Wohnungskündigung nicht Fristgerecht eingegangen & um einen Monat verschoben.Kündigung dann Nichtig?

5 Antworten

Fakt ist:

Du hast die Wohung gekündigt. Der Brief wurde zu spät abgegeben, daher wurde die Kündigung nicht zum gewünschten Datum anerkannt.

Das ist bei jedem Vetrag so, warum sollte es bei einem Mietvertrag anders sein?

Du wolltest diesen Monat umziehen, ein Umzug kostet immer Geld. Hebe Dir das Geld auf, dann hast Du es auch noch im Juli.

Ich kann mir ehrlichgesagt nicht vorstellen, warum die Kündigung unwirksam sein soll.

Ihr habt großes Glück, dass euch der Vermieter noch eine Frist bis 31.07. eingeräumt hat. Das hätte er nicht machen müssen.

Ich kann mir ehrlichgesagt nicht vorstellen, warum die Kündigung unwirksam sein soll

Weil die gesetzliche Frist nicht eingehalten wurde und sie somit unwirksam ist...

@XtraDry

"Verzögert sich  z. B. der Zugang der Kündigung unvorhergesehen über den 3. Werktag eines Monats hinaus, berührt dies die Wirksamkeit der Kündigung nicht; vielmehr wirkt diese dann zum nächst zulässigen Termin." Textpassage aus "Haufe Vermieter-Lexikon"

Die Kündigung ist wirksam, zwar nicht zum 31.03.11, sondern zum 30.04.11! Man überlegt sich schon vorher, ob man kündigt. Nur wenn der Vermieter einverstanden ist und die Kündigung als gegenstandslos betrachtet kann das Mietverhältnis fortgesetzt werden.

Aber der Vermieter will das nicht und hat großzügigerweise einer Räumung bis zum 31.07.11 zugestimmt. Wenn die Wohnung bis dahin nicht  zurückgegeben wird, wird es verdammt teuer! Also bis dahin neue Wohnung suchen, ist ja genügend Zeit dafür.

Ist sie erst spaeter eingegangen, aendert dies grundsaetzlich nichts an ihrer Wirksamkeit, sehr wohl aber am Zeitpunkt, zu dem sie wirkt

Ich wüsste nicht, woraus sich das ergeben sollte. Die Willensäußerung des Fragestellers ist eindeutig, rechtlich jedoch unwirksam, weiter nichts...

Eine unwirksame Kündigung beendet das Mietverhältnis nicht. Es sei denn ihr hättet euch auf den 30.4. geeinigt.

danke für die vielen antworten. ja, ich weiß schon, dass man die wohnung nicht unbedacht kündigt und wenn dann eigentlich auch nur mit einschreiben. ich dachts mir schon, dass das nicht so einfach ist, diese kündigung dann wieder zurück zu ziehen. naja, dann wird wohl doch nen umzug ins haus stehen, wenn es sich der vermieter nicht nochmal anders überlegt. 

vielen dank erstmal!

 

Deine Kuendigung haette spaetestens am 5. Januar beim Vermieter eingehen muessen, um zum 31.3. zu wirken. Ist sie erst spaeter eingegangen, aendert dies grundsaetzlich nichts an ihrer Wirksamkeit, sehr wohl aber am Zeitpunkt, zu dem sie wirkt. Eine einmal wirksam ausgesprochene Kuendigung kann auch nicht einseitig zurueck genommen werden. Deine Kuendigung wirkt also zum 30.4. und du kannst sie ohne Zustimmung des Vermieters auch nicht zurueck nehmen (vereinfacht ausgedrueckt).

Keinesfalls solltets du pipimanns Empfehlung folgen und einfach drin bleiben. In diesem Fall sollte eine Raeumungsklage zwar ziemlich schnell gehen (deren Rechtmaessigkeit muss gar nicht erst ueberprueft werden, da hier ja ein Kuendigungsschreiben des Mieters vorliegt), kostet aber trotzdem ein paar Tausender. Die muesstet ihr im hier doch ausserordentlich wahrscheinlichen Unterligensfall selbst bezahlen. Ausserdem waeren hier noch Schadensersatzansprueche des Vermieters vorstellbar. 

Ihr solltet das Mietverhaeltnis also entweder zum 30.4. beenden oder auf den Vermietervorschlag 31.7. eingehen (sofern der diesen weiterhin aufrecht erhaelt). Spaetestens dann muesst ihr aber raus.

Ist sie erst spaeter eingegangen, aendert dies grundsaetzlich nichts an ihrer Wirksamkeit, sehr wohl aber am Zeitpunkt, zu dem sie wirkt

Für eine derartige Auslegung ist mir keine Rechtsgrundlage bekannt. Fakt ist, dass eine verspätet eingegangene Kündigung unwirksam ist, weiter nichts. Wenn der Vermieter diese unverändert anerkannt hätte, hätte man dies als einvernehmliche Aufhebung deuten können, denn die Willensäußerung des Fragestellers besagt, dass er das Mietverhältnis zum 31.03. beenden möchte, im Zweifel auch mit Zustimmung des Vermieters. Man kann die Willensäußerung des Fragestellers aber nicht einfach umdeuten...

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