Direktversicherung und Altersteilzeit

Bin Jahrgang 1952 und möchte ab Jan. 2014 in Altersteilzeit gehen. Habe 1995 eine Direktversicherung über meinen Arbeitgeber abgeschlossen, die Beitrage werden als Gehaltsumwandlung im November an die Lebensversicherung abgeführt, das Kapital wird im Nov. 2017 ausgezahlt. Laut meinem Vertrag ist eine Übertragung an mich bis zum vollendeten 59. Lebensjahres ausgeschlossen, ich kann jährlich die Auszahlung aber bereits ab 60 beantragen. Wenn ich ab Januar in ATZ nach dem Tarifvertrag FlexÜ der Metallindustrie/ IGM bin, erhalte ich monatlich immer ein gleiches Gehalt, dass aus dem halben bisherigen Bruttogehalt und einer steuerfreien Aufstockung durch den AG auf etwa 84 % meines bisherigen Nettogehalts besteht. Es gibt kein Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Die Beiträge in die RV erhöht der AG auf 95%, bei der Krankenkasse bin ich nicht mehr freiwillig versichert (<Beitragsbemessungsgrenze). Zusätzliche Einnahmen durch Nebentätigkeit/ Überstunden sind wegen der steuerfreien Aufstockung max. bis 450€/Monat zulässig. Wenn ich jetzt die Direktversicherung in bisheriger Weise als Einmalzahlung weiterführe erwarte ich folgende Probleme: a)Die Summe in die DV würde SV frei sein und meinen Krankenkassenbeitrag (BKK) reduzieren. Im Krankheitsfall >6 Wochen erhielte ich weniger Lohnfortzahlung. b)Die pauschale Besteuerung der Summe in die DV (20%) ist nicht mehr so lukrativ für, auch wenn ich für die steuerfreie Aufstockung durch meinen AG den Progressionsvorbehalt berücksichtige. c)Wenn ich alternativ auf monatliche Zahlung in die DV umstelle, soll die Befreiung von der SV entfallen, d.h. ich würde dann die Beiträge an die Krankenkasse und Pflegeversicherung sowohl in der ATZ als auch später auf die Kapitalauszahlung der Lebensversicherung durch die 120er Regelung doppelt bezahlen. Meine Frage: Ist es sinnvoll für mich und zulässig, dass ich den Vertrag auf mich überschreiben lasse? Ich würde die Beiträge dann aus versteuertem Nettogehalt begleichen. Sind ab diesem Zeitpunkt erwirtschaftete Zinsen (Garantiezins 4%) und die eingezahlten Beiträge nach Auszahlung des gesamten Kapitals für mich als Rentner dann Kranken- und Pflegeversicherungspflichtig? Oder ist es sinnvoller die DV ab nächstem Jahr beitragsfrei zu stellen, um Probleme mit dem ATZ-Vertrag zu vermeiden? Mit freundlichem Gruß, Peter Bruhn

Altersvorsorge, Rente, Altersteilzeit, Direktversicherung
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Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge ATZ bei der Abrechnung der Brutto-Netto-Bezüge ?

Seit dem 01.03.2009 läuft mein Altersteilzeitvertrag 3 Jahre bis zum Erreichen der normalen Altersrente. In den ersten 10 Monaten bis 31.12.2009 beinhaltete die Gesamt-Brutto Berechnung auf der Abrechnung der Brutto-Netto-Bezüge beide Aufstockungsbeträge (AtG und AtG AG zusätzlich). Im Jahr 2010 wurde in den ersten beiden Monaten diese beiden Beträge nicht mehr zum Bruttogehalt ( 50% vom bisherigen Nettoentgelt) hinzugerechnet, sondern erst als Netto-Bezüge nach dem Abzug von steuerrechtlichen- und SV- rechtlichen Abzügen ausgewiesen. Ab März 2010 bis jetzt wurde der <Aufstockungsbetrag AG> wieder zum Bruttogehalt hinzugerechnet, der <Aufstockungsbetrag AtG AG zus.> jedoch nicht. Damit verminderte sich mein Gesamtbrutto-Betrag monatlich erheblich. Der Auszahlungsbetrag blieb über den gesamten Zeitraum annähernd unverändert. Bei der Steuerberechnung für 2010 wurde festgestellt, dass ich ca. 408 € an das Finanzamt nachzahlen müsste. Für das Jahr 2009 mit 10 Monaten ATZ habe ich noch 637 € erstattet bekommen. Die einzigen Einkommensunterschiede zwischen den beiden Jahren liegen in 2009 mit 2 Monaten volles Gehalt, 10 Monate ATZ sowie Pendlerpauschale für 12 Monate, während 2010 ATZ für 12 Monate und Pendlerpauschale für 8 Monate geltend gemacht werden kann. Dies wäre ein Verlust von über 1000 € für 2010 und kann meiner Meinung nach nicht an dem Progressionsvorbehalt liegen ?

Altersteilzeit
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