Warum haben Behörden und Ämter so dämliche Öffnungszeiten?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die sind gar nicht so dämlich, denn oft sind die Angestellten (die übrigens fast nie Beamte sind) schon ab sieben oder halb acht da und mindestens einen Tag mit längeren Öffnungszeiten bis 18.00 oder 18.30 Uhr gibt es auch. Das Problem sind die seit einigen Jahren zu beobachtenden steigenden Besucherzahlen, die man im Amt fast nicht mehr bewältigt kriegt bzw. der - meistens von der Kommune selbst erzeugte - Personalmangel. Das kann gar nicht hinhauen. Kleinere Einheiten bekommen längere Öffnungszeiten nicht gestattet, selbst wenn die Mitarbeiter bereit dazu wären, denn dann müsste man die Mehrzeit ja bezahlen. Da viele Kommunen klamm sind, kann also auch das nicht klappen. Wenn man in einer größeren Stadt wohnt, hat man möglicherweise die Chance, auf eine der Ortsverwaltungen in den Stadtteilen auszuweichen. Da ist es erfahrungsgemäß leerer und die Leute sind viel freundlicher.

Fast jede Behörde hat an einem Tag - meist ist es der Donnerstag - auch bis zum späten Nachmittag (17 Uhr od. 18 Uhr) geöffnet.

Damit werden berufstätige Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt.

Bei uns haben die glaub ich 1x pro Woche bis 17 Uhr... Wo bitte wohnst du? :D

Haha, jaaaa... Nur, dass heutzutage viele Menschen nicht mehr vor 17 Uhr aus der Arbeit kommen. Und sicher über 70% aller Leute sind berufstätig.. sollen die dann alle gemeinsam an einem Tag in den letzten zwei Stunden reinlaufen? :D

Bei uns bekommt man inzwischen gar kein Warteticket mehr, wenn man nicht schon ganz in der Früh kommt und sich auf 2 Stunden Wartezeit einstellt.

@User16495

Digitalisierung könnte helfen aber ach ja, wir leben hier ja in der digitalen Steinzeit.

Mach den Vorschlag doch mal in Deiner Gemeinde. Vielleicht werden dann die Öffnungszeiten an Deine Arbeitszeiten angepasst. Oder an die der anderen Bürger.

Ich persönlich hatte noch nie Probleme und immer mehr geht online. Wer würde denn den Job machen wollen wenn man nur abends und am Wochenende arbeitet?

Kommt sehr drauf an, wo man wohnt. In meiner alten Gemeinde waren meistens nie mehr als 2 Leute in der Gemeinde. Jetzt wohne ich in einer großen Stadt und alles ist ein riesen Chaos im Bürgerbüro. Ich denke durchaus, dass sich Menschen dafür bereit erklären würden, Wochenenden zu arbeiten, solange die Bezahlung stimmt. Sind ja meistens recht gut bezhalte Jobs bei der Gemeinde oder der Stadtverwaltung.

Das Problem ist dass gespart wird und deswegen viele Behörden unterbesetzt sind. Würde man am Wochenende arbeiten lassen wären die Kosten noch höher. Gut bezahlt ist relativ, selbst Beamte bekommen da kein riesiges Gehalt, die Zeiten sind vorbei

@GravityZero

Also andere haben auch Kundenfreundlich ab 7.00 ¨ber Mittag oder einmal in der Woche bis 20 Uhr bzw. am

Samstagmorgen sollte definitiv möglich sein. Andere haben deutlich schlimmere Arbeitszeiten inkl. Manager, die sehr oft Abends arbeiten müssen zb für Sitzungen, Veranstaltungen usw.

Jeder hat die Möglichkeit seinen Job frei zu wählen. Schlimm genug dass Supermärkte fast immer offen haben. Bei uns haben so ziemlich alle Behörden ab 7 Uhr offen, das sollte genügen.

"Sind ja meistens recht gut bezhalte Jobs bei der Gemeinde oder der Stadtverwaltung."

mal gehaltslisten angeschaut?

Ich arbeite zufällig auf genau so einer behörde, allerdings nicht im bürgerservice. 5 Tage woche bei mir. einen tag haben wir ab 7 auf, einen bis 18 uhr und samstags vormittags.

Ein deutscher Beamter kommt in seinem Berufsleben mit grundsätzlich 4 Aus-sagen aus:

  • "Dafür sind wir nicht zuständig."
  • "Das machen wir immer so."
  • "Das haben wir noch nie so gemacht."
  • "Da könnte ja schließlich jeder kommen."

Suche Dir jetzt bitte die passende Antwort selbst aus!

Was ein Quatsch. Liest du zufällig die BILD?

@GravityZero

zufällig selbst Beamter?

Nö. Da ist der Verdienst meist zu schlecht für die geforderte Leistung.

Nach deiner Aussage dürfte es dann in Deutschland keinerlei Verwaltung geben, da keiner arbeitet

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