Übergang befristeter-unbefristeter Arbeitsvertrag - Schwanger - Kann Arbeitnehmer mir kündigen?

11 Antworten

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Ich würde an Ihrer Stelle mit der Bekanntgabe Ihrer Schwangerschaft abwarten bis Sie in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen worden sind. Sie müssen Ihrem Arbeitgeber die Schwangerschaft nur dann mitteilen wenn durch die Arbeitsumstände Gefahr für Mutter und ungeborenes Kind bestehen würde, beispielsweise beim Umgang mit bestimmten Gefahrstoffen. Wenn Sie bis Mitte Mai, nach der Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, warten halte ich das für unkritisch.

Die Frage nach einer Schwangerschaft durch den Arbeitgeber ist bei einem Einstellungsgespräch nicht erlaubt. Fragt der Arbeitgeber doch, dann kann die Bewerberin ungestraft die Unwahrheit sagen. Unwahre Angaben im Vorstellungsgespräch können normalerweise arbeitsrechtliche Konsrquenzen, bis hin zur Kündigung, nach sich ziehen. Für eine falsche oder fehlende Angabe bezüglich einer Schwangerschaft gilt dies nicht. Sie brauchen keine Angst vor einem eventuellen Gerichtsprozess zu haben.

Wenn Sie während der Schwangerschaft in einem befristeten Arbeitsverhältnis stehen genießen Sie Kündigungsschutz, für den Fall dass ein Sonderkündigungsrecht vereinbart wurde, längsten bis zum Ende der Befristung. Das befristete Arbeitsverhältnis endet trotz Schwangerschaft mit Ablauf der Befristung!

In einem unbefristeten Arbeitsverhältnis genießen Sie durch die Schwangerschaft sofortigen Kündigungsschutz.

Wenn Sie Ihrem Arbeitgeber jetzt Ihre Schwangerschaft mitteilen, wird er in aller Regel von einer Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis Abstand nehmen. Dies kann der Arbeitgeber frei entscheiden. Zumindest aus dieser Hinsicht kann ich mich nur noch einmal wiederholen:

Teilen Sie Ihrem Arbeitgeber erst nach der Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit dass Sie schwanger sind.

Peter Kleinsorge

Seh ich ganz genauso, wie Peter Kleinsorge das vorgeschlagen hat.

Und alles andere ist dummes Zeug.

Frag doch einfach beim Arbeitsamt nach, oder bist du in einer Gewerkschaft. Ich denk, die meisten Leute können hier nur mutmaßen - außerdem ist dein Fall ja besonders, eben mit den beiden Arbeitsverträgen. Bevor ich dem Arbeitgeber irgendwas sage oder nicht sage, würd ich an deiner Stelle zu einer geeigneten Stelle gehen. Vielleicht hilft auch proFamilia oder andere Einrichtungen weiter, bzw. sie können dich vielleicht an geeignete Stellen weiterleiten!

Alles Gute für dich und deinen Nachwuchs!

Wenn er Dir den unbefristeten Arbeitsvertrag schon ausgestellt hat und ihr beide unterschrieben habt, kann er Dir nicht mehr kündigen!

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Du bist allerdings verpflichtet, Deinem Arbeitgeber über die Schwangerschaft in Kenntnis zu setzen. Das ist gesetzlich geregelt. Tust Du es nicht, setzt Du Dich einer Kündigungsgefahr aus.

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Bei einem Prozess obliegt ein Arzt weiterhin der ärztlichen Schweigepflicht. Wenn es allerdings zur Klärung der Tatsachen führt, kann er von dieser Pflicht entbunden werden.

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Daher: Teile Deinem Vorgesetzten schnellstmöglich die Schwangerschaft mit. Du bist gesetzlich gesichert. Kündigen kann er Dir nicht mehr und das weiss jeder Arbeitgeber, der einen Arbeitsplatz durch eine weibliche Arbeitskraft besetzt.

Eigentlich bist du überhaupt nicht verpflichtet, dem Arbeitgeber von deiner Schwangerschaft in Kenntnis zu setzen. Bei Vorstellungsgesprächen dürfen die nicht mal danach fragen, und wenn sie es doch tun, ist es dir erlaubt zu lügen. Hat was mit Diskriminierung zu tun: ein Mann würde auch nicht gefragt, ob er zufällig Vater wird. Es gilt halt nur als fair, dem Arbeitgeber Bescheid zu sagen, da du ja dann mal für eine Weile ausfallen wirst und er sich Ersatz suchen muß. Dies muß aber nicht so früh geschehen, es kann erstens (was wir ja nicht hoffen) noch was passieren mit dem Baby, außerdem erfahren manche Frauen auch erst später, daß sie überhaupt schwanger sind. Denen geschieht dann auch nichts. Ich würde also an deiner Stelle entspannen, mich aufs Baby freuen, alles in trockene Tücher bringen und wenn alles geregelt ist, DANN mit dem Arbeitgeber sprechen. Dein Arzt darf jedenfalls niemandem mitteilen, wann bei dir was festgestellt wurde, es sei denn, du entbindest ihn von der Schweigepflicht: aber warum solltest du das tun wenn dir Nachteile entstehen könnten?

Doch sie ist verpflichtet sofort nach Kenntnis der Schwangerschaft den AG zu unterrichten.

@pilot350

Woraus schließt Du das?

Wo steht etwas von einer Verpflichtung?

@pilot350

Es wäre besser, wenn sie es tut. Aber verpflichtet ist sie keinesfalls.

Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass die Übernahme in das feste (unbefristete) Arbei tsverhältnis bereits beschlossene Sache ist. Der Einwand deiner Freundin ist berechtigt, dass in den ersten Schwangerschaftsmonaten viel passieren kann. Häufig wird die Unterbrechung einer potentiellen Schwangerschaft überhaupt nicht bemerkt. Und die Ärztin muss nicht aussagen. Es gibt immer noch eine ärztliche Schweigepflicht. Diese kann nur in ganz schwer wiegenden Fällen durch ein Gericht aufgehoben werden.

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