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Hallo puffpuffacidmix

Der Grund dafür ist, dass das Tierschutzgesetz explizit Zwang verlange, damit die Verbotsvorschrift greifen kann:

https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/__3.html

Es ist verboten, ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen oder für sexuelle Handlungen Dritter abzurichten oder zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artwidrigem Verhalten zu zwingen.

Zudem sind Verstöße gegen diese Vorschrift nur eine Ordnungswidrigkeit, eine Straftat kann erst erfüllt sein, wenn dem Tier erhebliche Schmerzen oder Leiden zugefügt werden oder das hier dabei getötet wird:

https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/__17.html

Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
1.ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder
2.einem Wirbeltier
a) aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder
b)länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden
zufügt.

Somit ist logisch gesehen theoretisch möglich mit einem Tier Sex zu haben ohne eine Verbotsregel zu erfüllen und wenn eine Tat keine Verbotsregel erfüllt dann ist sie mangels Verbot trivialerweise legal.

Jedoch dürfte es praktisch zumindest für die Ordnungswidrigkeitenvorschrift sehr schwierig ein Gericht davon zu überzeugen kein Zwang gegen das Tier angewandt zu haben, es sei denn der sexuelle Angriff ging von dem Tier aus.

LG

Darkmalvet

Wobei Sex mit Menschen immer artwidrig ist.

@Bitterkraut

Knackpunkt ist aber, dass explizit von "zu zwingen" die Rede ist, somit wird die Verbotsvorschrift nicht erfüllt, wenn der Zwang nicht erfüllt ist.

Die Formulierung mit der Artwidrigkeit hat der Gesetzgeber vermutlich eingebaut, damit es weiterhin legal bleibt ein Tier zum Sex mit einem Artgenossen zu zwingen bzw abzurichten.

Ohne diese Formulierung hätten Tierzüchter, je nachdem welche Methoden sie anwenden mit Verfolgung rechnen müssen.

@Bitterkraut

Du hast die Bedeutung des Begriffes "artwidrig" offenkundig nicht verstanden (bzw. wohl eher nicht verstehen wollen).

@Darkmalvet, UserMod Light
Die Formulierung mit der Artwidrigkeit hat der Gesetzgeber vermutlich eingebaut, damit es weiterhin legal bleibt ein Tier zum Sex mit einem Artgenossen zu zwingen bzw abzurichten.

Nein, niemand "zwingt" in der Zucht Tiere zu Sex mit Artgenossen. Dürfte auch schwierig werden.

Und es wäre auch absolut sinnfrei, da Tiere - anders als gewisse Menschen - grundsätzlich kein Problem mit Sex haben: "Tiere haben keine Lustprobleme, weil Sex für sie keine Bedeutung hat.

Wenn beispielsweise ein Schwein keinen Sex haben will und ein anderes Schwein will, geht das Schwein, das Sex will, weiter und penetriert ein anderes, williges Schwein. Und das erste Schwein schreit nicht: Wie kannst Du mir das antun?" (Dr. David Schnarch, Sexualtherapeut)

Aber wenn z.B. eine Kuh in die Duldungsstarre verfällt (weil der Bulle sie aufgrund des Torbogenreflexes besteigen möchte), dann ist es nicht "artwidrig", wenn da kein Bulle sondern stattdessen ein Mensch wäre. Denn es liegt in ihrer Art, in Duldungsstarre zu verfallen.

Fun fact: In der Tat gibt es kaum noch Züchtung mittels Sex. Heutzutage besteigen männliche Tiere ein Gestell, hinter bzw. in dem ein Mensch sitzt, um das Sperma abzuzapfen. Und dieser oder ein anderer Mensch führt das Sperma dann bei einem empfangsbereiten weiblichen Tier ein.

Die natürliche Fortpflanzung ist halt deutlich aufwendiger und unsicherer und damit teurer, als die Bezahlung eines sogenannten "Besamers" oder "Besamungstechnikers".

https://en.wikipedia.org/wiki/Zoophilia_and_the_law#National_laws

Illegal seit dem 13. Juli 2013 wenn man den Tier dazu zwingt, aber es ist legal wenn der Sex mit dem Tier einvernehmlich passiert.

https://www.juraforum.de/recht-gesetz/sex-mit-tieren-nur-bei-zwang-verboten-546200

"angeblich ist es nur legal wenn das tier keine schmerzen verspürt,aber woher soll man das wissen wann es dem tier schmerzt, und wie zum teufel soll sowas jemand nachprüfen oder messen können"

Das ist eine gute Frage... ich kann darauf keine Antwort geben.

 - (Sex, Recht, Politik)

Vermutlich, weil das entsprechende Verbot im Tierschutzgesetzt dazu da ist, Tiere zu schützen. Wenn das Tier freiwillig seinen Spaß haben will, dann ist da wohl nichts Schützenswertes dran. Das Gesetz spricht von "Eigenen sexuellen Handlungen" und die Rechtsprechung hat das Ganze so ausgelegt, dass die Norm nicht greift, wenn... Ach, ich hab ehrlich gesagt gar keine Lust mehr, darüber nachzudenken 😂

In Deutschland ist es verboten: „ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen oder für sexuelle Handlungen Dritter abzurichten oder zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artwidrigem Verhalten zu zwingen.“

Man könnte nun auf das Wort "zwingen" verweisen und annehmen, dass demnach der Geschlechtsverkehr mit Tieren in Deutschland tatsächlich nicht grundsätzlich verboten ist.

Eine Änderung dieses Gesetzes wurde verweigert und Beschwerden abgelehnt. Warum das so ist, ist wohl schwer zu sagen.

Woher ich das weiß:Recherche

„Die widernatürliche Unzucht, welche von Menschen mit Tieren begangen wird, ist mit Gefängnis zu bestrafen; auch kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden.“

Musste der Köter dann auch in den Knast? In dem Satz wird nämlich unterschwellig unterstellt, dass ein Tier auch so was begehen kann. Na, bezüglich der Ehrenrechte nimmt der Köter wohl eher sein Hinterbein hoch und p....... darauf.

Wer um Himmels Willen ist der Normengeber für "Widernatürlich" und für "Unzucht". Wenn das, was die Nazis mit "Lebensborn" wollten "Zucht" war, muss wohl alles andere Unzucht sein, oder? Schon ziemlich lustig, find ich.

Die "Unzucht" ist aus deutschen Gesetzen schon seit langem verschwunden.

Warum ist es in Deutschland legal mit seinem Haustier Sex zu haben?

Weil in unserer Verfassung sinngemäß steht, dass alles erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten ist.

Und weil man tunlichst nur das verbietet, was andere schädigt.

Ergebnis: Kein Schaden = kein Verbot = erlaubt.

aber woher soll man das wissen wann es dem tier schmerzt

Nun, wenn man das Tier nicht fixiert/gewaltsam festhält, und es macht keinerlei Anstalten, wegzulaufen (oder sich zu verweigern, zu beißen/wehren, oder, oder oder, ...), dann dürfte es wohl keinen Schmerz empfinden.

Ansonsten aufgrund der menschlichen Intelligenz?

Und wenn man nicht hinreichend intelligent ist, der Richter wird es ggf. sein.

Wobei: Wer Probleme damit hat, dürfte ungleich größere Probleme mit z.B. der industriellen Massentierhaltung haben, die den Deutschen u.a. ihre Massen an ach so beliebten Grillfesten für wenig Geld ermöglicht.

Aber wenn ich mich so umschaue, interessiert DAS leider nur die wenigsten Mitbürger ... :-/

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