Schulunfall, kann ich Schmerzensgeld verlangen?

5 Antworten

Der Lehrer hätte deinen Sohn NICHT am Sportunterricht teilnehmen lassen dürfen! Ich hoffe, der Junge hat die Entschuldigung auch abgegeben? Wenn ja, ist der Lehrer in der Schuld. Dann muss hier die Versicherung der Schule greifen. Ich würde das beim Sportlehrer ansprechen, dass du dir das so vorstellst, dass die Schule nun ein Taxi für die nächsten Wochen bezahlen muss, da ER es ja versiebt hat, dass der Arm wieder gebrochen ist. Schmerzensgeld weiß ich jetzt nicht, da mußt du dich bei einem Anwalt erkundigen. Der Lehrer hat ihn ja sicher nicht gestoßen, oder ihn stolpern lassen. Hat dein Sohn denn auch nochmal gesagt, dass er nicht mitmachen darf? Oder wollte er vielleicht gerne mitmachen? Das ist immer so eine Sache. Es kommt auch drauf an, wie alt dein Sohn ist, ob der schon selber einschätzen kann, dass eine sportliche Tätigkeit nach eben verheiltem Knochenbruch schädlich ist... . Einem Jugendlichen ist das Zuzutrauen, daher träfe deinen Sohn dann sicher auch einen Teil Schuld, wenn er bereits über 14 ist.

Schuld hin oder her, wünsche ich dem Jungen erstmal, dass alles gut verheilt, ausgerechnet jetzt, wo die Sommerferien in absehbarer Nähe sind.

Die Wünsche werde ich meinem Sohn ausrichten. Mein Sohn ist 10 Jahre alt und besucht die 4. Klasse. Ich habe ihm einen Zettel mitgegeben und er hat es dem Lehrer (Sportlehrer = Klassenlehrer) auch gesagt. Ich werde morgen zur Schule fahren und mit dem Rektor sprechen, das die Schule (Versicherer) den Schulweg für die nächsten Wochen übernimmt. Das der Arm erneut gebrochen ist und hierfür (in meinen Augen) der Lehrer verantwortlich ist, da werde ich dann doch einen Anwalt fragen. Vielen Dank für die tolle Antwort.

@Denkmalnach01

Ich drücke euch alle Daumen, dass ihr bei der Schule was erreicht. Drohe nur mal mit dem Anwalt, manchmal brauchen die Schulen das. Mein Sohn wurde auch schon zweimal in der Schule Opfer von mutwilliger Körperverletzung (Brandwunde mit Absicht durch Aufdrücken eines heißen Gegenstandes auf den Arm im Technikunterricht / Augenverletzung durch gezieltes Werfen eines Tetrapacks mitten ins Gesicht). Da geschieht leider fast nichts, wenn man da etwas sagt. Der "Schuldige" wird zum Gespräch gebeten, das war´s. Kein Nachsitzen, nichts. Der muss sich nichtmal beim "Opfer" entschuldigen. Letztes Jahr schmierte eine 8.Klässlerin eine Amokdrohung an die Bushaltestelle, die einen Großeinsatz der Polizei und eine Teilschließung der Schule hervorrief. Das Ergebnis waren nur 4 Wochen Schulverweis. Für die 8.Klässlerin eher eine Belohnung als eine Strafe, da sie 4 Wochen nicht zur Schule mußte. - Mein anderer Sohn, in einer anderen Schule hatte ein Erlebnis in der Mensa, als zwei sich stritten, und einer dem anderen vor Wut seine Gabel in den Kopf rammte, die stecken blieb. Der Junge mußte notoperiert werden, dem anderen geschah nichts. Ebenso wird dem Lehrer bei euch nichts geschehen... . Aber wenn du wenigstens etwas in finanzieller Richtung erreichen kannst, dann ist das schon ein kleiner Trost, auch wenn´s den Arm nicht mehr heil macht.

Es sollten sich viel mehr Leute in den Schulen wehren. Leider trauen sich das viele nicht...

LG

@polarbaer64

So, ich berichte einmal kurz, was wir unternommen haben und was Recht ist und was nicht. Wir haben uns an die Rechtsabteilung des Landesschulamtes gewendet und dort eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht. Es wird ein Disziplinarverfahren gegen den Lehrer eingeleitet, denn er hat seine Aufsichtspflicht grob verletzt. Er hätte dafür Sorge tragen müssen, dass unser Sohn NICHT am Sportunterricht teil nimmt. Der Lehrer hätte nach dem Unfall nicht nur uns, sondern im Bedarfsfall auch einen Arzt informieren müssen (sofort!, nicht erst mal abwarten und dann nach zwei Stunden anrufen). Mein Sohn hat den Sportunterricht auf Socken mit gemacht, auch hier gilt: Turnen nur in geeigneten Hallenschuhen, nicht Socken, nicht Barfuß! Ebenso hat der Lehrer sich nach dem Unfall nicht selbst, sondern einen anderen Schüler damit beauftragt, mit meinem Sohn zum "Kühlen" zu gehen. Auch hier gilt: Der Lehrer hat sich unverzüglich um den Verletzten Schüler zu kümmern! Ebenso hätte der Lehrer meinen Sohn zur Abholung auch nicht alleine in der Aula stehen lassen dürfen. Es hätte eine geeignete Aufsichtsperson bei ihm sein müssen! Ein Schülerbeförderung steht ihm von der Unfallversicherung der Schule zu. Es wurde durch den zuständigen Landkreis eine Schülerbeförderung aufgrund der Verletzung genehmigt, ein Taxiunternehmen wurde beauftragt, meinen Sohn zu fahren! Wir haben auch einen Rechtsanwalt eingeschaltet. Schmerzensgeld steht meinem Sohn zu. Ich rate jedem, auch wenn es oft nicht einfach ist, sich gegen Lehrer und Schulen durchzusetzen, alleine schon im Interesse unserer Kinder! So ein Fehlverhalten kann und darf nicht stillschweigend akzeptiert werden!

Möglich das Dein Sohn gern am Sport teilnehmen wollte - und dem Lehrer nix von dem Sportverbot gesagt hat ?

Schmerzensgeld find ich da echt unangemessen (und wenn, gehört das Deinem Sohn - der hat die Schmerzen!!) - wenn es aber grob fahrlässig vom Lehrer war - könnte man mit der Schule möglicherweise über den Schulweg der nächsten Wochen verhandeln,

Oh mein Gott. Manche Lehrer sind doch bescheuert. Ich kenne mich mit den Rechtsverhältnissen nicht aus, aber mein normaler Menschenverstand sagt mir dass das nicht ganz in Ordnung ist.

Wenn der Unfall in der Schule gemeldet wurde, kann man galube ich sogar noch nach Jahren (wenn dann durch den Unfall irgendwelche Einschrenkungen kommen) Schmerzensgeld oder so verlangen! Hattet ihr keine Sportbefreiung vom Arzt? Und hatte dein Sohn denn trotzdem Sportsachen mit? Oder sollte er in normalen Sachen mitmachen??? Vielleicht sogar in einer Turnhalle, wo nur Sportschuhe erlaubt sind und dann vielleicht auf SOCKEN Sport machen?????????? Das wäre nämlich ein wirklich schwerer Verstoß!!!

Mein Sohn hat keine Sportsachen dabei gehabt. Die gebe ich ihm ja nicht mit, er durfte ja keinen Sport machen. Der Lehrer hat ihn in seiner normalen Kleidung (Jeans) und Straßenschuhen teilnehmen lassen.

@Denkmalnach01

War das in einer Turnhalle? Musste er dann auf Socken Sport machen, weil das ist in den Schulen wegen Unfallgefahr verboten!

Kann dein Sohn nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule fahren?, schließlich sind die Beine ja in Ordnung. Ich finde ein Taxi überzogen. Die Geschichte mit dem am Sport teilnehmen lassen gehört nicht auf sich beruhen lassen. Ich würde auf alle Fälle eine Beschwerde gegen den Lehrer anstrengen.

Nein, mit öffentlichen Verkehrsmitteln geht das hier nicht. Wir wohnen in einem Dorf. Zu Fuß jedoch wäre der Weg zu weit.

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