Meine Eltern bestimmen mit wem ich befreundet sein darf und mit wem nicht!

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Wie du vielleicht schon festgestellt hast, gibt es zu einigen Angelegenheiten keine genauen gesetzlichen Regelungen. Bei Kleinigkeiten zum Beispiel, die im Alltag ganz schön groß werden können. Musst du zu Hause bei der Hausarbeit mithelfen? Generell gilt, dass deine Eltern bist zu deiner Volljährigkeit die Aufsichtspflicht über dich haben und somit überall auch mitentscheiden können. Laut Gesetz hast du aber auch ein Recht auf eine Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Dass diese nicht gefördert wird, wenn du nach der Schule nur Hausaufgaben machen darfst und danach bis abends den Haushalt machen musst, ist offensichtlich. Im Klartext heißt das, du ein Recht auf Freiräume und Freizeit hast und mit zunehmendem Alter dich auf eigenen Füßen bewegen und eigene Entscheidungen treffen sollst. Es bedeutet aber auch, dass du aber auch Verantwortung übernehmen musst und dich daran gewöhnst, deinen Pflichten nachzukommen. In einem gewissen Rahmen können deine Eltern daher durchaus von dir verlangen, bei der Hausarbeit mitzuhelfen oder dein Zimmer aufzuräumen.

Dieses Recht auf eine Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit, kann ganz verschiedene Sachverhalte betreffen.

Deine Eltern haben z.B. rein rechtlich gesehen die Möglichkeit zu bestimmen, mit wem du dich triffst und mit wem nicht. Sie würden aber ihr Sorgerecht missbrauchen, wenn sie dir den Umgang mit einem Freund verbieten, nur weil sie ihn oder seine Eltern nicht mögen. Sie dürfen das nur, wenn für du durch eine Person gefährdet bist. Wenn deine Freunde Drogen konsumieren zum Beispiel. Sie haben dann das Recht dich persönlich oder sogar durch die Polizei an diesem Umgang zu hindern. Dürfen sie das auch bei dein Freund oder deiner Freundin? Wenn dadurch nicht eine konkrete Gefahr für dich entsteht: nein. Wenn es sich um eine normale, freiwillige Liebesbeziehung handelt, ist das nicht der Fall.

Deine Eltern haben also nicht nur das Recht über dich zu bestimmen, sondern haben auch die Pflicht dir zunehmend ein selbständiges und eigenverantwortliches Leben zu ermöglichen. Und dazu gehört eben auch Ausgehen, Partys, Freunde und die Liebe. Das weiß man besonders auf dem Jugendamt oder bei Beratungsstellen. Bei großen Schwierigkeiten mit deine Eltern hast du jemanden, der dir hilft.

http://www.deine-rechte.de/html/das-duerfen-meine-eltern-deine-rechte.html

Eltern haben besonders im dem Alter auch eine erzieherische Verantwortung und daher dürfen sie schon mal Freundschaften verbieten, wenn sie der Meinung sind, dass es dem eigenen Kind nicht gut tut. Habe mit einem Vater gesprochen, dessen 13 jährige Tochter engeren Kontakt zu einer Klassenkameradin suchte, die er aber für einen schlechten Einfluss für seine Tochter hielt, weil die sich öfter rumtrieb und keinen guten Freundeskreis hatte. Und er wollte nicht, dass die Tochter da mit reingezogen wird, was ich gut verstehen kann. Er hat ihr den Umgang dann zwar nicht direkt verboten (weil Kinder es auch Trotz dann gerne gerade erst recht machen), aber er hat sich geweigert, sie hinzufahren oder sie in seinem Haus zu haben. Und sie wohnte in einem anderen Ort und mit Busverbindungen ist es bei uns nicht weit her.

Und es hat geklappt, sie hat sich dann anders orientiert. So was ist vollkommen in Ordnung für Eltern.

Nicht in Ordnung wäre, wenn sie den Kontakt zu Freunden verbieten wollen, einfach weil die Familie ärmer ist oder nicht aus den selben Kreisen stammt. Kinder sollten sich grundsätzlich schon ihre Freunde aussuchen dürfen, denn dann lernen sie auch die Unterschiede kennen und einschätzen. Später, wenn sie mal älter sind, dann kann man eh nicht mehr so gut Einfluss nehmen auf die Freundschaften und bis dahin sollten die Kinder dann gelernt haben, selbst einzuschätzen, welche Freundschaft einem gut tut und welche nicht.

So ist es mit meinem Sohn (12) gerade. Er hat einen Freund, mal sind sie dicke Freunde, mal ist dieser Freund boese, beleidigt ihn und mein Sohn wollte auch eine Weile nichts von ihm wissen deswegen. ABer ich halte mich da raus, so lange es nicht zu extrem ist, weil ich will, dass mein Sohn lernt, mit so einer Situation umzugehen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Auch, sich von einer Freundschaft zurück zu ziehen, wenn man merkt, dass sie einem nicht gut tut.

Ja, deine Eltern dürfen als Erziehungsberechtigte deinen Umgang kontrollieren und gegebenenfalls auch verbieten. Frag sie nach den Gründen, wenn du gute Argumente gegen ihre Entscheidung hast, werden sie sicher mit sich reden lassen. Aber bedenke auch, dass sie ja vielleicht Recht haben könnten, und deine Freunde wirklich gefährlich oder schädlich für dich sind.

ka, aber du solltest was daran ändern. solang es gute menschen sind die nichts böses wollen oder machen, kannst du mit denen befreundet sein. rede mit deinen eltern oder geh zum jugendamt. oder warte been 5 jahre ab, dann kannst du ausziehen.

Theoretisch dürfen sie dir das verbieten. Man sollte zwar drauf hören was einem die Eltern sagen aber ich an deiner Stelle würd meine Eltern da einfach ignorieren. Immerhin ist es auch dein Leben, dein Freundeskreis und deine Freizeit .. in manche Dinge sollten sich Eltern nicht einmischen und wenn sie dich deswegen bestrafen: Egal, immerhin hast du deine Freunde.

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