Pro oder Contra doppelte Staatsbürgerschaft?

6 Antworten

Bin Deutscher mit deutschen Hintergrund und lebe in GER (also weit weg von einer doppelten Staatsbürgerschaft) und denke natürlich positiv über doppelte Staatsbürgerschaften. Welche Nachteile soll das denn haben?! Eine von beiden Staatsbürgerschaften hast du ja so oder so und die zweite ist dann ein Bonus, durch den dir Vorteile entstehen könnten...aber keinesfalls Nachteile (dann beruft man sich nämlich einfach nur auf seine andere Staatsbürgerschaft).


Cool.....der Rosinen-Picker-Bürger....mal hier mal da, hauptsache es gibt was zu holen.

@1988Ritter

Wer das hinsichtlich der Staatsbürgerschaften-Geschichte nicht tun würde, ist mehr als dämlich :)

@LessThanThree

Es sieht anders aus, wenn du in zwei Staaten Wehrdienst leisten musst.

Die doppelte Staatsbürgerschaft wurde aus dem Grunde geschaffen, wenn Menschen, die die deutsche Nationalität wünschen, von ihrem Herkunftsland nicht aus der Staatsbürgerschaft entlassen wurden.

Dies war zum Beispiel bei Griechenland der Fall. Die Griechen haben sich da einfach auf den Standpunkt gestellt, wer einmal Grieche ist, der bleibt es auch. Entlassung nicht möglich.

Hier ist man hingegangen und hat gesagt, das Bestimmungsrecht kann und darf nicht alleine dem Staat zufallen, der jeweilige Mensch muss entscheiden können, da es auch zu seinem Persönlichkeitsrecht gehört.

In diesem Zusammenhang ist die doppelte Staatsbürgerschaft nicht nur sinnvoll, sie ist auch geboten.

Was dann in den Folgejahren daraus gemacht wurde, dass ist aber wiederrum eine ganz andere Sache. Hier ist man hingegangen, dies zum Beispiel bei Migranten aus der Türkei, und hat die deutsche Staatsbürgerschaft als einen Bonus für langes Bleiben angeboten.

Daraus resultierend haben wir in Deutschland eine Vielzahl von Menschen die die deutsche Staatsbürgerschaft nicht als bürgerliches Privileg mit Rechten und Pflichten sehen, sondern lediglich als eine Bonusvergütung mit diversen Rechtsansprüchen.

Wir haben folglich Staatsbürger auf dem Papier, deren Herz und Identifikation bei einer ganz anderen Staatsform, Nationalität und Kultur steht und schlägt.

Diese Art der Staatsbürgerschaft, auch wenn das Wort Geschmäckle hat, erfolgt ohne "Gesinnung". Das ist einer Nation und einem Volk nicht zumutbar.

Hier muss man entsprechend korrigierend eingreifen, und die Staatsbürgerschaft aberkennen. Die dazu notwendigen gesetzlichen und juristischen Schritte lassen sich sicherlich genauso unproblematisch schaffen, wie die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft.

Früher wäre ich für eine Doppelstaatsbürgerschaft gewesen. Inzwischen hat sich meine Meinung geändert.
Es geht darum, sich für ein Land zu entscheiden mit allen Konsequenzen und dahinter stehen und nicht, sich nur die Vorteile des einen Landes und des anderen zu sichern.
Wenn man sich für ein Land entschieden hat, bedeutet es auch hinter diesem Staat mit allen Konsequenzen zu stehen.

Meiner Meinung nach sollte man sich entscheiden.
 Entscheide ich mich, dass ich lieber in einem anderen Land leben möchte und nicht mehr in Deutschland, dann kann ich dort auch die Staatsbürgerschaft annehmen.

Weil?

@LessThanThree

Weil ich dann dort lebe und meiner Heimat den Rücken gekehrt habe.

@Glueckskeks01

Aso. Du gehst davon aus, dass man nur eine Heimat haben kann. Ok. Danke.

Ich bin absolut Contra doppelte Staatsbürgerschaft.

Die doppelte Staatsbürgerschaft wird ja speziell von der "grün-linken-community" gefordert, warum auch immer. Vielleicht glauben sie ernsthaft, dass würde die Integration erleichtern.

Was soll's, ich finde es aber schon ziemlich merkwürdig, dass z.B. die Grünen in ihrer Satzung (§3, Absatz(1)) keine "doppelte Parteimitgliedschaft" erlauben. Wer Parteimitglied bei den Grünen werden will, darf also nicht auch noch Parteimitglied bei einer anderen politischen Partei sein. Klingt auch irgendwie logisch würde ich mal sagen.

Bei so einer läppischen Sache wie einer Parteimitgliedschaft fordern die Grünen also eine klare Entscheidung, ganz oder gar nicht, alles oder nichts könnte man sagen. Bei einer doch wohl viel höherwertigen Staatsbürgerschaft fordern sie so eine Entscheidung aber nicht, ganz im Gegenteil. Das finde ich mal wieder total inkonsequent, aber typisch.

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