Wo kann ich meine bisherigen Arbeitgeber einsehen?

5 Antworten

Hat er seine Lohn und Gehaltszettel noch?

Ansonsten muß er jeden AG anschreiben, Anrufen und um einen Bescheid bitten, von wann bis wann er dort beschäftigt war. Aber eigentlich hat man den auch, da man diesen bescheid auch fürs Arbeitsamt braucht.

Dann sollte er sowieso mal damit anfangen die Arbeitsnachweise zu Sammeln, wenn er irgendwann einmal in Rente gehen will, und er kann einen Zeitraum nicht nachweisen, wird im dieser fehlende Zeitraum auch nicht auf die Rente angerechnet.

Natürlich weiß er fast alle Arbeitgeber, allerdings war er auch drei mal
zur Überbrückung bei Zeitarbeitsfirmen (für sehr kurze Zeit).

da sollte er mal selbst seine arbeitszeugnisse suchen...

Für zwei Wochen bei einer Zeitarbeitsfirma gab es kein Arbeitszeugnis.

@kaddistgt

Aber es hätte eine Arbeitsbescheinigung gegeben, wenn er diese verlangt hätte.

Man soll sich von jeder (!) Beschäftigung einen Nachweis geben lassen -wie kurz sie auch gewesen sein mag-, damit man seine Einträge im Lebenslauf nachweisen kann.

krass...

soviele arbeitgeber zu haben.

und unterlagen (abrechnungen, Kontoauszüge, rentennachweise) auch nicht archiviert, scheint ja alles durchorganisiert zu sein.

mit glück und wohlwollen könnte die Rentenversicherung auskunftgeben.

Es kann eben nicht jeder bei nur zwei oder drei Arbeitgebern in seinem Leben sein...Hebst du alle Kontoauszüge über einen Zeitraum von 15 Jahren auf? Chapeau! Es gibt auch Situationen, in denen so etwas verloren gehen kann, zum Glück hast du die noch nicht erlebt!

@kaddistgt

also ich habe da so einen grossen karton im keller, da liegt alles drin, nicht fein sortiert aber es ist da irgendwo drinne.

das stimmt allerdings das sowas verloren gehen kann.

ich würde auf jedenfall bei der RV probieren

@Kiboman

... und diesen Karton wirft man dann weg, wenn der Rentenbescheid auf dem Tisch liegt :))

Ich würde es mal beim Finanzamt probieren, wenn er schön artig seine Steuererklärung gemacht hat, haben die alle Angaben.

Die Idee ist gut, aber die Chance auf eine erflogreiche Durchführung ener Anfrage halte ich für aussichtslos.

@verreisterNutzer

Hab ich damals so gemacht und hat super geklappt ;) und ganz zur Not schummelt er halt im Lebenslauf. Man reicht sowieso nur das letzte Arbeitszeugnis ein und nach dem Rest fragt eigentlich niemand ^^ also aufrunden so dass es lückenlos ist :p

@verreisterNutzer

Finanzamt war auch nicht erfolgreich. Was macht man denn, wenn das haus abfackelt und es keine Unterlagen mehr gibt?

@Karolinchen1988

Es werden beglaubigte Nachweise benötigt. Wie soll er denn da schummeln?

@Karolinchen1988

Im Bereich Kanalbau wird sicher das letzte Zeugnis reichen - nicht so bei anspruchsvolleren Positionen. Dort kann es sehr schnell passieren, dass man die Bewerbung bereits aufgrund ihrer Unvollständigkeit verwirft.

Bei Bewerbungen, die an Behörden gerichtet sind, sollte man lieber nicht "aufrunden", ohne die Zeitstrecken belegen zu können.

Finanzamt: Hätte ich nicht gedacht - dann vielleicht doch eine Möglichkeit für die Fragestellerin!

@kaddistgt

Hmm dann eventuell bei der Krankenkasse / Rentenversicherung als das wo man halt Abzüge für bezhalt ^^

Also bei mir wusste es das Finanzamt genau, wegen der Lohnsteuer halt.

Ich arbeite in der Personalabteilung und wir verlangen immer nur das letzte Arbeitszeugnis, damit die Bewerbungen nicht zu umfangreich werden. Aber das ist bei jedem Arbeitgeber unterschiedlich.

@Karolinchen1988

Wenn das nicht ausdrücklich so von der Geschäftsleitung angeordnet ist, ist das gefährlich, weil es Zeugnisbetrügern "Tür und Tor" öffnet.

Sollte so etwa auftreten, würde man der Personalabteilung Nachlässigkeit vorwerfen.

@verreisterNutzer

Es ist aber ausdrücklich von den Geschäftsführung gewünscht ;) und ich weiß, dass es in vielen Unternehmen so gemacht wird.

@kaddistgt

Wenn das Haus abfackelt, sind die wichtigen Papiere (also auch die Arbeitszeugnisse) selbstverständlich in einer feuerfesten Dokumentenbox gewesen, und haben den Brand unbeschadet überstanden.

@Karolinchen1988

Ich weiß nicht, in welcher Branche Du arbeitest - aber solch eine Vorgehensweise ist für eine Personalabteilung eigentlich untypisch! 

@verreisterNutzer

In einem mittelständigen Industrieunternehmen mit 2000 Mitarbeitern um genau zu sein und bei immer mehr offenen Stellen wird mittlerweile angegeben die "letzen" Zeugnisse. Sprich der höchste Schulabschluss (denn niemanden interessiert auf welcher Grundschule man war) und das letzte Arbeitszeugnis. Das machen nicht nur wir so, aber danke für das Angreifen ;)

@Karolinchen1988

Auch mittelständische Unternehmen machen nicht immer alles richtig ;-))

@verreisterNutzer

Weil das Feuer den Keller nicht erreicht hat?

@verreisterNutzer

Das behaupte ich auch gar nicht;) wir machen das was die Geschäftsführung/Betriebsrat angeordnet wird.

@Karolinchen1988

Dann einfach weiter so...

... und wenn später mal etwas ist, kommt der berühmte Spruch: "Das haben wir immer so gemacht."

@Karolinchen1988, ich will Dich hier in keiner Weise kritisieren oder angreifen - ich gebe nur zu bedenken, dass man auch mal die "eingetretenen Pfade" verlassen kann. Verbesserungsvorschläge sind doch nie verkehrt.

Wie oft hört man von Bewerbern / Arbeitnehmern, die sich durch gefäschte Zeugnisse oder Lebensläufe in Positionen gebracht haben, die sie gar nicht hätten bekleiden dürfen - wenn die Personalabteilungen aufgepasst hätten. In diesem Zusammenhang erinnere ich auch an diverse Doktorarbeiten hochrangiger Politiker...

An Deiner Stelle würde ich die Geschäftsführung noch einmal auf diese bei Euch herrschende Systemlücke hinweisen, und mir noch einmal die jetzige Vorgehensweise bestätigen lassen. Dies würde ich entsprechend dokumentieren - und wäre "aus dem Schneider".

Gruß @Nightstick

(30+ Jahre Erfahrung im Personalmanagement)   

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