Frage von Diddi810, 20.4 Tsd.

Welche Steuern bei Auszahlung von Betriebsrente und wieviel!

Gehe im Nov. diesen Jahres in Rente ,arbeite bei der Fa mit dem Stern und will meine Betriebsrente zum 31.1.13 mir auszahlen lassen. (ca. 76000 Euro) Normal würde ich das nicht tun, habe aber auf dem Häuschen noch paar Schulden. Wieviel Steuern zahle ich nun und wieviel kann man wieder bei der Steuererklärung zurückholen.(Verh. Steuerkl.3) Eine Variante von der ich aber nicht die Richtigkeit kenne wäre wie mir jemand sagte ist mich in Deutschland abzumelden (wohne nur 7km zur frz. Grenze) und mein Wohnsitz komplett dorthin zu verlegen. Zeit hätte ich noch da es mehr als 185 Tg. bis zum Jahresende sind.Laut Aussage dieses Kollegen werden in Frankreich nur die Zinsen besteuert, d.h. die 76000 gäbe es ohne Abzüge mit dem Preis paar Jahre nicht Hauptwohnsitzmässig nach Deutschland zu können.(Ps will eh nach Kenia ziehen.)

Antwort
von barmer, 20.4 Tsd.

Hallo,

die Kollegen sind bisher davon ausgegangen, dass es sich um eine Betriebsrente handelt, die vom Betrieb direkt finanziert wird. Dann ist es richtig, dass es normal als Arbeotseinkommen versteuert wird.

Wenn es allerdings über eine Lebensversicherung oder Pensionskasse läuft, ist die Auszahlung wahrscheinlich steuerfrei. Ich würde beim Betrieb bzw. beim Träger nachfragen, was es ist und zur Versteuerung werden die auch was sagen können.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von Niklaus,

Wenn die Betriebsrente und da gehe ich von aus vor 2004 abgeschlossen wurde, sollte die Kapitalauszahlung komplett steuerfrei sein. Das wäre bei einer normalen Direktversicherung nur. Da dein Durchführungsweg nicht bekannt ist, lass dir das im Personalbüro sagen oder frage einen Steuerberater. Ganz sicher wirst du für die Kapitalauszahlung Krankenversicherung bezahlen müssen für 120 Monatsbeiträge. Was die Verlegung des Wohnsitzes angeht, kann ich dir nichts sagen.

Kommentar von EnnoBecker ,

Niklaus, eine Betriebsrente hat nichts mit einer Rentenversicherung zu tun. Heute hast du in den falschen Topf gegriffen.

Oder ich?

Kommentar von Niklaus ,

Sorry aber betriebliche Altersversorgung ist kein Arbeitslohn. Natürlich gehe ich davon aus das der Fragesteller mindestens 60 Jahre alt ist. Eine Direktversicherung z.B. die vor 2005 abgeschlossen wurde, § 40 b EStG, ist als Kapitalauszahlung komplett steuerfrei, wenn der Angestellte nicht während der Einzahlungsdauer also ab 2005 für die nachträgliche Besteuererung nach § 3 Nr. 63 optiert hat. Wird die Betriebsrente als Rente gezahlt so ist nur der Ertragsanteil zu besteuern. Wenn das n ichtstimt, ,üsste ich alles neu erlernen. Aber ich habe dir hier noch den Beweis mitgeliefert in Form eines Links. Bitte beachte die linke Spalte Alte Regel bis 2004

http://www.dewion.de/altersvorsorge/gehaltsumwandlung-2005.shtml

Kommentar von EnnoBecker ,

Ob du recht hast oder ich, werden wir ohne weitere Auskünfte des Fragestellers wohl nicht erfahren.

Es KANN eine Gehaltsumwandlung gewesen sein. Aber es KANN auch eine Pension sein. Für Pension spricht m.E. die Möglichkeit der Einmalzahlung und die Verwendung des Wortes "Betriebsrente".

Und ich bin ja kein Rentenberater....

Kommentar von Niklaus ,

Leider wird der Terminus Betriebsrente immer wieder mißverständlich eingesetzt. Auch das Wort Pension verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht. Eine Pension bekommt ein Beamter. Wenn ein Nichtselbständiger eine Pension bekommt, dann ist das wohl auch eine Betriebsrente oder eine Auszahlung aus einem der fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung. Aber wie du schon sagst ohne den Fragesteller, werden wir nicht herausfinden, was wirklich gemeint war.

Kommentar von EnnoBecker ,

Eine Pension bekommt ein Beamter.

Beispielsweise.

Aber auch Privatunternehmen bilden mitunter Pensionsrückstellungen, deren steuerliche Bewertung sich nach § 6a EStG richtet. Und wofür werden solche Pensionsrückstellungen gebildet?

Richtig.

Kommentar von Niklaus ,

Pensionszusagen und ihre Heilung sind ein Spezialgebiet von mir.

Kommentar von EnnoBecker ,

Und Organschaften mit Zinsschranke und allerleihand Beteiligungen und Umwandlungen eines - also EINES - von mir. Fragt hier aber leider keiner.

Antwort
von heinerbumm,

Das kommt auch stark auf den Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung (bAV) an. Wenn es eine vor dem 1.1.2005 abgeschlossene Direktversicherung ist, mind. 5 Jahre Prämien bezahlt wurden, der Vertrag mind 12 Jahre gelaufen ist und du bei Auszahlung im 60. Lebensjahr bist, wäre die Leistung steuerfrei. Sie mal nach ob es sich um eine Pensions- oder auch Versorgungszusage, eine Unterstützungskasse, eine Direktversicherung, einen Pensionsfonds oder eine Pensionskasse handelt, dann kann ich mehr sagen. Wenn Du gesetzlich krankenversichert bist, kommt, egal ob Rente oder Kapital, auch noch Krankenkassenbeitrag in Abzug. Wenn Du mir genaueres sagen kannst, kann ich auch genaueres sagen.

Kommentar von EnnoBecker ,

Sie mal nach ob es sich um eine .... handelt

Es handelt sich um Arbeitslohn, § 24 Nr. 2 iVm § 19 EStG und iVm § 2 LStDV. Deine Einschätzung verfehlt das Ziel.

Antwort
von Diddi810,

Weiß nicht wie man hier seinen Beitrag editieren kann, deshalb der Nachtrag! Werde am 8.10 65 alt und durch den Monat mehr also genau am 7.11.12 Rentner. Bin dann ca 28 Jahre in dem Unternehmen gewesen.Die Beiträge hat einzig und allein das Unternehmen aufgebracht. Zitat: Beim Eintritt in den Ruhestand haben die Beschäftigten die Möglichkeit, das Kapital entweder als Einmalbetrag, in Jahresraten oder als lebenslange Rente auszahlen zu lassen. Im Falle von Erwerbsminderung oder Tod wird das Vorsorgekapital sofort und ohne Wartezeit zur Verfügung stehen. Dieses Jahr hatte ich brutto über 61000 ,bin aber 2013 im Januar schon Rentner mit einer nicht so üppigen Rente von ca. 1250 Euro (wegen füherem Rentenausgleich wegen Scheidung).Bin in einem Lohnsteuerhilfeverein und weiss nicht ob die da so kompitent sind, besser wohl beim Finanzamt direkt anrufen!?Wie hoch die Abzüge sind weiss ich immer noch nicht ,d.h. 15000 Rente 2013 + 76000 Betriebsrente als Einmalbezug.

Antwort
von suedlaender,

Die 76.000 Euro erhöhen natürlich Dein zu versteuertes Einkommen dramatisch, so daß Du ziemlich hoch in die Progression kommst. Genaues kann Dir der Steuerberater sagen, wenn er alle Daten und Einkünfte von Dir kennt. Persönlich habe ich mich jedoch nicht für die Einmalzahlung entschieden, sondern für die lebenslange Rente. Wäre das vielleicht bei Dir eine Option?

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