung hat. Aber auch hier gilt: ein Versuch ist es allemal Wert...

Und zum Stichwort "Direktabschluss einer Versicherung über´s Internet, etc.": Leider wird über die Medien, aber auch via "Finanztest" und Vergleichsportale, immer wieder gerne die Mär verbreitet, dass man Versicherungen ohne jedwede negative Konsequenzen auch ruhig über´s Internet, etc. abschließen kann. Da wird immer wieder "preiswert" mit "billig" verwechselt und dem Kunden suggeriert, dass man nur ein, zwei Vergleichstabellen benötigt und schon kann man problemlos entscheiden, welche Versicherung gut und welche schlecht ist...

Das verstehe ich nicht. Erst wird dort abgeschlossen unter Berücksichtigung einer Beratung im Schadensfall und nun wird gejammert. Dabei sind viele Versicherungen mit Service vor Ort auch noch günstiger. Aber darum geht es ja nicht. Und warum wird keine Klage eingereicht. Wer per Internet eine Versicherung abschließen kann, wird doch wohl einen kleinen Dreizeiler für das Gericht hinbekommen, oder? Alles Gute für >Mutter und Kind.

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