USt-ID-Nr beginnt mit 'EU' - Vorsteuer abziehbar?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zunächst müsste die USA heute der EU beigetreten sein - gestern jedenfalls war sie noch nicht Mitglied.

Aus Sicht des deutschen Umsatzsteuerrechts befindet sich der Ort der Leistung in Deutschland (§ 3a (4) Nr. 13, (5) negativ, also (2) UStG) und ist damit in Deutschland steuerbar und steuerpflichtig.

Da Amazon in Deutschland eine Niederlassung hat, entfällt die Umkehr der Steuerschuldnerschaft (§ 13b UStG, Reverse Charge) und die Umsatzsteuer ist zutreffend ausgewiesen und berechtigt unter den üblichen Voraussetzungen zum Vorsteuerabzug.

DH, Top.

Aus Sicht des deutschen Umsatzsteuerrechts befindet sich der Ort der Leistung in Deutschland (§ 3a (4) Nr. 13, (5) negativ, also (2) UStG) und ist damit in Deutschland steuerbar und steuerpflichtig.

durchgehend schlüssig begründet. Auch:

Da Amazon in Deutschland eine Niederlassung hat, entfällt die Umkehr der Steuerschuldnerschaft (§ 13b UStG, Reverse Charge)

Aber, ausser:

die Umsatzsteuer ist zutreffend ausgewiesen und berechtigt unter den üblichen Voraussetzungen zum Vorsteuerabzug

dürfte ein Normalbürger nichts davon verstehen.

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@wfwbinder
  • die Firma hat keine Niederlassung in D
  • es ist NICHT Amazon, sondern eine Firma aus Arizona
  • die USt ist eben NICHT ausgewiesen, sondern es steht nur der Bruttobetrag da mit dem Blabla, das in der Frage steht

Ansonsten habe ich jetzt die Thematik verstanden. Aber mir fehlt auf der Rechnung ein Betrag für die USt. Damit eben die Frage, ob ich den einfach selbst erreichnen und abziehen kann.

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Wie ich schon schrieb, gibt es VAT-IDs die mit EU-... anfangen auch für Unternehmen von anderen Kontinenten, die keine Filiale in der EU haben. Ich habe so eine Rechnung von einem Dienstleister aus Australien. 

Meiner Meinung nach, beschränken sich diese Fälle jedoch nur auf Unternehmen, die elektronische Dienstleistungen verkaufen. Hier wurden die Gesetzmäßigkeiten geändert. 

In dem Fall ist das Reverse Charge ganz normal anzuwenden.

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Nee, es gibt VAT-IDs die mit EU-... anfangen auch für Unternehmen von anderen Kontinenten, die keine Filiale in der EU haben. Ich habe so eine Rechnung von einem Dienstleister aus Australien. 

Meiner Meinung nach, beschränken sich diese Fälle jedoch nur auf Unternehmen, die elektronische Dienstleistungen verkaufen. Hier wurden die Gesetzmäßigkeiten geändert. 

In dem Fall kann das Reverse Charge ganz normal angewendet werden.

Die Gesetzmäßigkeiten wurden dahin gehend verändert, dass nicht mehr das Usprungsland sondern der Erfüllungsort der elektronische Dienstleistung für die Besteuerung ausschlaggebend ist. Dabei ist auch der Besteuerungssatz des Erfüllungsortes (19% in D) anzuwenden.

Die Unternehmen sind davon wenig begeistert, da nun ihre Dienstleistungen für Privatpersonen teurer sind.

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Damit Enno den Stern bekommen kann.

Die haben eine ID, für die deutsche Niederlassung. Du kannst die Steuer als Vorsteuer abziehen, wenn bei Dir die Voraussetzungen vorliegen.

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