Schwangerschaft unbefristeter vs. befristeter Arbeitsvertrag?

4 Antworten

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Bei beiden Arbeitsverträgen, sowohl beim befristeten als auch beim unbefristeten, gilt der besondere Kündigungsschutz des Mutterschutzgesetzes.

Der Unterschied:

Bei einer Befristung läuft der Vertrag aus und der AG ist nicht verpflichtet, die Mitarbeiterin weiter zu beschäftigen. Hier handelt es sich ja um keine Kündigung.

Beim unbefristeten Vertrag gibt es kein "automatisches" Ende. Hier kann der AG z.B. bei Elternzeit erst nach Beendigung der Elternzeit kündigen und das auch nur erfolgreich, wenn er Gründe (personenbedingt, verhaltensbedingt, betriebsbedingt) hat, die eine Kündigung rechtfertigen oder wenn es sich um einen Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 ständigen Vollzeitkräften handelt, da hier das Kündigungsschutzgesetz nur in wenigen Ausnahmen greift.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Aha! Also die meisten befristete Arbeitsvertäge sind für 6-12 Monate gemacht. Das heißt eine chwangere Frau bleibt ohne Arbeit gleich nach dem Geburt oder während der Elternzeit. Das heißt auch kein Elterngeld...

@Iris12

Doch, Elterngeld gibt es trotzdem, sogar, wenn man gar nicht vorher gearbeitet.

@MenschMitPlan

aber viel weniger als wenn man in eine unbefristete Arbeitsverhältnis ist oder hat das keinen Eindruck?

@Iris12

Das kommt darauf an, wie lang an den Geburtstermin heran man noch beschäftigt ist. Berechnungsgrundlage ist das Erwerbseinkommen der letzten 12 Monate vor Geburt.

Danke fürs Sternchen

In einem unbefristeten Vertrag kann die davon ausgehen dass sie auch weiterhin dort arbeitet. Bei einem befristeten bestiegt die Gefahr dass er nicht verlängert wird und man ihn einfach auslaufen lässt

Den selben Vorteil den eine nicht schwangere Frau auch hat. Der Vertrag endet nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt wo man dann auf Verlängerung hoffen muss sondern er läuft einfach weiter.

Wenn du einen unbefristeten Vertrag hast und schwanger bist dann kann dein Arbeitgeber dich praktisch nicht mehr feuern. Dein Arbeitsverhältnis steht unter gesetzlichen Schutz.

Der Arbeitgeber kann eine Schwangere auch nicht bei einen befristeten Arbeitsvertrag kündigen, der Schutz ist da der selbe.

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