Kauf eines Grundstückes (bisher Erbpacht seit 11 Jahren) - nochmals volle Grunderwerbssteuer?

3 Antworten

Leider ja.

Beim ersten Vorgang wurde die Einräumung des Erbbaurechts besteuert (18 fache des Jahresbetrages).

Nun wird das Grundstück erworben, was ja im Moment des Erwerbs noch mit dem Erbbaurechtbelastet ist. Wenn man das Eigentum von Grundstück und Erbbaurecht auf sich vereinigt, kann man das Erbaurecht natürlich löschen lassen. Man könnte es aber auch bestehen lassen und ggf. Erbaurecht un Haus veräußern.

Ich habe inzwischen vom Finanzamt einen geänderten bescheid bekommen. Die Regelung ist folgende: Die bereits bezahlte Grunderwerbssteuer wird anteilig berücksichtigt (abzüglich die bereits "abgewohnte Zeit", meint Laufzeit 100 Jahre, abzüglich 11 Jahre ==> 89% der Grunderwerbsteuer wird abgezogen).

Zuerst wurde ja vor 11 Jahren Grunderwerbsteuer für das Haus und das Erbbaurecht des Grundstücks (das Finanzamt errechnet das am Kapitalwert des Erbbauzinses) bezahlt. Nun kommt nach 11 Jahren die Grunderwerbsteuer für das Grundstück dazu.

Bislang habe ich jedoch unterschiedliche Berechnungen gefunden. Unter www.steuertipps.de wird nämlich so gerechnet.

Kaufpreis des Grundstücks minus Wert des Erbbaurecht und davon ist die Grundsteuer zu bezahlen.

Leider habe ich auch persönliche Erfahrung damit gemacht, dass das Finanzamt hier zweimal kassiert. Bei mir wurde der Wert des Erbbaurechts auf den Wert des Kaufpreises draufgelegt und davon die Zinsen berechnet. Absoluter Wucher!!!

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In die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer wurden zu Unrecht die Kapitalwerte der Wohnrechte von E. und M. einbezogen. § 9 Abs. 1 Ziff. 1 Grunderwerbsteuerrecht bestimmt, dass als Gegenleistung „der Kaufpreis einschließlich der vom Käufer übernommenen sonstigen Leistungen und der dem Verkäufer vorbehaltenen Nutzungen“ gilt. Bei den vorliegenden Wohnungsrechten handelt es sich nicht um dem Verkäufer vorbehaltenen Nutzungen. Es handelt sich vielmehr um Wohnrechte, die nicht dem Verkäufer und vormaligen Eigentümer des Hauses zustehen, sondern dritten Personen. Dies hat den Verkaufswert des Objektes eben gemindert. Außerdem handelt es sich auch bei den Wohnrechten nicht um vom Käufer übernommene Leistungen, sondern es handelt sich um Belastungen, die auf dem erworbenen Objekt ruhen.

Das Finanzamt schrieb, dass nach §8 Abs. 1 die Steuer vom Wert der Gegenleistung zu berechnen ist. Das wäre beim Kauf der Kaufpreis einschließlich der vom Käufer übernommenen sonstigen Leistungen und der dem Verkäufer vorbehaltenen Nutzungen.

Wer hat denn nun Recht? Gibt es Beispielfälle? Grüße Monika

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danke für Antworten!

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