Schulische Ausbildung zum MTRA eigene Wohnung und keine Unterstützung

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Zum BAföG-Bedarfssatz: Da ist nichts zu machen. Wer im Eigentum der Eltern lebt, bekommt nur den kleinen Bedarfssatz.


Die Raten für den Hauskauf können ebenfalls nicht berücksichtigt werden. Aufwendungen für die Unterkunftskosten und die soziale Sicherung sind pauschal in der Berechnung mit drin.


Soweit die Eltern den lt. BAföG-Bescheid angerechneten Unterhaltsbetrag nicht zahlen - auch nicht in Form von Sachleistungen, z.B. Unterkunft, Kost, Monatskarte -, kannst Du Dir grundsätzlich mit einem Vorausleistungsantrag nach § 36 BAföG behelfen und so zum fehlenden Unterhalt kommen, zumindest zu einem Teil. Das Amt setzt sich dann mit Deinen Eltern auseinander.

Besteht keine Unterhaltspflicht oder -fähigkeit nach dem BGB (könnte ja sein), haben sie allerdings außer vllt nervigem Schriftverkehr nichts zu befürchten.

Es kann allerdings passieren, dass Deine Eltern eine Unterhaltspflicht einräumen, aber Naturalunterhalt anbieten; dann läuft der Vorausleistungsantrag vorauss. ins Leere.

Mit dem Vorausleistungsantrag solltest Du ggf. nicht zu lange warten, sonst geht Dir evtl. was verloren. Rückwirkend wird oft nicht gezahlt.


Ausbildungen zur MRTA werden fürs BAföG an Berufsfachschulklassen durchgeführt, d.h. Du bekommst offenbar nur den Bedarfssatz nach § 12 Abs. 1 Nr. 1 BAföG (216 €). Dann gilt der Generalausschluss von AlgII nach § 7 Abs. 6 Nr. 2 SGB II nicht.

Vllt kann noch ein HartzIV-Experte was dazu schreiben, wie aussichtsreich es wäre, da was zu unternehmen.

ALG2 ist in diesem Fall nicht zuständig.

@Rheinflip

Warum nicht? Der generelle Leistungsausschluss greift hier ja gerade nicht.

@Steeler

Soweit ich das sehe, geht der Unterhaltsanspruch gegen die Eltern vor. Mit ca 2000 Netto und einem Haus sind die sehr wohl fähig einen Unterhalt zu zahlen. Der Bedarfssatz für 3 Personen durfte bei ca 1300 liegen.

@Rheinflip

Für Auszubildende gibt es spezielle Hilfen nach § 27 SGB II. Außerdem besteht wahrscheinlich kein Ausschluss nach § 7 SGB II. Also SGB II schriftlich beantragen, die Jobcenter schicken einen meist einfach wieder weg, weil die Sachbearbeterinnen und Sachbearbeiter in den seltensten Fälln tatsächlich Ahnung von der Rechtslage haben. Als Antrag gilt ein formloses Schreiben aus dem hervorgeht, dass man Leistungen begehrt.

Hallo,

vielleicht kann man die Arbeiten in der Familie anders verteilen:

  • die Mutter gibt den 400-Euro-Job auf

  • du nimmst einen 400-Euro-Job auf (wenn die Ausbildung das zeitlich zulässt)

  • die Mutter übernimmt ggf. einen Teil der Hausarbeiten

Evtl. im Bafög-Rechner verschiedene Möglichkeiten durchspielen.

http://www.das-neue-bafoeg.de/de/184.php

.bafoeg-antrag.de/bafoeg_berechnung.php

Gruß

RHW

Keine, außer Unterhalt von deinen Eltern einfordern. Auf dem BAföG-Bescheid ist die Höhe deines Anspruchs verzeichnet.

Deine Eltern müssen Unterhalt leisten, wenn du nicht arbeiten kannst. Du kannst dir wonanders eine preiswertere Wohnung suchen , dadruch hast du einen höheren Anspruch.

Nun welche Möglichkeiten hast du?

Da du nicht viel Geld hast, könntest du zum Amtsgericht gehen und einen Beratungsschein für einen Anwalt beantragen. ich denke das der dich erheblich besser über deine Rechte aufklären kann als ich. Er wird dir sagen können was dir zusteht und was nicht.

Ich kann nur sagen das es mich einwenig wundert, dass dein Bafög abgeleht wurde. Ich selber bin MTA-L und meine eltern haben mehr Verdient als dein Vater. Und ich hatte gar keine Probleme ein Bafög zu kriegen. Und ich war nicht älter als 20.

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