Notarkosten,obwohl kein Auftrag erteilt?

5 Antworten

Guten Tag,

ja, es gibt Notare, die für die Vorbereitung einer Kaufurkunde eine Rechnung schreiben. Dabei ist es jedoch maßgeblich, wer den Auftrag erteilt hat. Daher würde ich dann immer den Nachweis der Auftragserteilung anfordern.

Der Notar hat mit den 10 Euro die übliche Gebühr für eine Grundbucheinsicht in Rechnung gestellt.

Wenn Ihr Euch über das gesamte Vorgehen geärgert habt, verlangt den Nachweis der Beauftragung bzw. verweist auf den Euch bekannten Auftraggeber = Hausverkäufer.

Mit besten Grüßen

Cornelia Melcher - PONDUS GmbH

Für 10€ würde ich nicht so ein Aufstand machen. Ihr wart Euch einig, das heißt für den Verkäufer, er hat Verlust gemacht weil er keine weiteren Käufer gesucht hat.

Lass dich nicht verarschen. Wenn du dem Verkäufer nichts gesagt hast oder ihm gesagt hast, dass der Kauf seines Hauses von dem Kredit der Bank abhängig ist, kann dir keiner etwas. Du musst schon zustimmen zu einem Notartermin bzw. zu dem Schritt nun zum Notar zu gehen. Wenn du allerdings gesagt hast, dass du kaufen willst, ohne irgendwelche Einschränkungen kann der Verkäufer schon einen Termin beim Notar ausmachen, du musst aber seinen Notar nicht anerkennen, d.h. auch hier müsste im Vorfeld eine Einigung zwischen dir und dem Verkäufer erzielt worden sein.

Oh weh, hier geht einiges durcheinander

 Zum 1. ist der Notar durchaus berechtigt auch für einen bereits gefertigten Entwurf Gebühren zu berechnen.

 Zum 2. ist es durchaus üblich in einem Kaufvertrag zu vereinbaren, dass die Notar- und Gerichtskosten vom Käufer zu tragen sind. 

21300 GNotKG

Vorzeitige Beendigung des Beurkundungsverfahrens
1. vor Ablauf des Tages, an dem ein vom Notar gefertigter Entwurf an einen Beteiligten durch Aufgabe zur Post versandt worden ist,
2. vor der Übermittlung eines vom Notar gefertigten Entwurfs per Telefax, vor der elektronischen Übermittlung als Datei oder vor Aushändigung oder
3. bevor der Notar mit allen Beteiligten in einem zum Zweck der Beurkundung vereinbarten Termin auf der Grundlage eines von ihm gefertigten Entwurfs verhandelt hat:
Die jeweilige Gebühr für das Beurkundungsverfahren ermäßigt sich auf .......... 20,00 €

Mit 10 € hat er also vermutlich bereits die Hälfte beim Verkäufer angefordert. 

Grundbuchauszug 1000€ ist Quatsch. Die Entscheidung liegt bei dir. Wenn du sie nicht bezahlst und der Verkäufer auch nicht bereit ist, solltest du in dem Notariat nichts mehr beurkunden. Ich habe zwar noch nicht erlebt, dass ein Notariat die Gebühr erhebt, aber es steht ihm zu. 

Ich lege meine Hand nicht ins Feuer, aber wenn kein Kaufvertrag existiert, dann hat er auch kein Recht, Euch etwas in Rechnung zu stellen. Leider sind viele Notare und Anwälte mehr als unhöflich - allein wohl auch, um Euch Angst einzujagen, damit ihr auch ja zahlt. Ich gehe auch ganz stark davon aus, dass er weiß, dass er diese Rechnung nicht hätte ausstellen dürfen. ;-)

Wende Dich mal an die Verbraucherzentrale. Vielleicht können die eine bessere Auskunft geben. Oder wissen jemanden, der Euch helfen kann.

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