Strom und Wasserleitung ohne Hausbau nutzbar?

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möglich ist das für den Stromzähler gibt es eine so genannte außenzählersäule. die sieht aus, wie so einer von den stromkästen die an der straße stehen. In eine solche Säule können auch Steckdsoen eingebaut werden. das wäre dann wie ein permanent angeschlossener Baustromverteiler.

etwas schwieriger wird es mit dem Wasseranschluss. die Wasseruhr muss frostfrei gesetzt sein. Ein Hydrantenstandrohr, wie es bei Jahrmärkten, straßenfesten oder Bauarbeiten eingesetzt wird, scheidet aus, weil man es ja theoretisch abschrauben, und so das wasser ungezählt nutzen kann.

dem entsprechend müsste der Zähler in einer frostsicheren Grube eingebaut sein. von einigen Gartenlauben etc. die nicht frostsicehr sind, kenne ich das auch. hier müsste man sich mal mit dem lokalen Wasserversorger (meistens stadtwerke) in Verbindung setzen...

für den gasanschluss sehe ich keine Chance. da muss ein gasnetz fest angeschlossen sein. außerdem wäre es bei dem zu erwartenden gasverbrauch eh billiger eine propanbuddel ans kochfeld zu klemmen...

lg, Anna

Okay, das sind mal klare Ansagen! Danke! Gas benötige ich gar nicht. Aber Strom und Wasser sind Pflicht.

Es muss zumindest eine Säule in geeigneter Schutzart für den elektrischen Anschluss (z. B. anschlussfertiger Baustrom-Verteiler) und ein frostsicherer Schacht für die Unterbringung der Wasseruhr errichtet werden.

Problematischer würde es beim Kanal, weil dann Kanalgebühr fällig wird.

alles gar nicht so einfach... und klingt am Ende nach teuer.

Unsere Nachbarn (Baugrundstück ohne Haus, aber einem ausgebauten Bauwagen) haben eine sogenannte Zähleranschlusssäule, in die der Elektriker eine Steckdose gebaut hat. Die Säule ist quasi ein rechteckiger, abschließbarer Kasten.

Wasser kann dort über einen Schacht gezapft werden. Auch das ist auf jeden Fall technisch machbar.

Viele Grüße

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ob Haus da ist oder nicht, die Anschlussgebühren sind sehr teuer. Dann brauchst Du wie einige schon sagen, frostsicheren Abstellhahn und Zähler fürs Wasser (in einem Schacht eingepackt) und eine Art Baustromkasten mit Zähler. Bau Dir wenigstens einen genehmigungsfreien Schuppen und bring das da unter. Da kannst Du im Winter wenigstens einen Kaffee kochen-den teuersten deines Lebens.

Wenn Du die Erschließungsbeiträge bezahlt hast und die "Freizeitnutzung" baurechtlich zulässig ist kannst Du die Erschließungsanlagen selbstverständlich auch ohne Haus nutzen. Aber denk daran; Auch Nutzungen von Grundstücken unterliegen dem Baurecht!!

Das ist ein Baugrundstück mit Wiesengelände und es gibt keinen Bauzwang. Kann also wohl nach "Belieben" genutzt werden.

@Kelevra256

Es geht nicht um "Bauzwang", sondern um die bauplanungs- und bauordnungsrechtliche Zulässigkeit der beabsichtigten Grundstücksnutzung. Baurecht gilt auch dann, wenn nicht gebaut wird - siehe Baunutzungsverordnung (BauNVO) und Landesbauordnung §§ 1 + 2!!!!

@Seehausen

Ich versteh gerade nicht was du mir damit sagen willst... Auf was bezieht sich der Einwand?

@Kelevra256

Das ist kein Einwand sondern ein freundlicher Hinweis, dass Du für die von Dir beabsichtigten Grundstücksnutzungen eine Baugenehmigung brauchst, selbst wenn Du keine baulichen Anlagen erstellst. Und wenn Du Deine Nutzungen nicht einrichten darfst brauchst Du auch keine technischen Vorrichtungen zum Anschluss an die Versorgungsleitungen.

Die technische Ausbildung dieser Anschlusskästen ist kein Problem; kannst Du auf jedem Messe- und Marktplatz sehen.

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