Wer erbt wie letztlich wie viel von einem Haus wenn der Ehemann stirbt?

5 Antworten

Also erben die Frau eine Hälfte des Anteils ihres Mannes also ein Viertel des Hauses und die 3 Kinder das restliche Viertel.

Wirtschaftlich betrachtet stimmt das. Rein rechtlich bilden diese Personen jedoch eine Erbengemeinschaft, die gesamthänderisch den 1/2 Anteil hält.


Aber eine Tochter verzichtet auf ihren Anteil. Wem fällt ihr Anteil zu?

Ich nehme an, du meinst mit "verzichten", die nachträgliche Erbausschlagung und keinen vorheriger Erbverzicht. In diesem Fall wird die Tochter so behandelt, als ob sie bei Eintritt des Erbfalles nicht mehr gelebt hätte. Ihr Anteil fällt also in erster Linie an ihre Kinder. Sofern diese nicht vorhanden sind, wächst der Anteil den weiteren Kindern des Verstorbenen an. Sie würden insgesamt also jeweils 1/4 Erbteil erhalten.



Nach der gesetzlichen Erbfolge erbt bei vorhandenen Erben erster Ordnung die Ehefrau 1/2 (bei Zugewinngemeinschaft also dem gesetzlichen Güterstand) die andere Hälfte die Kinder. 

Also wenn eins der Kinder die Erbschaft ausschlägt, erben die anderen Kinder entsprechend mehr, die Ehefrau bekommt weiterhin die 50%

Übrigens gehört das Vermögen bei Zugewinngemeinschaft nicht automatisch beiden Ehepartner zu Hälfte. Vorher vorhandenes Vermögen sowie während der Ehe durch Erbschaft dazugekommenes Vermögen zählt nur zum Vermögen des jeweilen Ehepartners.

Übrigens gehört das Vermögen bei Zugewinngemeinschaft nicht automatisch beiden Ehepartner zu Hälfte. Vorher vorhandenes Vermögen sowie während der Ehe durch Erbschaft dazugekommenes Vermögen zählt nur zum Vermögen des jeweilen Ehepartners.

Falsch: "Wird der Güterstand durch den Tod eines Ehegatten beendet, so wird der Ausgleich des Zugewinns dadurch verwirklicht, dass sich der gesetzliche Erbteil des überlebenden Ehegatten um ein Viertel der Erbschaft erhöht; hierbei ist unerheblich, ob die Ehegatten im einzelnen Falle einen Zugewinn erzielt haben." bestimmt § 1371 I BGB :-O

Tatsächlich beerbt die Längstlebende ihren Gatten neben Kindern zu 1/4, § 1931 I BGB und bekäme gleichhohen pauschalierten Zugewinn n. § 1371 BGB und noch die Hausratgegenstände n. § 1932 BGB.

G imager761

@imager761

Ich musste das auch 2x lesen ... 1/4 = gesetzlicher Anteil, aber  ... bei Zugewinngemeinschaft erhöht um 1/4 .... 1/4 plus 1/4 = 1/2

So wie ich, aber auch der Fragesteller festgestellt hat.

Wenn das Haus der Ehefrau zur Hälfte gehört, ist die Erbmasse ja nur die andere Hälfte. Davon erbt  sie gesetzlich wiederum die Hälfte. Ihr gehören dann 75 %.

Die weiteren 25 % erben die Kinder zu gleichen Teilen.

verzichtet ein der Kinder auf ihr Erbteil. wird dieses ebenfalls zu 50 % an die Mutter fallen und je 25 % an die beiden Geschwister

verzichtet ein der Kinder auf ihr Erbteil. wird dieses ebenfalls zu 50 % an die Mutter fallen und je 25 % an die beiden Geschwister

Nein. Gem. §§ 1931, 1371 BGB bleibt es bei einem Miteigentumsanteilszufall der Witwe von 1/2, die andere Hälfte fällt den Erben i. S. d. § 1932 II BGB zu, sh. § 1924 I BGB.

G imager761

Aber eine Tochter verzichtet auf ihren Anteil. Wem fällt ihr Anteil zu?

Den Geschwistern.

Denn nach § 1932 II BGB fällt bei Ausschlagung, die nach dem Erbfall auch mündlich erklärt oder durch konkludentes Handeln als Verzicht wirksam wird, der anteilige Reinnachlass "demjenigen an, welcher berufen sein würde, wenn der Ausschlagende zur Zeit des Erbfalls nicht gelebt hätte."

Zunächst beerbt die Witwe hierüber den Miteigentumsanteil ihres Mannes n. §§ 1931, 1371 BGB zu 1/2 sowie die darin eingebrachten Hausratgegenstände als Voraus, § 1932 BGB.

Die andere Hälfte wird dann n. § 1924 I, IV BGB zu gleichen Teilen unter den Abkömmlingen (Kindern) des Erblassers vererbt.

Mithin sind nach Umschreibung des Grundbuches die Witwe zu 6/8, jedes ihrer anderen beiden Kinder zu je 1/8 neue Miteigentümer der bebauten Immobilie.

G imager761

wenn kein Testament vorhanden ist, ist erst mal die frau Alleinerbin.

es sind noch drei Kinder da. die eine tochter stirbt. hat sie Kinder wird der 3.teil entsprechend geteilt. die andern beiden Kinder erben jeweils einen 3,teil

...falsch, Eltern, Geschwister bzw. deren Kinder kommen soweit vorhanden der Reihe nach ins Boot!

@schleudermaxe

Falsch, der Reihe nach die Kinder und dann niemand, § 1924 BGB.

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