Warum sind Arbeitslose so unbeliebt und werden alle über einen Kamm gescherrt

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo stringmaus2012,

zum einen differenzieren viele Menschen nicht und übernehmen gerne die gängigen Vorurteile, die noch aus einer Zeit stammen, als es Arbeitslose gab und Menschen, die (gutes) Geld verdienten.

Aber diese Zeiten sind längst vorbei. In einer Zeit, in der eine Krise der nächsten folgt, die Firmen teilweise unterirdische Löhne zahlen und Mitarbeiter freisetzen, reden wir nicht mehr ausschließlich über eine Gruppe von 2 oder 3 Millionen. Sondern die Zahl ist wesentlich grösser. Denn man muss auch die hinzurechnen, die Transferleistungen beziehen, obwohl sie Vollzeit arbeiten gehen.

Hinzu kommt, dass die Politiker medienwirksam gerne ihren Teil dazu beitragen und auf Arbeitslosen herumhacken. "Wasch dich und rasier dich, dann findest du auch einen Job" tönte es aus dem Mund des Ministerpräsidenten Beck von Rheinland-Pfalz. Und auch andere Politiker gaben die "Marschrichtung" vor, in dem sie die Bezieher von ALG I und ALG II an den gesellschaftlichen Rand drücken.

Da ist es doch als Bürger einfach, in dasselbe Horn zu stoßen. So falsch kann das dann doch auch nicht sein, denken sich viele ohne darüber nachzudenken, dass sie möglicherweise bald auch dazugehören könnten.

Schnell unterstellt man den Beziehern von Transerleistungen, sich auf Kosten der Gesellschaft auszuruhen, obwohl man fairerweise und respektvoll jeden Einzelfall solo betrachten und bewerten sollte. Aber das macht ja Mühe und so weit geht das Interesse an den Mitmenschen nicht. Deshalb folgt man lieber Vorurteilen in der Hoffnung, daß es einen selbst nicht erwischt.

LG vom Polarfuchs

Danke für's Sternchen;)

Ob arbeitslose Menschen wirklich durchweg unbeliebt sind, wage ich zu bezweifeln. Wie bei jeder anderen Gruppe von Menschen kommt es auch bei Arbeitslosen darauf an, wie sie sich konkret verhalten. Von sie sich genauso verhalten, wie es ein Arbeitender tut werden sie sicherlich, von einigen Ausnahmen abgesehen, auch genauso behandelt. Ein Image wird natürlich auch von Medien, speziell vom Fernsehen geprägt. Das Image, das Menschen dort haben, schlägt manchmal, in abgeschwächter Form, auf die Realität zurück.

eigendlich sollte man ja meinen das der Mensch so gepolt ist das er den armen hilft. Das ist ja dieses Scheinheilige getuhe jährlich zur weinacht.

Die Realität sieht ganz anders aus. man hilft den Reichen damit diese noch reicher werden, in der hoffnung das die reichen dann irgendwas zurückgeben, und man selbst an diesem Status lecken kann..... L O L !!!

Die Reichen sind natürlich die die dann was zu lachen haben!, sie bestimmen Politik und Gesellschaft. und um ihre Position zu sichern machen sie den "mittelstand" weiss, das sie noch mehr abgeben müssen (steuern) etc. mit der Begründung das die Armen Penner halt Kosten verursachen....

Naja.. was sollman dazu noch sagen! Tritt den Kapitalismus in die Eier! und hilf den Armen! So wie es von Allah oder eben Gott gewünscht wird...

Da fragt sich einer wieso in dieser Kapitalistischen Welt dieser Gott so verhasst ist :)

Die meisten denken gleich daran, dass ein Arbeitsloser ein Schmarotzer ist, welcher sein ganzes Leben durch das Geld anderer Leute finanziert. Bei vielen stimmt das eben auch und mich macht es auch wütend, wenn ich für jemanden arbeiten gehe, der nachher das schönste Leben führt und nur zu Hause rumsitzt.. Aber die meisten machen sich auch keine Gedanken drüber, das man durch Krankheiten oder psychische Probleme arbeitslos werden kann. Für die Betroffenen ist es schon schwer genug damit zu leben und dann werden sie noch abgestempelt, weil sie nicht arbeiten... Ich denke die Regierung müsste mal ein besseres System einführen, damit auch wirklich kontrolliert wird, wer arbeiten kann und wer nicht..

Und wer nicht krank ist, der kann auch arbeiten! Meistens liegt das Problem am Auftreten des Bewerbers, an ungenügende schulische Leistungen oder an schlechten Bewerbungsschreiben. Aber jeder einzelne kann etwas dagegen unternehmen!

Würde nicht sagen, dass Arbeitslose grundweg unbeliebt sind. Nicht jeder der seinen Job verloren hat, ist daran auch selber schuld.

Das Negativimage wird von den Medien verbreitet und trägt zur Meinungsbildung bei. Jeder Fall ist ein Einzelfall und sollte so auch bewertet werden.

Was mich z. B. stört wenn ich in Foren haufenweise Anfragen lese in denen es heisst, woher bekomme ich Geld ? Manche glauben, sie können auf Kosten der Steuerzahler ihren Lebensunterhalt finanzieren lassen.

Sicher bekommt nicht jeder ALG Bezieher sofort wieder einen Arbeitsplatz. Wer sich aber intensiv um einen Areitsplatz bemüht, für den stehen die Chancen nicht schlecht.

Freilich ist das auch vom Alter abhängig, ob man einen neuen Job bekommt. Wer mal die 50. überschritten hat, bei dem schwinden die Chancen auf einen neuen Job.

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