Dürfen Nebenkosten nachträglich erhöht werden?

5 Antworten

Derartige Positionen sind verfristet. Kann der Vermieter aber nachweisen, dass er die höheren Kosten nach Ablauf der Abrechnungsfrist in Rechnung gestellt bekam, dann kann er diese erhöhten Kosten an den Mieter weiterreichen.

Beispiel: Die Abrechnung der Kosten für Oberflächenwasser. Rechnungseingang 14.12.2012 für 2012. Bezahlung 20.12.2012. Abrechnung der BK für 2012 gegenüber Mietern 30.06.2013. Vermieter erhält am 10.07.2013 eine Nachforderung für 2012 für Kosten des Oberflächenwassers, weil die Flächenberechnung sich 2012 verändert hat, dann kann bei einer möglichen Korrektur der Abrechnung in anderen Postionen die Kostenkorrektur dieser Position dem Mieter übergeben werden.

Derartige Positionen sind verfristet.

Ach ja? Rechtsgrund? Du kennst also den gewählten Abrechnungszeitraum und Zugang der Abrechnungen?

Seit wann darf nur der M Einwendungen und Widerspruch gegen Abrechnungen erheben, der VM wäre aber an fristwahrender Korrektur seiner vorgenommenen Abrechnung gehindert?

Von einer überraschenden Nachberechnung (Bsp. OIberflächenwasser) vermag ich der Fallschilderung im Übrigen nichts zu entnehmen. Tatsächlich wurden vorgenommene Positionen beleghaft neu berechnet.

G imager761

@imager761

Ach ja! Der Fragende berichtet über Abrechnungen von Betriebskosten der Jahre 2012 und 2013. Damit sind die Abrechnungszeiträume hinlänglich bekannt. Er moniert nicht den fristgerechten Zugang der Abrechnungen, somit ist der fristgerechte Zugang der Abrechnungen mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, noch dazu war eine Verfristung nicht Kern der Frage.

Eine fristwahrende Korrektur der Abrechnung erfolgte sogar für den Fragenden mit positiven Ausgang. Dass unstrittige Positionen nun in der Abrechnung des Vermieters nach Fristende der Abrechnung verändert werden, erfolgte wohl ohne Beleg. Dieser Neuberechnung muss daher der Mieter nicht folgen. Woher willst du denn wissen, dass die Änderung der bis dato unstrittigen Positionen nun plötzlich beleghaft vorgenommen wurden? 

Das Beispiel "Oberflächenwasser" wäre allerdings solch eine beleghafte Nachberechnung.

Selbstverständlich derf der VM auch Korrekturen berechneter (!) Betriebskostenarten zu seinen Gunsten vornehmen oder (neue) Nachforderungen überraschender Rechnung für das jeweilige Abrechnungsjahr in Rechnung stellen.

Jedenfalls dann, wenn man die Abrechnung insgesamt bestreitet und unbezahlt liesse statt sie vorbehaltlich zu zahlen und erwartete Erstattungen mit den nachfolgenden Vorauszahlungen verrechnet :-O

Der Mieter als Schuldner hat eine Forderung als unbegründet zurückgewiesen und verweigert deren Erfüllung. Der Gläubiger kann nunmehr innerhalb der dreijährigen Verjährungsfrist die Forderung weiterhin geltend machen.

G imager761

Das ginge nur, wenn die Korrektur innert der Abrechnungsfrist erfolgte. Das ist wohl hier nicht fristgerecht erfolgt, deshalb also verfristet und nicht mehr zu zahlen.

So wie Du innerhalb einer bestimmten Frist etwas beanstanden kannst so hat auch der Vermieter die Möglichkeit seinen NK-Abrechnung zu korrigieren.

Ihr habt ja gegen die Abrechnung generell bestritten. Würde trotzdem zum Mieterbund gehen, klingt mir alles sehr merkwürdig.

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