Wasserschaden am Haus

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Ich fürchte, die Versicherung wird hier nicht zahlen. Falls doch, würden sie ihre Zahlung um den Selbstbehalt kürzen. Allerdings ist der Umstand, dass Feuchtigkeit / Schnee durch ein nicht ausreichend dichtes Dach eindringt, auch durch die erweiterte Elementargefahrendeckung nicht erfasst. Dort sind Schneedruck/ Schneelast und Lawinen versichert, aber nicht eindringender Flugschnee oder Schmelzwasser. Es gibt halt immer noch Restrisiken, die nicht versicherbar sind...

Hallo. Erst einmal muss geklärt werden, ob die Versicherung hier zahlen muss. Liegt hier eventuell ein Mangel im Gewerk vor (Handwerker? Wann wurde das Dach gemacht?)Auf jeden Fall muss so ein Schaden repariert werden. Auftretener Schimmel ist stark gesundheitsschädlich.

"... der rät mir von der Schadenmeldung ab" ist Blödsinn, selbst wenn sich im Nahchinein herausstellt, dass der Schaden unterhalb der Selbstbeteiligung liegt, ist eine Schadenmeldung sinnvoll, weil die Schadenhöhe sich durch Folgeschäden auch noch verändern kann, und nach meiner Erfahrung der Schaden sowieso höher als 500 € sein wird. Bitte beachten: das ganze muß auch professionell getrocknet werden, und solche Trocknungsfirmen sind nicht billig - ist aber wichtig ! Also melden, Handwerker dazuholen, Zusage der Versicherung einfordern, welche Kosten sie übernimmt Beste Grüße kawestus www.sbb-steinmann.de

Also, die Elementarschadenversicherung deckt Schäden durch Schneedruck ab. Wenn also der Schnee durch sein bloßes Gwicht das Dach beschädigt hat, und dadurch Tauwasser eindringen konnte, ist sowohl die Reparatur des Daches als auch der Folgeschaden (Nässe) am Haus versichert. Normalerweise ist es aber in solchen Fällen so, Dass einfach der "Wasserstand" durch den tauenden Schnee so hoch steigt, dass das Wasser durch vorher bestehende Ritzen oder Löcher eindringt. Bei einem normalen Regenguss würde kein Wasser eindringen, weil diese Löcher abgedeckt sind und nur durch hohes stehendes Wasser erreicht werden können. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Schneedruck das Dach beschädigt hat ist eher gering und Du musst als Geschädigter die Schadenursache nachweisen. das dürfte nur gelingen, wenn sich das Dach abgesenkt hat und die Dachhaut eingerissen ist. In jedem Fall solltest Du den Schaden Deiner Versicherung melden (Obliegenheitsverpflichtung im Schadenfall: unverzügliche Meldung beim Versicherer). Sonst ist der Versicherer auf jeden Fall von der Zahlungspflicht befreit. Normalerweise beträgt die Selbstbeteiligung (SB) bei Elementarschäden 10% des Schadens, mindestens jedoch 500 €, maximal 5000 €. Wenn die Versicherung den Schaden anerkennt, reichst Du die Handwerkerrechnungen ein und die Versicherung zahlt den Betrag abzüglich der SB. Wenn Du die Forderungen an den Handwerker abtrittst, erhält dieser die Entschädigung vom Versicherer und wird Die eine weitere Rechnung über den SB-Betrag senden. Nach meiner Erfahrung als Schadenbearbeiter bei einer Versicherung wird aber die SB in dedem Fall überschritten. Wenn professionell getrocknet und die Dämmung erneuert werden muss, bist Du schnell bei 3000 - 5000 €. Allerdings muss ich leider sagen, dass ca. 90% dieser Schäden halt kein versicherten Schaden darstellen, sondern wirklich nur Schäden durch "Regenwasser" durch bestehende Gebäudeöffnungen sind. Die sind nicht versicherbar.

In der Elementarschadenversicherung ist der Scheedruck als solches mitversichert. Wenn der Schaden durch Schneedruck entstanden ist( Durch das Gewicht des Schnees wurde das Dach beschädigt) würde ich das auf jeden Fall der Versicherung melden. Wenn der Schaden dadurch entstanden ist das das Dach einfach undicht ist und diese Schäden nicht durch den Schneedruck entstanden sind dürfte es in deiner Versicherung nicht abgedeckt sein. Wenn du es dann durch die Versicherung regulieren lässt ist es am einfachsten die Rechnung erstmal zu zahlen, die Rechnung einzureichen und den Differenzbetrag von der Versicherung erstattet zu bekommen.

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