Betriebsprüfung bei einem An- und Verkaufsladen

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2 Antworten

Bei Betriebsprüfungen schreibt ein Prüfer ggf. Kontrollmitteilungen, wenn es ihm sinnvoll erscheint, dass der Vorgang auch beim anderen Unternehmen geprüft wird.

Beim Finanzamt des Vertragspartners wandern die Sachen in dessen Akte.

Paßt das zu dessen Geschäft und Geschäftsumfang, passiert nichts (bzw. der Prüfer sieht es sich bei einer turnusmäßigen Aussenprüfung mal an).

Hat der Betreffende aber eventuell keine Akte, oder trotz Verkäufe allein an Euch von 10.000,- Euro, nur einen Gesamtumsatz von 5.000,- angegeben, dann könnte es Grund für eine Umsatzsteuersonderprüfung, oder eine normale Aussenprüfung sein.

Kann eine solche Kontrollmitteilung auch eine nicht gewerbetreibende Privatperson betreffen?

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@ElisaRosa

Natürlich. Gehe mal davon aus, dass ein Prüfer eine Nase für Vorgänge entwickelt hat, hinter denen sich etwas verbergen kann.

Nur bei einer nicht gewerbetreibenden Privatperson passiert ja auch nichts.

Probleme gibt es nur bei Personen, die ein Gewerbe betreiben ohne es angemeldet zu haben.

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Mit Privatleuten meinst Du wohl solche, die keine Gewerbe betreiben.

Bei diesen findet keine Betriebsprüfung statt.

Wenn diese aber steuerrelevante Hinweise bei der geprüften Firma findet, werden Kontrollmitteilungen gefertigt und so können auch die "Privatleute" evtl. mit steuerlicher Auswirkung rechnen.

D.h. wenn dem Prüfer auffällt dass der Ankaufsladen von einer offensichtlich nicht gewerbetreibenden Person erheblich (z.B. oberhalb der Kleinunternehmergrenze v. 17.500€ / Jahr) eingekauft hat, könnte diese Privatperson durchaus einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung erhalten?

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@ElisaRosa

Andersum. Wenn eine Person erheblich verkauft, dann i s t sie offensichtlich gewerbetreibend.

Mit dem Fragebogen ist es dann nicht getan. Es bleibt zu prüfen, ob eine Straftat vorliegt.

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