Mindestreitwert, um vor Gericht klagen zu können?

2 Antworten

Es gibt keine Mindestwerte für die erste Klage, nur für die weiteren Instanzen.

Es ist also sehr unwahrscheinlich´, das die mit einer 100 Euro Klage vr dem BGH landen. Es müsste ausdrücklich zugelassen werden, wegen z. B. grundsätzlicher Bedeutung.

Ich habe auch schon mal einen Prozess über 25 Euro allgemeine Unkostenpauschale nach einem Verkehsunfall geführt und mit meinem Anwalt gewonnen. Das Urteil war für die Gegenseite nicht mehr anfechtbar, weil, wie der Anwalt mir sagte, der Beschwerdewert von 600 Euro nicht erreicht wurde.

Keine Kautionsrückzahlung bei WG-Auszug

Hallo,

Ich bin vor etwas über einem Jahr aus einer zwei Personen WG ausgezogen. Wir waren beide Hauptmieter. Die andere Mitbewohnerin und ich hatten uns zuvor zerstritten, was unter anderem dazu führte, dass sie ihr Zimmer an eine für mich komplett fremde Person untervermietete... Als ich ausgezogen bin, habe ich vom Vermieter die Anweisung erhalten, die von mir anteilig gezahlte Kaution vom Nachmieter auszahlen zu lassen. Dieser hat jedoch nicht auf meine E-Mails geantwortet. Daraufhin habe ich dem Vermieter mitgeteilt, dass ich die Kaution nun von ihm haben möchte - da ja bei Mietparteienwechsel ein neuer Mietvertrag aufgesetzt und daher die alte Kaution eigentlich ausgezahlt werden muss. Dann bekam ich diverse E-Mails meiner Mitbewohnerin und ihrer Untermieterin, dass ich die Wohnung nicht ordnungsgemäß hinterlassen hätte und sie dafür sorgen würden, dass ich keine Kaution bekäme. In Absprache mit dem Mieterschutzbund habe ich ihre E-Mails ignoriert und auf ein Treffen zur Übergabe mit den Vermietern gewartet. Dieses hat nie bei meiner Anwesenheit stattgefunden, da die Vermieter mir diesbezüglich nichts mitgeteilt haben. Ich habe erst von einer Übergabe etwas mitbekommen, als die Vermieter mir per E-Mail mitteilten, dass meine volle Kaution zur Reparatur diverser Schäden, die ich angeblich hinterlassen hätte, verwendet werden müsse. Der Mieterschutzbund riet mir, nicht darauf einzugehen, da es weder eine Übergabe bei meiner Anwesenheit noch ein Übergabeprotokoll mit meiner Unterschrift gegeben hat und mir auch keine Frist zur Beseitigung der angeblichen Mängel gesetzt worden war. Stattdessen sollte ich ein halbes Jahr warten und dann die Kaution zurückfordern.

Jetzt hat sich herausgestellt, dass ich nur gemeinsam mit meiner ehemaligen Mitbewohnerin meine Kaution zurückfordern kann, da wir beide bis zu meinem Auszug als Hauptmieter im Mietvertrag eingetragen waren. Letzten August hat meine ehemalige Mitbewohnerin sich dazu bereit erklärt, hierzu einer Anwältin ihr offizielles Einverständnis zu geben, allerdings antwortet sie seitdem weder auf Schreiben der Anwältin, noch auf Schreiben von mir. Die Anwältin meint, dass ich - sollte sie weiterhin nicht reagieren - auch gerichtlich gegen meine ehemalige Mitbewohnerin vorgehen und eine "Klage auf Auseinandersetzung der Gemeinschaft" gegen sie erheben könnte.

Weiß jemand, was genau das ist oder hat jemand Erfahrungen oder andere Ideen? Ich möchte wirklich meine Kaution zurückbekommen und habe Angst, dass die Frist, während deren ich meine Kaution zurückfordern kann, abläuft, ohne dass ich etwas habe tun können. 800 Euro sind für mich als Studentin eine Menge Geld...

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vorzeitige auflösung kautionskonto durch vermieter rechtens?

Mein Vermieter hat im Jahr 2016 mein von Ihm angelegtes Mietkautionskonto ohne mein Wissen meiner Meinung nach rechtswidrig aufgelöst, um eine offene Miete damit zu verrechnen. Die Restkaution wurde nicht mehr angelegt.

Habe das erst jetzt durch Einklagen der Kautionsunterlagen erfahren, da ich , ein Jahr nach Auszug aus der Wohnung, eine mir zustehende Kautionsabrehnung auch nach mehrmaligen Verlangn vom Vermieter nicht bekommen habe.

Weiter hat er nach der vorzeitigen Auflösung gegen mich Räumungsklage erhoben, mit der Begründung, diese eine Miete wäre noch offen, obwohl er diese ja schon nach eigenen Worten verrechnet hatte. Weiter hat er das gericht beim Vergleich 2017 mit der Aussage getäuscht, das Kautionskonto bestehe noch.

Was oder wie kann ich gegen den Vermieter vorgehen, kann ich alle Klagen und den Vergleich nach der v orzeitigen Auflösung anfechten und hätte mir nicht die Bank, bei der die Kaution angelegt und vorzeitig aufgelöst worden ist, Bescheid geben müssen?

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