Wenn man sein Fahrrad aufm Gehweg schiebt, muss es dann komplett verkehrstauglich sein? (zB Lichter)

Das Ergebnis basiert auf 17 Abstimmungen

Nein, so ein Unsinn 47%
Ja, muss verkehrstauglich sein 41%
Sonstiges 11%

5 Antworten

Nein, so ein Unsinn

Solange man sein Fahrrad schiebt, gilt man als Fußgänger mit allen Rechten und Pflichten (man darf z.B. nicht auf den Radweg schieben). Der Zustand des Rades ist solange egal, wie man niemanden gefährdet. In diesem spziellen Fall war der Polizist etwas übereifrig.

Das Fahrrad darf geschoben werden. Neulich beobachtete ich eine Kontrolle, an dessen Fahrrad keines der Lichter brannte. Er musste sein Gefährt schieben.

Nein, so ein Unsinn

Sonst müsstest du ja einen Transporter mieten, wenn du dein Fahrrad in die Werkstatt bringen willst, weil ein Licht kaputt ist. Natürlich darfst du ein Fahrrad schieben, auch wenn es kein Licht hat. Man darf ja auch mit dem Skateboard in der Hand auf laufen...

Mit der Logik hab ich mir das bisher auch begründet, nur die Aussage von dem Verkehrs-Cop hat mich irritiert.

@3k3i1

Zeige ihn an wegen Nötigung. Dann entscheidet der Richter wer Recht hat ;)
(nicht ernst gemeint)

Nein, so ein Unsinn

Mit dem Fahrrad schiebend bist Du ein Fußgänger. Da gelten die Ausstattungsvorschriften für Fahrräder nicht.

Sonstiges

Sehr interessante Frage! Nur mal zur Kenntnis: Wenn ein Kfz in einer privaten Garage steht, für den Verkehr zugelassen, die HU-Plakette (TÜV) ist abgelaufen, ein Polizist geht vorbei und sieht es, ist ein Bußgeld fällig. Denn das Kfz ist zugelassen und muss deshalb o.k. sein. Das ist aber nur beim Kfz so. Steht ein Fahrrad im nicht verkehrssicheren Zustand am Straßenrand, kann es die Polizei sicher beanstanden (sie hätte aber allein in Großstädten schon sehr viel zu tun, bei all den Schrotträdern, die rumstehen). Wird es geschoben, dann würde ich mich auf die Hinterbeine stellen. Aber grundsätzlich gilt die StVZO natürlich auch für ein Fahrrad, das geschoben wird. Fahrrad ist Fahrrad. Es ist eine Frage der Situation. Es wäre grds. nur eine Ordnungswidrigkeit. Hier gilt das sog. Opportunitätsprinzip, d.h. die Polizei kann (darf) eingreifen, oder auch nicht (muss nicht, im Gegensatz zu Straftaten). Ob das Handeln der Polizei im Einzelfall rechtens war, sollte man allerdings lieber erst im Nachhinein prüfen lassen, sonst kann man sich leicht mehr Ärger einhandeln als die Sache wert ist.

Ein Auto hat mir die Vorfahrt genommen. Kann da noch was kommen?

Hi,

hatte vorhin einen leichten Zusammenstoß mit einem Auto, welches vermutlich verbotener Weise (Der Fahrer konnte nur in eine Einbahnstraße einbiegen oder auf dem Gehweg Parken) nach links abbiegen wollte. Ich, mit meinem Fahrrad auf der Mitte der Straße unterwegs, sah das Auto noch kommen und dachte, das Auto würde noch anhalten, deswegen habe ich erst recht spät gebremst. Letztendlich ist der Fahrer dann trotzdem weiter gefahren, und ich bin mit schrittgeschwindigkeit an die vordere Felge mit meinem Reifen drangefahren. Hierbei wurde nichts beschädigt, da bin ich mir zu 100% sicher. Nun aber war es so, dass der Fahrer mich anschließend für den Zusammenstoß verantwortlich machen wollte, schließlich hätte ich seiner Meinung nach früher anhalten sollen, da ich gesehen hätte dass er nach links wollte!!! Darüberhinaus suchte er dann an seinem Fahrzeug nach Beschädigungen, und war zunächst der Meinung, ich wäre für eine AUSGEBESSERTE, in seinen Augen aber beschädigte Stelle verantwortlich. Daraufhin habe ich ihm deutlich gesagt, dass er MIR die Vorfahrt genommen hat und ich nur leicht ans Vorderrad gestoßen bin. Anschließend hat der Autofahrer anscheinend einen Rückzieher gemacht, sich von mir verabschiedet und ist weg. Personalien, Kennzeichen oder sonstiges wurden nicht ausgetauscht.

Nun ist meine Sorge, dass der Autofahrer zu unrecht versucht, mich womöglich für einen Schaden haftbar zu machen, den ich gar nicht verursacht habe und versucht, die Schuld auf mich zu schieben, dass ich hätte früher bremsen sollen und womöglich noch, dass wir/ich ohne Austausch von Personalien den Unfallort verlassen haben, wobei er ja damit augenscheinlich einverstanden war. Kann da noch was kommen?

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