Finanzbescheid Jahre später bekommen?

Hallo,
ich bin momentan in einer Situation bei der ich nicht recht weiß, was ich nun machen soll.
Meine Krankenkasse teilte mir mit, dass sie einen Finanzbescheid von 2018 brauchen, ich bin als selbstständig eingetragen. Ich war 2019 für das Jahr 2018 bei einem Steuerberater, der dann meinte ich muss nicht mehr machen, weil mein Verdienst so gering ist. Auf meinem Konto kam danach die Kirchensteuer, etc. aber in so geringen Beträgen (Cents), dass ich mir dachte mein Einkommen ist halt zu niedrig. Ich dachte das kam nun weil der Steuerberater das beim Finanzamt angegeben hat. Es sind nur so 600-700 Euro monatlich. (Durch freiwillige Spenden online, von Social Media Seiten.)
Die folgenden Jahre ist mein Einkommen nicht angestiegen und zu Corona sogar so weit gefallen, dass das meiste Geld nun von einem Freund kommt, der mir aushilft (nach wie vor 600-700 Euro, nur eben aus anderer Quelle, größtenteils eben von diesem einen Freund).
Somit dachte ich, dass 2019 und 2020 mein Einkommen eben auch "zu niedrig" ist um irgendwas angeben zu müssen. Vor allem seit es eben das geschenkte Geld von einem Freund ist.
Bisher hatte ich bei meiner Krankenkasse jedes Jahr Kontoauszüge beigelegt um mein Einkommen zu zeigen.
Ich weiß hier ist einiges falsch gelaufen und ich hätte mich definitiv besser informieren und nachfragen sollen aber ich versuche das nun wirklich in Ordnung zu bringen und mein Leben zu organisieren aber weiß nicht was ich als nächstes machen soll? Soll ich das Finanzamt kontaktieren und die Situation erklären? Einen Steuerberater kann ich mir momentan nur sehr, sehr schwer leisten, vor allem weil ich davon ausgehe nun irgendwas nachzahlen zu müssen?
Ich bin für jegliche Hilfe dankbar, besonders was nun meine nächsten Schritte sein sollten!

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Finanzbescheid 

Vermutlich ist ein Einkommensteuerbescheid gemeint. Ansonsten bitte erläutern, was das sein soll.

Die Richtigkeit dieser Vermutung vorausgesetzt, kann das Fehlen eines Steuerbescheides so begründet werden:

Gemäß § 56 Satz 1 Nummer 2 Buchstabe a) EStDV besteht für mich nicht die Verpflichtung, eine Einkommensteuererklärung für das Kalenderjahr 2018 zu übermitteln, weil der Gesamtbetrag der Einkünfte den Grundfreibetrag nach § 32a Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 EStG nicht überstiegen hat.

Aus der fehlenden Verpflichtung ergibt sich, dass eine Festsetzung nicht vorgenommen worden ist und ein entsprechender Bescheid daher nicht vorliegen kann.

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Da es ein DBA zwischen Deutschland und der Türkei gibt, gilt Folgendes:

  1. Ruhegehälter: Diese werden im Ergebnis nach Artikel 18 (2), 22 (2) DBA in Deutschland von der Besteuerung ausgenommen, unterliegen jedoch dem Progressionsvorbehalt.
  2. Vermietung: wird ebenfalls von der Besteuerung ausgenommen, unterliegen aber dem PV, Artikel 6 (1), 22 (2) DBA.

Sofern es in Deutschland keine einkommensteuerpflichtigen Einkünfte gibt, entfaltet der PV keinerlei Wirkung und es kommt in Deutschland zu keiner Versteuerung.

Da es insbesondere bei den Ruhegehältern noch einige Ausnahmen gibt, die durchgeprüft werden müssen, solltet ihr diese Prüfung durch einen Berater vornehmen lassen. In bestimmten Konstellationen gilt die Aussage zu Nummer 1 nämlich nicht.

Zum DBA geht es hier entlang.

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Müssen wir nun den Erbanteil von der Oma, auch an deren Kinder auszahlen?

Wieso das denn? Wenn ihr ein Haus kauft, beläuft sich doch das Vermögen sowohl des bisherigen als auch des neuen Eigentümers auf nicht mehr und nicht weniger als vorher.

Eine weitere Auszahlung an die Kinder der Oma würde ja bedeuten, dass das Haus doppelt bezahlt würde.

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So wie auch niemand neben dir steht an der Ampel und dir bei Rot sagt, dass du jetzt nicht die Straße überqueren darfst, steht auch niemand neben dir und rechnet nach, ob du zur Einreichung einer bestimmten Steuererklärung verpflichtet bist.

Wie soll das denn auch gehen? Da bräuchte ja jeder seinen Privatfinanzbeamten.

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Das hängt von drei Faktoren ab:

  1. Welchen Teil der Festsetzung betrifft das Änderungsbegehren? (Beispiel: FA hat AfA abweichend festgesetzt --> Betriebsausgabe/Werbungskosten | FA hat Krankheitskosten nicht anerkannt --> nicht ansetzbar).
  2. Die Klage muss verhältnismäßig sein. Wenn es nur darum geht, dass Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte nachträglich vorgelegt werden sollen, dann dürfte das FA den Abzug versagen.
  3. Du musst den Prozess verlieren, denn wenn du gewinnst, zahlt das Finanzamt und du hast nichts, was geltend gemacht werden könnte.
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Beim Finanzamt melden, Kontoauszug der Finanzkasse anfordern.

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Ps: Im Internet konnte ich auch nichts finden

Das ist aber auch schwer.

https://www.google.com/search?q=verpflichtungsgesch%C3%A4ft+erf%C3%BCllungsgesch%C3%A4ft&rlz=1C1GCEU_deDE821DE827&oq=verpflichtungsgesch%C3%A4ft&aqs=chrome.4.69i57j0i512l6j69i61.7131j0j1&sourceid=chrome&ie=UTF-8

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Nebenberuflich - Freiberuflich Tätig - Neue Steuernummer?

Hallo Zusammen,
ich habe eine etwas tricky Sachlage.
Folgendes:
Ich bin Vollzeit Angestellt und habe demnach eine Steuernummer und lasse die Steuererklärung jährlich machen.
Nun ist es so, dass ich Hobbymäßig Sängerin bin und ich das nun in Zukunft nebenberuflich als Hochzeitssängerin als Freiberuflerin gegen Bezahlung ausüben möchte. Da nicht von einem Gewinn über 17.500,00 € auszugehen ist (schön wärs), ist nach meiner bisherigen Recherche keine Gewerbeanmeldung notwendig (da ich nicht beabsichtige Merchandise zu verkaufen, etc). Demnach bin ich von der Umsatzsteuer befreit und schreibe Rechnungen dann quasi als "brutto=netto" Ich muss wohl die Freiberuflichkeit nur beim Finanzamt anmelden. Soweit so gut. Nur ist es so, dass ich gelesen habe, dass mir dann eine Steuernummer zugeteilt wird. Die Sache ist aber die, dass ich ja bereits eine habe (da Vollzeitbeschäftigte) - Und jetzt kommt noch der Knackpunkt. Mein Ehemann und ich geben eine gemeinsame Steuererklärung ab. Ist das auch noch möglich, wenn ich die Freiberufliche Tätigkeit ausübe oder geht das nicht? Soweit ich recherchiert habe muss ich eine jährliche "Einnahmen/Ausgaben Rechnung" erstellen um den Gewinn zu ermitteln welchen ich in der Steuererklärung unter "Einnahmen aus Selbstständiger Arbeit" angeben muss!?
Ich hoffe jemand in ner ähnlichen Situation oder mehr Know How kann hier bisschen Licht ins dunkel bringen.... Da will man nur Kunst machen und bekommt so eine Bürokratiewelle um die Ohren gehauen :P

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Da weiß man echt nicht genau, wo man anfangen soll.

  1. Sängerin ist kein Gewerbe, sondern eine künstlerische Tätigkeit. Aus diesem Grund ist eine Gewerbeanmeldung nicht notwendig.
  2. Die Erfordernis einer Gewerbeanmeldung hängt nicht am Gewinn.
  3. Von der Umsatzsteuer befreit sein können nur Umsätze, darum heißt die so. Personen sind keine Umsätze.
  4. Fürs Singen gibt es keine Umsatzsteuerbefreiung.
  5. Es wäre die Inanspruchnahme der Kleinunternehmerregelung möglich und hier wohl auch sinnvoll.
  6. Die Steuernummer, die das Finanzamt erteilt, gilt ausschließlich für die Umsatzsteuer. Die bisherige nutzen dein Mann und du gemeinsam für die Einkommensteuer.
  7. Der Gewinn wird in einer Einnahmen-/Überschussrechnung ermittelt. Das Ergebnis wird in die Anlage SO eingetragen. Die einzelnen Zahlen werden in der Anlage EÜR eingetragen.

Das alles ist Grundschulwissen der Steuerfachangestellten, aber kein Hexenwerk.

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Wie kann ich den Steuersatz, den ich zahlen werden muss, herausfinden?

Indem du die Einkünfte ermittelst, den Grundfreibetrag addierst und dann in einem Steuerrechner einträgst.

Die so ermittelte Steuer dividierst du durch vorher ermittelten Einkünfte, allerdings ohne den dazuaddierten Grundfreibetrag. Schon hast du den Durchschnittssteuersatz.

Um den Grenzsteuersatz zu ermitteln, ziehst du von den Einkünften (plus GFB) 100 Euro ab und führst die Berechnung nochmals durch. Die Differenz zwischen beiden Ergebnissen ist der Grenzsteuersatz.

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Du hast ein Missverständnis über Deinen Status bzw. wirfst hier einiges durcheinander.

Der Reihe nach:

Gewerbe

Unterrichtende Tätigkeiten sind nicht gewerblich, also ist dafür auch kein Gewerbe anzumelden.

Stattdessen sind solche Tätigkeiten freiberuflich. Du bist also selbständig und die Aufnahme der Tätigkeit muss dem Finanzamt mitgeteilt werden.

Umsatzsteuer

Die Tätigkeit ist nicht umsatzsteuerbefreit, weil du eine natürliche Person bist und keine Körperschaft (§ 4 Nr. 21, 22 UStG).

Allenfalls kann hier von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch gemacht werden. Das ist, weil du aber für einen Unternehmer tätig bist, unvorteilhaft.

Einkommensteuer

Ob die Übungsleiterpauschale greift, kann hier nicht beurteilt werden, wird aber unterstellt. In diesem Rahmen wäre die Tätigkeit in der Tat von der Steuer ausgeschlossen.

Sozialversicherung

Da du nur für einen Auftraggeber tätig bist, ist hier die Scheinselbständigkeit zu prüfen. Es spricht viel für eine Scheinselbständigkeit, so dass du im sozialversicherungsrechtlichen Sinn Arbeitnehmerin bist. Das ist insbesondere für deinen Auftraggeber ein Risiko.

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Was ist hier mit "aufteilen" gemeint?

Eine GmbH ist wie ein Kind. Hat man erstmal eins in die Welt gesetzt, wird man es so schnell nicht wieder los und man kann es auch nicht zerstückeln.

Soll die Gesellschaft aufgespalten werden? Sollen nur die Anteile durch mehrere Gesellschafter gehalten werden? Sollen die Assets verkauft werden?

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Indem du systematisch vorgehst.

Wenn du weißt, dass du Geld bekommst, hast du ja schon mal das erste Konto. Und "bar" heißt Kasse.

--> Kasse an

Den Betrag kennst du auch:

--> 595,00 Kasse an

Was passiert? Du hast dem Kunden Ware verkauft, es ist also ein Erlös. In dem Erlös steckt Umsatzsteuer. Rechnen kannst du?

--> 595 Kasse

an

500 Erlös

95 Umsatzsteuer.

Was genau ist an einem solchen Buchungssatz schwer?

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48000/72 Monate = 666,67 pM

2021: 9 Monate = 9*666,67= 6.000

2022: 8.000

2027: 3 Monate = 3/666,67 = 2.000

Was ist das? Mathematik zweite Klasse?

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Natürlich ist das möglich.

Wenn die GbR nicht vermögensverwaltend ist, muss aber auf die Konsequenzen geachtet werden. Eventuell ist das, was in Rechnung gestellt wurde, Sonderbetriebsausgabe bei der GmbH.

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Rümane 

Merkt man gar nicht.

Ich würde mich entvatern. Wenn sich meine Kinder ihrer Herkunft schämen, würde ich sie aus dem Kindschaftsverhältnis entlassen.

Persönlich hätte ich auch keine Lust am Umgang mit Menschen, die andere Menschen auf deren Herkunft reduzieren.

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Kann ich da ein Nachlassinsolven z[Anm.EB]verfahren beantragen?

Kannst du sicher, aber was hat das jetzt mit den Steuererklärungen zu tun? Möchtest du zu der Eingangsfrage auch etwas wissen?

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