Habe Kaufvertragsentwurf vom Notar, das Haus wird doch nicht gekauft - welche Kosten kommen auf mich zu?

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5 Antworten

Dies kannst Du in der Gebührenordnung für Notare nachlesen. Mindestens mit der Hälfte der von Dir genannten Kosten mußt Du aber in jedem Fall rechnen, denn für die Kostenberechnung wird immer der Kaufwert herangezogen.

" Auch beim Kauf eines Grundstücks gilt: Wer den Notar beauftragt, trägt die Kosten für die Erstellung des Kaufvertrags selbst dann, wenn der Vertrag am Ende gar nicht zustande kommt. Ausnahme: Der Verkäufer setzt eine Ursache für das Nichtzustandekommen. " 

http://www.frag-einen-anwalt.de/Wer-zahlt-die-Notarkosten-bei-nicht-Zustande-gekommenem-Kaufvertrag---f250768.html  

Die Kosten orientieren sich an der Gebührenordnung der Notare.

Die gebühren für den Kaufvertragsentwurf müssten grundsätzlich von dem bezahlt werden, der Kontakt zu dem Notar aufgenommen und den Kaufvertragsentwurf dort in Auftrag gegeben hat. Das ist in der Regel der Verkäufer oder ein von diesem beauftragter Immobilienmakler. Dabei sollte man sich auch nicht unter Druck setzen lassen, wenn Makler oder Verkäufer sagen, dass man als Kaufinteressent ja einen solchen Entwurf wollte.

Sofern es sich bei dem Kaufvertragsentwurf um einen Standardentwurf ohne irgendwelche individuellen Besonderheiten handelt, ist fraglich ob der Notar die Kosten dafür überhaupt in Rechnung stellen kann (aber das muss ein Jurist klären!). Grundsätzlich MÜSSEN Notare für ihre Tätigkeit gebühren in Rechnung stellen, aber gerade beim Kaufvertragsentwurf kann er darauf verzichten. das gilt insbesondere auch, wenn der Verkäufer den Entwurf auch für den nächsten Interessenten verwenden kann und da nur die persönlichen Daten des Käufers geändert werden müssen.

1% des Kaufpreises für einen Kaufvertragsentwurf sind allerdings auch deutlich überhöht. Das entspricht in etwa den doppelten Kosten für den Entwurf PLUS Beurkundung des Vertrages (inkl. Beratung).

Pepenella:

Bei vollständiger Erstellung des Entwurfs ist die Höchstgebühr des Gebührensrahmens anzusetzen (§ 92 Abs. 2 GNotG = Gerichts- und Notarkostengesetz).

Demnach sind dem Auftgraggeber in Rechnung zu stellen:

Geschäftswert 157 000 €

2.0 Gebühr 762,-- €,

Umsatzsteuer 19 % 144,78 €

zuzügl. Auslagen.

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