Welche Strafe erwartet mich bei nach Abfeuern einer Schreckschusswaffe in der Öffentlichkeit?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der so genannte Kleine Waffenschein wurde mit dem Inkrafttreten des neuen Waffengesetzes von 2002 eingeführt. Der Kleine Waffenschein ist in Deutschland ein Waffenschein gemäß § 10 Abs. 4 Satz 4 WaffG, der den Inhaber zum „Führen“ (Ausübung der tatsächlichen Gewalt über eine Waffe außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume oder umfriedeten Besitztums) von Signal-, Reizstoff- und Schreckschusswaffen berechtigt. Diese müssen mit dem PTB-Prüfzeichen versehen sein.

Zum bloßen „Erwerb“ einer entsprechenden Waffe wird, anders als oft fälschlich vermutet, noch kein Kleiner Waffenschein benötigt. Für ihn werden im Gegensatz zum „großen“ Waffenschein nur Volljährigkeit, persönliche Eignung und Zuverlässigkeit vorausgesetzt. Auch das Besitzen und gegebenenfalls Benutzen einer solchen Waffe auf Privatgelände bedarf keines Kleinen Waffenscheines. Er wird also tatsächlich nur dann benötigt, wenn eine solche Waffe außerhalb von Privatgeländen zugriffs- und einsatzbereit am Körper geführt werden soll.

Die Benutzung einer Schreckschusswaffe außerhalb eines befriedeten Grundstücks wiederum erlaubt auch der Kleine Waffenschein nicht, auch nicht an Silvester — eine Schussabgabe ist nur in tatsächlichen Notwehrsituationen erlaubt. In einem solchen Fall darf die Waffe jedoch auch dann verwendet werden, wenn sie ohne Kleinen Waffenschein – also unerlaubt – mitgeführt wurde.

Der Kleine Waffenschein ist keine Erlaubnis zur Benutzung der Waffe.

Richtig. Aber was ist nun mit der Strafe bei einem Verstoß?

@HansKi

Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten mit Geldbußen bis zu 10.000 Euro geahndet oder Es droht eine Gefängnisstrafe bis zu 3 Jahren und die Einziehung der Waffe.

soll das bedeuten dass man die schreckschusswaffe auch ausserhalb des grundstücks in notsituation abfeuern darf.auch wenn man noch nicht mal einen kl. waffenschein hat?

Hallo also eine ornungswidrichkeitsanzeige wirst du aufjedenfall bekommen.ich habe jetzt selbst einen Fall wo ich bei einer verfolgungsjagt nach einem Dieb zwei mal geschossen hab und danach das der Polizei berichtet hab,die Waffe wurde erstmal sicher gestellt und weil ich in der öfentlichkeit geschossen hab die anzeige halt.alles weitere folg,ich nehme an das ich eine geldszraffe bekommen werde und gegebenfals den Kws abgeben muss wieder,das weiß ich noch nicht bekomme noch bescheid bis jetzt habe ich ihn noch aber das kann sich noch ändern wenn der Brief kommt mal sehen,ich werde wenn es soweit ist noch weiteres berichten.bis bald.

Antwortet mir doch bitte auf meine Frage. Mir ist klar, dass es ausserhalb befriedeten Besitztums nicht erlaubt ist, damit zu schießen. Ich will lediglich wissen, was als Höchststrafe für ein Vergehen dieser Art angesetzt ist.

Entzug Deines KWS und eine Haftstrafe nicht unter 5 Jahren (s. Verstoss gegen das Waffengesetz)

@quietprof

Bis zu 5 Jahren nicht unter 5 jahre

generell bedarfes auch zum abfeuern einer ssw einer schiesserlaubnis.allerdings ist man seitens der ordnungsbehörden dazu übergegangen den gebrauch vonn ssw an sylvester stillschweigend zu dulden.

wer ohne die erforderliche Genehmigung mit einer Schusswaffe schießt handelt ordnungswidrig. Das Tatmittel wird in der Regel eingezogen, der Täter verliert in der Regel seine Zuverlässigkeit. Werden sogenannte echte Vogelschreck (Pyro-Knall Patronen) verschossen ist das eine Straftat gegen das Sprengstoffgesetz, der Besitz dieser Dinger verlangt einen Munitionserwerbschein!

Das Bußgeld kann bis 10.000 Euro betragen. Nach dem OWI Gesetz kann ein PVB von einer Anzeige absehen.

Woher ich das weiß:Beruf – staatl. anerkannter Waffensachkundeausbilder

Was möchtest Du wissen?