Wem gehört das Taschengeld offiziell?

8 Antworten

Rechtlich gesehen können eltern das gekaufte zirückgeben lassen wenn es einen gewissen geldbetrag überschritten hat ich glaube 50€. Ansonsten ist es deine sache was du damit machst. Ab 14 bist du dann teils geschäftsfähig und kannst bestimmte verträge auch alleine abschließen.

Eine genaue Summe gibt es da nicht, Richtlinie sind Taschengeldparagraf und Taschengeldtabelle des Jugendamtes.

Mit 14 Jahren hat man in dieser Beziehung keine weitergehenden Rechte als mit 13.

Auch als Kind bist du rechtsfähig, kannst als auch eigenes Eigentum haben, § 1 BGB. 

Jedoch obliegt den Eltern die Vermögenssorge nach § 1626 Abs. 1 BGB. Sie können also das Vermögen treuhänderisch verwalten.

Beim Abschluss von Kaufverträgen oder Schenkungen kommt es darauf an, ob das Verpflichtungsgeschäft überhaupt wirksam vereinbart werden kann. Für rechtlich nachteilige Geschäfte benötigt der Minderjährige die Einwilligung der Eltern, § 107 BGB. Fehlt diese und wurden die Leistungen nicht zum Beispiel nach § 110 BGB bewirkt, ist der Vertrag unter Umständen nichtig.

Wenn Eltern Taschengeld zahlen, ist das sowas wie eine "Besitzübergabe", sprich ein Gegenstand,... wechselt den Besitzer. In diesem Fall bekommt man das Taschengeld geschenkt. Ich denke, rechtlich gesehen, gehört das Geschenk dann auch dem Beschenkten (wahrscheinlich muss man, wenn man die Sache ganz genau nimmt, auch noch einen Vertrag aufsetzen, der von beiden Seiten unterschrieben wird). Doch im Fall des Taschengeldes ist das wieder was anderes. Da die Person, die das Geld bekommt, ja minderjährig ist, gehört das Geld zwar ihr, doch sie darf es nicht eigenständig, sprich nur mit Erlaubnis der Eltern verwenden, also ausgeben, da die Eltern das Geld verwahren müssen und für Ihr Kind haften. Also, Taschengeld gehört zwar dem Kind, nützt ihm, ohne Erlaubnis der Eltern aber relativ wenig.

sprich nur mit Erlaubnis der Eltern verwenden, also ausgeben

Das stimmt so nicht.

Taschengeld darf das Kind im Rahmen des Taschegeldparagrafen ausgeben, wofür es das möchte. Die Eltern haben da kein Mitspracherecht.

@beangato

Auch nach dem sog. Taschengeldparagraphen ist die Einwilligung erforderlich. Man kann in der Hingabe des Geldes eine solche Einwilligung sehen; dies bedeutet jedoch wiederum nicht, dass die Einwilligung nicht zurückgezogen werden könnte.

Der Taschengeldparagraph heißt übrigens nicht mal wirklich "Taschengeldparagraph"; die Bezeichnung ist irreführend.

@beangato

Doch, siehe § 110 BGB.

Das heißt: Wenn ich mir mit meinem Taschengeld ein Produkt kaufe, gehört es dann offiziell mir oder meinen Eltern?

In der Regel gehören die Sachen Dir laut Taschengeldparagraf, aber wenn man z.B. größere Sache bzw. teure Sachen kauft wie z.B. ein großer Fernseher, dann greift die § nicht und die Eltern können den Kauf rückgängig machen.

MfG

Johnny

aber wenn man z.B. größere Sache bzw. teure Sachen kauft wie z.B. ein großer Fernseher, dann greift die § nicht und die Eltern können den Kauf rückgängig machen

Das ist grundsätzlich falsch.

@AalFred2

Das ist grundsätzlich falsch.

@I@

Google mal Taschengeldparagraf ; was ich getan habe und dann wirst Du erkennen das Du falsch liegst.

@johnnymcmuff

Der §110 BGB ist mir auch ohne google bekannt. Du müsstest mir allerdings die Stelle zeigen, an der etwas von gösseren oder teureren Sachen steht. In meinem BGB steht davon nichts.

Das Taschengeld gehört dir - genauso wie andere Geschenke.

Allerdings haben deine Eltern ein Vetorecht bei fast allem was du kaufst - abgesehen von einfachen Lebensmitteln und anderen Waren bis ca. 10 Euro.

Weiterhin dürfen deine Eltern jederzeit dein Eigentum, also auch dein Geld aus erzieherischen Gründen einziehen und für dich aufbewahren.

> abgesehen von einfachen Lebensmitteln und anderen Waren bis ca. 10 Euro.

Auch da, jegliche rechtlich nachteilige Geschäfte bedürfen der Einwilligung, § 107 BGB. Etwas anders würde gelten, wenn die Leistung mit eigenen Mitteln bereits erbracht wurde, dort gibt es jedoch keine Schranke bezüglich der Höhe, § 110 BGB.

@Haglaz

Ich denke, bei normalen Käufen bis ca. 10 Euro wird üblicherweise der sog. Taschengeldparagraph greifen. Bei allem darüber könnten die Eltern jederzeit behaupten, dass der Betrag höher als das von ihnen zugestandene Taschengeld ist und das Kind somit nicht unabhängig darüber verfügen darf.

@Georg63

Blöderweise steht in §110 BGB gar nichts von Taschengeld. Also ist die Höhe auch irrelevant. Es können auch 10000€ sein, wenn sie zur freien Verfügung stehen.

@AalFred2

Ja wenn .... und darüber entscheiden die Eltern.

@Georg63

Also siehst du ein, dass das Ganze von der Höhe des Betrags völlig unabhängig und dein voriger Beitrag somit falsch war. Schön.

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