Wie wird genau Jahresarbeitsverdienst berechnet?

5 Antworten

Warum sich den Kopf zerbrechen? Arbeitgeber und Finanzämter liefern Dich die Vorlage dazu....

hallo Leute, bezogen darauf eine weitere Frage.. Ich bin angestellt und selbständig(kleines Geschäft) zugleich! Im Angestelltenverhältnis habe ich ca. 28.000 EUR verdient, allerdings habe ich auf der anderen Seiten in der Selbstständigkeit ca. 15.000 EUR minus erzielt aufgrund der Neuanschaffung zur Eröffnung. Wie wird in diesem Fall mein JAV berechnet? Muss ich nun mit dem mindest-JAV zur Berechnung der Unfallrente auskommen? Bitte um eine Antwort. Vielen Dank.

Vielleicht nur noch zur Klarstellung: die letzten 12 Monate vor dem Unfall nehmen, alle Bruttobezüge zusammenzählen, Sonderzahlungen dazuzählen (in aller Regel sind das Urlaubs- und Weihnachtsgeld) und fertig ist der Jahresarbeitsverdienst.

Den Jahresarbeitsverdienst wird übrigens der BG durch den Arbeitgeber bescheinigt. Fallen in dieses Jahr Zeiten ohne Entgelt (z. B. beim Bezug von Krankengeld) wird dieser Zeitraum durch die BG rechnerisch mit dem Durchschnittsentgelt aus diesen 12 Monaten "aufgefüllt" (§ 82 Abs. 2 SGB VII).

ALLES, was du im zu bemessenden Jahr verdient hast...ohne Abzüge.

Hoi.

§ 82 SGB VII Regelberechnung

(1) Der Jahresarbeitsverdienst ist der Gesamtbetrag der Arbeitsentgelte (§ 14 des Vierten Buches) und Arbeitseinkommen (§ 15 des Vierten Buches) des Versicherten in den zwölf Kalendermonaten vor dem Monat, in dem der Versicherungsfall eingetreten ist. Zum Arbeitsentgelt nach Satz 1 gehört auch das Arbeitsentgelt, auf das ein nach den zwölf Kalendermonaten abgeschlossener Tarifvertrag dem Versicherten rückwirkend einen Anspruch einräumt.

§ 14 SGB IV Arbeitsentgelt

(1) Arbeitsentgelt sind alle laufenden oder einmaligen Einnahmen aus einer Beschäftigung, gleichgültig, ob ein Rechtsanspruch auf die Einnahmen besteht, unter welcher Bezeichnung oder in welcher Form sie geleistet werden und ob sie unmittelbar aus der Beschäftigung oder im Zusammenhang mit ihr erzielt werden. Arbeitsentgelt sind auch Entgeltteile, die durch Entgeltumwandlung nach § 1 Absatz 2 Nummer 3 des Betriebsrentengesetzes für betriebliche Altersversorgung in den Durchführungswegen Direktzusage oder Unterstützungskasse verwendet werden, soweit sie 4 vom Hundert der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung übersteigen. Steuerfreie Aufwandsentschädigungen und die in § 3 Nummer 26 und 26a des Einkommensteuergesetzes genannten steuerfreien Einnahmen gelten nicht als Arbeitsentgelt.

§ 15 SGB IV Arbeitseinkommen

(1) Arbeitseinkommen ist der nach den allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften des Einkommensteuerrechts ermittelte Gewinn aus einer selbständigen Tätigkeit. Einkommen ist als Arbeitseinkommen zu werten, wenn es als solches nach dem Einkommensteuerrecht zu bewerten ist.

Hier gibt es einen sogenannten "Arbeitsentgeltkatalog":

http://mitgliedschaft.portal.bgn.de/8667

Ciao Loki

Hallo Loki

vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe schon das gleiche gefunden, nur da steht nicht genau was berechnet wird. So wie ich das verstanden habe, wird alles mitberechnet was ich in der letzten 12 Monaten verdient habe, Bruttogehalt mit allen Zulagen und ohne Abzüge z.b. Krankenkassebeiträge, Rentenbeiträge etc. Habe auch gegoogelt nach Jahresarbeitsverdient mit Beispielrechnungen, hab aber nix genaueres gefunden. Ich hoffe du kennst dich damit gut aus und kannst mir genau erklären.

http://mitgliedschaft.portal.bgn.de/8667 hier steht z.B. Tabakwaren, was hat das mit den Arbeitsentgelt zu tun? Bin kein Raucher, aber das verstehe ich nicht :P

@jimmy888

Ja, es ist so einfach - alles zusammenrechnen.

http://mitgliedschaft.portal.bgn.de/8667&wc_id=19671&wc_p=1

Das Beispiel mit den Tabakwaren bezieht sich wieder auf sogn. Deputate:

"Die kostenlose oder verbilligte Überlassung von Tabakwaren durch den Arbeitgeber an Arbeitnehmer zum Verbrauch im Betrieb stellen Aufmerksamkeiten dar und sind steuer- und beitragsfrei." Wer also bei Reemtsma oder einer anderen Zigarettenherstellung arbeitet und dort billiger oder umsonst was bekommt, muss das nicht angeben.

Bekannter ist das eigentlich im Ruhrgebiet mit der Kohle (/de.wikipedia.org/wiki/Deputatlohn).

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