Rausgeschmissen mit 18

5 Antworten

Wie wäre es, wenn du dich heute mal auf die Socken machst und dir erst mal ein WG Zimmer suchst oder so ein Wohnklo, das dürfte für den Anfang reichen. Dann kannst du die ersten Anträge stellen, dann suchste dir ein Ausbildungsplatz, dann wird das schon. Das Jahr ist ja noch jung....^^

WG wäre echt eine Gute Idee, ich schau mich erstmal um.

Sorry, was ist ein Wohnklo???

@HeikeausBerlin

Das ist eine Wohnung, wo alles in einem Raum ist....( bis aufs Klo ) ^^

Sowas wie ein e 20m² Einraumwohnung eben... :)

@Mystika1245

Ja hauptsache ich wohn nicht auf der Straße..

@Cosimos

So siehts aus, was besseres kann man sich später immernoch suchen... :)

Du kannst auch noch ASB, AWO, Caritas usw. abklappern. Die kümmern sich sehr, sehr gut um wohnungslose Menschen. Wenn alle Stricke reißen, werden sie dir ein Zimmer in einer Wohnunterkunft besorgen. Die dortigen SozialarbeiterInnen werden dich in allen Belangen unterstützen.

Wie wäre es zu Hause Frieden zu schließen auch wo anders kannst du nicht machen was du willst. Frei bist du erst wenn du genug verdienst um deinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

manche Eltern spielen sich eben auch auf wie die Patriarchen!

Ich liebe solche dummen  Kommentare

Auch wenn du bereits 18 Jahre alt bist: Wende dich ruhig an das Jugendamt. Es gibt die Möglichkeit, auch junge Erwachsene bei ihrer "Verselbständigung" zu unterstützen - und wenn es "nur" um Beratung und Tipps bei der Organisation von finanzieller Unterstützung geht. Ergänzend kannst du dich an Diakonie, Caritas, AWo o.ä. wenden, die bieten Beratungsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene in genau deiner Situation an und arbeiten mit dem Jugendamt zusammen. Beim Jugendamt und bei einer Beratungsstelle wirst du mit Sicherheit auch Hinweise zu Notlösungen zur (vorübergehenden) Unterkunft bekommen.

Mittelfristig brauchst du eine gesicherte Unterkunft, das kann eine eigene Wohnung oder ein Zimmer in einer WG sein. Gerade wenn du "erst" 18 Jahre alt bist und evtl. noch sehr unsicher, wie man einen Haushalt führt usw., bietet es sich an, dass du dich an das Jugendamt oder eine Beratungsstelle wendest. Es gibt spezielle Wohnangebote zur Verselbständigung, in denen du betreut werden könntest, d.h. ein Sozialarbeiter würde zumindest ab und zu bei dir vorbeischauen und deine Fragen und Probleme mit dir klären.

Das Jugendamt ist auch deshalb ein guter Ansprechpartner für dich, weil du unter Umständen ALG II beantragen musst. Da du noch unter 25 bist, wird das Jobcenter dich aller Wahrscheinlichkeit nach zunächst an deine Eltern verweisen und von dir verlangen, dass du dort wohnst. Sollten die Zustände bei deinen Eltern aber unzumutbar sein, ist ein Auszug auch ohne Genehmigung vom Jobcenter bei unter 25-jährigen möglich. Das Jugendamt kann dich dabei unterstützen und ggf. die unzumutbaren Zustände bestätigen.

Die Unterhaltspflicht deiner Eltern besteht ggf. (auch ohne Ausbildungsplatz) über deinen 18. Geburtstag hinaus, solange du keine Möglichkeit hast, deinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten (grob gesagt). Auch hier wird dich das Jugendamt beraten und dir helfen können, deinen Unterhaltsanspruch durchzusetzen - wenn es das nicht selbst tut, dann wird es dich auf entsprechende Beratungsangebote hinweisen oder dir erklären, wie du sehr kostengünstig bis kostenlos eine Beratung von einem Rechtsanwalt bekommen kannst.

Unterhalt deiner Eltern ist nicht an Ausbildung gebunden. Sofern Du deinen Unterhalt nicht selber bestreiten kannst, sind deine Eltern unterhaltspflichtig. Da solltest Du dich von einem Anwalt mal genau beraten lassen. Kosten können durch die Beratungs- und Prozesskostenhilfe übernommen werden (Du musst dann nur einen Eigenanteil von 10 Euro zahlen). Des weiteren dürfen deine Eltern dich rechtlich auch nicht einfach rausschmeißen. Sie müssen dich da wohnen lassen oder halt Unterhalt zaheln... das gilt bis Du 25 bist oder halt eigenes Einkommen hast.

Wohngeld kannst Du erst beantragen, wenn Du eine Wohnung hast, das ist richtig und daran lässt sich auch nichts ändern.

Bzgl. ALG 2 gilt eigentlich, dass man kein ALG 2 bekommt, wenn man mit unter 25 zu Hause auszieht. Du könntest dort aber nachfragen, ob Du ggf., da deine Eltern dich ja rauswerfen, doch was bekommst oder ggf. als Darlehn bis Du dann Wohngeld bekommst (das Darlehn musst Du dann natürlich zurück zahlen).

Dir steht auch das Kindergeld zu, welches deine Eltern für dich bekommen.

Dabei wird auch wie folgt gerechnet.

Anspruch Unterhalt - Eigenes Einkommen - Kindergeld - Wohngeld etc = Rest Unterhalt

Die Düsseldorfer Tabelle kann dir dabei helfen. Sie ist aber nur eine Richtlinie, kein Gesetz: http://www.treffpunkteltern.de/familienrecht/Unterhaltstabellen/duesseldorfer-tabelle.php

Kindergeld erhalte ich sogesehen ja schon aber ich Schulde meiner Mutter noch knapp 800 euro und das verrechnet sie momentan mit dem Kindergeld. Also bis mite Februar ist schicht, dann ist deadline hat sie gesagt.... Vielleicht kann ich für 1-2 Monate zu meinem Onkel ziehen und dann die ersten Anträge stellen.

@Cosimos

Achja mein größtes Problem ist eigentlich das Geld für eine Wohnungskaution zusammen zu bekommen. Hat da jemand eine Idee?

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