Verpasst man was als "Pendlerstudent"?

8 Antworten

Kommt auch drauf an, was du studierst.

In den richtig schwierigen Studienfächern (z.B. mathematisch/technische Studiengänge) ist es normalerweise unverzichtbar, in Lern- bzw. Arbeits-Gruppen zusammen zu arbeiten.
Für "Pendler-Studenten" ist es jedoch meistens ziemlich schwierig, die Teilnahme in einer Arbeitsgruppen hinzukriegen. Wenn die Gruppe abends noch über schwierigen Aufgaben brütet, aber der Pendler den letzten Zug kriegen muss...

Hi,

also ich kann aus eigener Erfahrung sagen - ich bin mein erstes Studienjahr auch 1 Stunde in eine Richtung gependelt - ich hatte auch Panik, aber ich habe in der Zeit schon ein paar Kontakte geknüpft, ich weiß nicht, ob ich vielleicht weniger sind, als wenn ich auch in meinem Studienort gewohnt hätte, aber ich bin zufrieden.

Wenn man sich wirklich gut mit Leuten versteht, kann man in den Pausen oder abends ja doch mal was unternehmen und dann vielleicht auch mal bei denen übernachten. Es ist schon so, dass man nicht das typische Studentenleben erleben kann, weil man eben nicht immer zum Feiern mitgehen kann oder so, aber das war mir persönlich jetzt nicht so wichtig

Mittlerweile habe ich durch Zufall eine günstige Wohnung bekommen und kann diese durch einen Werkstudentenjob auch relativ gut finanzieren.

Ich würde es erstmal ausprobieren und wenn du wirklich merkst, dass du zu viel verpasst, kannst du ja immer noch nach einer Wohnung oder einem Studentenwohnheimzimmer schauen, durch Kontakte ist das sowieso viel leichter :)

Mach dir nicht so ein Kopf :) es ist alles nicht so schwierig, wie es immer wirkt

LG

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Eine meiner Freundinnen pendelt auch und es hat Vor- & Nachteile. Der offensichtlichste Nachteil ist natürlich die Zeit den du für den Weg benötigen wirst. Ein Nachteil wäre vielleicht auch das du die "Erfahrung" des alleine Wohnens erst später machen wirst.

Vorteile: du wirst kein Heimweh haben, deine Familie kann dich immer unterstützen und du lebst in einem gewohnten Umfeld.

Wenn die Mieten so teuer sind - hast du dir überlegt in eine WG zu gehen? Diese sind oftmals viel billiger und auch ganz lustig.

Du solltest keine Angst haben etwas zu verpassen, wenn eine Party statt findet, weiß man das Normalweise ja schon vorher und diesen Tag kannst du dann noch in der Stadt bleiben und danach bei einem Freund übernachten.

Alle Leute, die ich kennen gelernt hab, die weiter als 40 Minuten von der Uni weg wohnen, haben ihr Studium abgebrochen. Also gute Erfahrungen kann ich dir da nicht berichten.

Wenn du wirklich jeden tag 3 Stunden insgesamt pendeln müsstest, wird das 1.ziemlich teuer und 2. sehr anstrengend, vor allem wenn du mal bis 9 Uhr abends Uni hast und am nächsten Tag wieder um 7 Uhr morgens da sein musst. Bekomm das mal hin....

Ein wg Zimmer wäre eine bessere Lösung. Oder gleich in eine Stadt wo es nicht so teuer ist, wenn du nicht zu sehr auf den Standort fixiert bist. Es ist sowieso besser, sich an mehreren unis zu bewerben, wenn es einen nc gibt (falls es einen bei deinem wunschstudiengang gibt) :)

Mit Freunden kann man natürlich auch nicht so viel unternehmen, man ist zu sehr auf Zug oder Bus angewiesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aus deiner Stadt auch dort zur Uni geht und dass du dich mit dieser Person auch noch gut verstehst, ist sehr gering.

Ich habe während des Studiums allein am Studienort gelebt und war extrem froh darum.

Klar, den Daheimwohnenden wurde einiges abgenommen. Haushalt, Einkaufen, Kochen, Waschen, das blieb denen meist erspart, auch wenn sie am Studienort wohnten.

Bei den Pendlern, selbst wenn sie nur in der 20km entfernten nächsten Großstadt gewohnt haben, war die Situation schon kritisch. Da war immer die Frage: "Krieg ich meinen Zug noch?" Abends länger bleiben, ob nun in der Kneipe oder in der Bibliothek, das war nicht drin.

1,5 Stunden einfach pendeln ist schon arg viel Zeit, die du unterwegs verbringst, vor allem aber auch viel Strecke, auf der etwas schiefgehen kann. Regelmäßige Verspätungen sind da schon fast vorprogrammiert.

Du klingst, als würde dir Selbstständigkeit im Studium guttun. Ich würde mal vernünftig überlegen, ob nicht beispielsweise ein WG-Zimmer machbar wäre. Wenn du nicht bafögberechtigt bist, müssten dir deine Eltern rein rechnerisch Unterhalt leisten. Selbst wenn das finanziell nicht machbar ist, ist die Frage, was sie dazu geben könnten, damit du zumindest auf 800-1000 Euro kommst oder ob sie wenigstens einen Teil der monatlichen Kosten übernehmen können.