Parkplatz durch Handwerker reserviert?

10 Antworten

Es ist möglich, bei der Stadt/Gemeinde ein Halteverbot bzw. eine Reservierung von Parkplätzen zu beantragen. Dies muss genehmigt und bezahlt werden und es muss eine entsprechende Beschilderung aufgestellt werden. In der Praxis sieht es allerdings so aus, dass diese reservierten Plätze dennoch von ignoranten und rücksichtslosen Zeitgenossen zugeparkt werden. Immerhin ist es bei solchen offiziell genehmigten Parkplätzen möglich, die Falschparker anzuzeigen und abschleppen zu lassen.

Manchmal ist es aber auch einfach nur eine Bitte, einen Parkplatz für Handwerker freizuhalten. In den Städten werden die Parkplätze immer knapper. Handwerker sind darauf angewiesen, ihren Lieferwagen in der Nähe vom Einsatzort zu parken. Es ist halt einfach eine Form von Höflichkeit und Respekt, den Platz freizuhalten, um den Handwerkern zu ermöglichen, ihre Arbeit vernünftig und zügig erledigen zu können.

Wenn du dieser Bitte, aus welchen Gründen auch immer, nicht nachkommen magst und das Auto dennoch auf die reservierten Parkplätze stellst, kannst du ja im Gegenzug den Handwerkern helfen, ihre ganzen Werkzeuge, Materialien und Gerätschaften von einem weit entfernten Parkplatz herzutragen und wieder zum Fahrzeug zu bringen. So schlimm ist es ja auch gar nicht, ein paar volle Farbeimer, eine Palette Putzsäcke, diverse Heizkörper, volle Werkzeugkisten, Leitern, schwere Kabelrollen, 30 Pakete Fliesen, ein paar Räume Laminatboden, Zimmertüren, Gerüstteile, Kompressoren und was auch immer kilometerweit durch die Gegend zu schleppen.

Während du ihnen hilfst, wächst dann bestimmt mit jedem zurückgelegten Meter die Erkenntnis, dass so ein Parkplatz vor dem Haus für die Handwerker wichtiger ist als für jemanden, der nichts zu schleppen hat und einfach nur zu bequem ist, mal für ein paar Tage nicht direkt vor der Haustüre zu parken.

Soweit an sich Alles richtig, nur kenne ich dies auch anders. In Form von Baustoff-Anlieferung kenne ich mehr dass die ganze Strasse voller Handwerker-Lieferwagen steht und Keiner davon mehr als morgends seine Werkzeugtasche (und etwaige Geräte) ausläd bzw abends wieder einläd. Aber der LKW zur Anlieferung den ganzen Tag zwischen denen rumjonglieren muss.

Lasse dir von den Handwerkern die behördliche Genehmigung zeigen, dass sie eine HVZ einrichten dürfen. Die ist ständig bei sich zu führen.

Ob sie eine Halteverbotszone beantragt und genehmigt bekommen haben, kann ich nicht sagen... Normalerweise legen Handwerker oder z.B. Speditionsunternehmen diese gut sichtbar vor die Windschutzscheibe im Innenbereich...

https://www.immonet.de/umzug/halteverbot.html

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das geht über das Amt für öffentliche Ordnung, aber nicht auf Eigeninitiative. Du könntest die Handwerker einfach darauf ansprechen.

Bedenke aber, dass die ihr Handwerkszeug nicht Kilometer durch den Ort schleppen können und dort ihren Lebensunterhalt verdienen. Da ist es nur sozial, wenn man denen den Vortritt lässt. Eine nette Frage nach der Dauer ist aber m.E. schon legitim.

Oft sind solche Plätze auf Zeit von der Stadt angemietet ( siehe Umzüge ect)

Da kann es dir passieren, dass du abgeschleppt wirst.

Wenn das so ist, dann stehen dort offizielle Verkehrszeichen, aber sicher keine Zettel.

@Crack
jeden Abend die Handwerker 3 Parkplätze mit schildern (reserviert für Handwerker, bitte freihalten).

Zettel lese ich in der Frage nicht, ich lese was von Schildern

@Fubbelchen

Dann zeige mir doch bitte die "Bildtafel der Verkehrszeichen" auf der steht:

"reserviert für Handwerker, bitte freihalten"

So etwas gibt es nicht.

@Crack

Bei jedem Umzug steht ein Halteverbotsschild und da drunter "wegen Umzug vom x.x. - x.x. von x:xx-x:xx Uhr"

@Fubbelchen

Schön, aber die ganze Mühe hättest Du Dir sparen können! Crack hat völlig recht, in der Fragestellung wurde es bereits beantwortet dass es kein amtliches Halteverbot sein kann, BITTE Freihalten ist eine reine Bitte, kein Gebot oder Verbot.

Normalerweise werden Verkehrsschilder angeordnet. Deswegen muss der Handwerker das bei der Gemeinde beantragen (und bezahlen).

Du stehst also vermutlich im Halteverbot.

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