Ist denn ein Erwerb aus einer Zwangsversteigerung moralisch vertretbar ?

3 Antworten

Die Überlegung hat schon was, aber Du hilfst mit Deiner Zurückhaltung nicht dem jenigen, dessen Haus versteigert wird.

Eher umgekehrt, wenn es einen mehr gibt der Bietet, hat er die Chance etwas mehr von seinen Schulden los zu werden.

Deine Bedenken teilen sicherlich nicht die übrigen Gläubiger der Immobilie. Trotzdem solltest Du vorsichtig sein, da häufig mit Problemen verbunden. (Bewohner ziehen nicht aus, bzw. nehmen alles mit von der Waschtischarmatur bis zur Gastherme und Teile der E-Installation). Habe das selbst als Nachbar miterlebt, der Konkurs-Nachbar verschwand über Nacht mit Therme, Steckdosen und Gartenbüschen. Einige Tage später kam der neu Eigentümer. Die Frau ist zusammengeklappt als die das Haus betreten haben und war nur noch am heulen. Anwälte und Gutachter gaben sich die Klinke in die Hand. Der neue Besitzer ist nicht eingezogen und die Bank hat alles noch einmal verkauft. Das Haus hat 5Jahre leer gestanden.

Diese Frage kannst du dir nur selbst beantworten! Wenn es zu einer Zwangsversteigerung kommt, ist das meistens ein Schicksalsschlag für die Menschen, die dahinter stehen. Ob du davon profitieren willst, kannst ja nur du entscheiden. Tatsache ist allerdings, kaufst du das Haus nicht, macht es wahrscheinlich ein anderer. Außerdem werden vom Erlös ja Schulden bezahlt, das heißt die Gläubiger sind darauf angewiesen dass jemand das Haus kauft.

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