USt-ID-Nr beginnt mit 'EU' - Vorsteuer abziehbar?

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3 Antworten

Zunächst müsste die USA heute der EU beigetreten sein - gestern jedenfalls war sie noch nicht Mitglied.

Aus Sicht des deutschen Umsatzsteuerrechts befindet sich der Ort der Leistung in Deutschland (§ 3a (4) Nr. 13, (5) negativ, also (2) UStG) und ist damit in Deutschland steuerbar und steuerpflichtig.

Da Amazon in Deutschland eine Niederlassung hat, entfällt die Umkehr der Steuerschuldnerschaft (§ 13b UStG, Reverse Charge) und die Umsatzsteuer ist zutreffend ausgewiesen und berechtigt unter den üblichen Voraussetzungen zum Vorsteuerabzug.

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Kommentar von wfwbinder
21.10.2014, 18:10

DH, Top.

Aus Sicht des deutschen Umsatzsteuerrechts befindet sich der Ort der Leistung in Deutschland (§ 3a (4) Nr. 13, (5) negativ, also (2) UStG) und ist damit in Deutschland steuerbar und steuerpflichtig.

durchgehend schlüssig begründet. Auch:

Da Amazon in Deutschland eine Niederlassung hat, entfällt die Umkehr der Steuerschuldnerschaft (§ 13b UStG, Reverse Charge)

Aber, ausser:

die Umsatzsteuer ist zutreffend ausgewiesen und berechtigt unter den üblichen Voraussetzungen zum Vorsteuerabzug

dürfte ein Normalbürger nichts davon verstehen.

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Kommentar von knoll77
02.12.2016, 15:11

Wie ich schon schrieb, gibt es VAT-IDs die mit EU-... anfangen auch für Unternehmen von anderen Kontinenten, die keine Filiale in der EU haben. Ich habe so eine Rechnung von einem Dienstleister aus Australien. 

Meiner Meinung nach, beschränken sich diese Fälle jedoch nur auf Unternehmen, die elektronische Dienstleistungen verkaufen. Hier wurden die Gesetzmäßigkeiten geändert. 

In dem Fall ist das Reverse Charge ganz normal anzuwenden.

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Damit Enno den Stern bekommen kann.

Die haben eine ID, für die deutsche Niederlassung. Du kannst die Steuer als Vorsteuer abziehen, wenn bei Dir die Voraussetzungen vorliegen.

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Nee, es gibt VAT-IDs die mit EU-... anfangen auch für Unternehmen von anderen Kontinenten, die keine Filiale in der EU haben. Ich habe so eine Rechnung von einem Dienstleister aus Australien. 

Meiner Meinung nach, beschränken sich diese Fälle jedoch nur auf Unternehmen, die elektronische Dienstleistungen verkaufen. Hier wurden die Gesetzmäßigkeiten geändert. 

In dem Fall kann das Reverse Charge ganz normal angewendet werden.

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Kommentar von knoll77
02.12.2016, 15:23

Die Gesetzmäßigkeiten wurden dahin gehend verändert, dass nicht mehr das Usprungsland sondern der Erfüllungsort der elektronische Dienstleistung für die Besteuerung ausschlaggebend ist. Dabei ist auch der Besteuerungssatz des Erfüllungsortes (19% in D) anzuwenden.

Die Unternehmen sind davon wenig begeistert, da nun ihre Dienstleistungen für Privatpersonen teurer sind.

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