Was für einen Sinn hat hier die Gleitzeit/Flexible Arbeitszeiten?

16 Antworten

Eine Gleitzeitvereinbarung ist je nach Branche/Firma sehr individuell.

Dieses permanente Freitag früher frei machen wird oft durch Abwechslungslisten oder wie bei euch durch MindestanwesenheitsDauer unterbunden.

Es kann durchaus sein, dass das Abfeiern deiner Überstunden nur tagesweise mit Genehmigung vom Chef möglich bzw. vorgesehen ist.

Eure Regelung bezieht sich anscheinend nur darauf den Beginn und das Ende der Arbeitszeit etwas zu verschieben.

Dein "Chef"? = Dein direkter Vorgesetzter? - Gibt es einen Betriebs- oder Personalrat den du rückfragen kannst? Personalabteilung?

Die Arbeitszeiten vor und nach der Kernzeit sind dem einzelnen Beschäftigten überlassen, doch muss er sich insgesamt im Durchschnitt an die arbeits- oder tarifvertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit halten. Eine Begrenzung erfährt die gleitende Arbeitszeit auch durch die arbeitsschutzrechtlichen Regelungen des Arbeitszeitgesetzes, täglich max 10 h und wöchentlich max 48 h. Diese beinhaltet auch Regelungen über die einzuhaltenden Arbeitspausen: 30 Min nach 6 h und 45 Min nach 9 h.

Eine Begrenzung erfährt die Gleitende Arbeitszeit durch ihre eigenen Ausführungsbestimmungen - so sind i.d.R. ja auch (in begrenzter Menge) monatsübergreifende Übertragungen von Plus- und Minuszeiten möglich, die meistens zum Jahresende ausgeglichen sein müssen.

Nur im vorliegenden Fall wohl nicht.

==> Ich rate dem Unternehmen, die Gleitzeit wieder abzuschaffen!

In dem Falle heißt die Gleitzeit, dass du entscheidest ob du morgens früher kommst und früher gehst oder später kommst und später gehst.

Wenn du laut Vertrag 8h arbeiten musst, dann musst du das auch tun.

Dir ist aber frei gelassen, wie du zw. 7 und 9 bzw. 16 und 18 Uhr diese Zeit legst.

Du unterschreitest dann ja regelmäßig immer Freitag die im Vertrag geregelten 8 Stunden.

So wie Du es beschreibst, hätte es der Chef wohl gerne - das widerspricht jedoch dem Grundgedanken einer Gleitenden Arbeitszeit.

Ich kenne Gleitzeit nur so, dass man eine bestimmte Anzahl an Stunden in der Woche arbeiten muss und dass man sich die Stunden aufteilen darf. Mein Freund arbeitet zum Beispiel jeden Tag von 7-16 uhr und am Freitag von 7-13 uhr.

Aus deiner Sicht muss ich leider sagen, dass dein Chef recht hat. Die Gleitzeit mit Kernzeit ist zwar dafür da, dass du dir die Arbeit ein bisschen freier einteilen kannst.

Wenn aber im Arbeitsvertrag steht, dass du pro Tag mindestens 8 Stunden arbeiten musst, dann ist das leider so.

Die beiden Dinge kollidieren nicht miteinander. Du kannst frei entscheiden, wann du (außerhalb der Kernarbeitszeit (7 Stunden)) die 8 Stunden sozusagen "voll machst".

Ich denke, dass die Lösung des Problems ein klärendes Gespräch mit deinem Chef ist. Wenn du ihn nett darum bittest und ihm zeigst, dass du trotzdem die gleiche Arbeitslast vollbringst dürfte das meiner Meinung nach kein Problem sein.

Vielleicht kannst du im Anschluss auch deinen Arbeitsvertrag umschreiben lassen, falls das möglich ist.

Ich hoffe, dass ich dir bei deinem Problem helfen konnte.

Gruß

Das wird mit großer Wahrscheinlichleit so nicht im Arbeitsvertrag stehen! Das wäre absolut ungewöhnlich.

Im Arbeitsvertrag steht gewöhnlich die wöchentliche Arbeitszeit (z.B. Vollzeit = 40 Stunden), die bei einer normalen 5-Tage-Woche -heruntergebrochen auf einen Arbeitstag- zwar rechnerisch acht Stunden Arbeit pro Tag ergeben, was aber nur bei einer festen Arbeitszeit Sinn ergibt.

Bei Vorhandensein von Gleitzeit ist die tägliche Arbeit ohne Belang, weil man sich nur an die Kernzeit halten muss.

Ich wiederhole mich: Hier scheint der Chef ein falsches Verständnis von der Arbeitsform ´Gleitzeit´zu haben.

@verreisterNutzer

Wie gesagt: Es hängt davon ab was im Arbeitsvertrag steht. Sollte lediglich die Wochenarbeitszeit von 40 Stunden stehen hast du selbstverständlich recht.

Dann dürfte man sich die Arbeitszeit frei einteilen und muss nur zur Kernarbeitszeit anwesend sein.

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