Muss ich am freien tag einspringen?

8 Antworten

Nein, Du musst nicht einspringen.

Ist ein Dienst-/Schichtplan einmal bekannt gemacht worden, ist dieser für beide Seiten verpflichtend. Einseitig kann der AG diesen nur in absoluten Notfällen (z.B. Überschwemmung, Brand.....) ändern.

Außerdem muss der AG Arbeitseinsätze nach § 12 Abs. 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz mindestens vier Tage im Voraus mitteilen.

Deine Freizeit ist zu Deiner eigenen Verfügung. Ich würde dem AG meine private Handy-Nr. auch nicht geben, dazu ist man nicht verpflichtet.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

du musst nicht, das ist ein problem deines chefs. aber wenn du es einrichten kannst, solltest du deinen chef zu einer mehr als normalen kompensation überreden und das nicht als selbstverständlich darstellen.

sogar wenn etwas ähnliches im vertrag "vereinbart" wurde, ist das nicht bindend. kein vertrag kann gesetzliche normen aushebeln.

Müssen musst du nicht, aber du kannst.

Es ist immer eine Frage der Abwägung und der Loyalität zum Betrieb. Wenn der Chef regelmäßig und immer dich anruft, wenn jemand ausfällt, dann musst du irgendwann die Bremse reinhauen.

Wenn sich so ein Anruf aber auf erkennbare Ausnahmefälle beschränkt und dir dein Chef womöglich gleichzeitig einen anderen freien Tag dafür anbietet, dann würde ich das im Interesse des Betriebes, des Betriebsklimas und der Kollegialität eher tun, wenn es mir gerade möglich ist.

Es ist also häufig eine Frage des Stils und des Tons, in dem die Bitte vorgetragen ist. Und eine Bitte sollte es schon sein, keine Anweisung und kein Befehl. Denn hier greifen dann die Regeln des Arbeitsrechts.

Darüber informiert gewohn kompetent unser Hexle.

Wenn der Chef regelmäßig und immer dich anruft, wenn jemand ausfällt, dann musst du irgendwann die Bremse reinhauen.

So siehts aus. Das wird nämlich irgendwann zur Gewohnheit. Springt man ein- zweimal ein, wenn jemand krank wird, dann rufst Chef nämlich sofort bei demjenigen an, weil der das ja schon öfter gemacht hat - wird er also auch diesmal. Mein Chef wollte, dass ich während meines Urlaubes einspringe - und dann hört der Spass auf. So loyal kann ich gar nicht sein, dazu werd ich zu schlecht bezahlt.

@Lotta1965

In diesem Fall hilft der deutliche Hinweis darauf, dass man sich in Urlaub befindet (und womöglich weit weg ist). Bei allem Verständnis für die Nöte eines Betriebs und der jetzt überlasteten Kollegen gibt es Grenzen. Es dürfen nicht immer die gleichen Dummen ranmüssen.

Vom Chef her ist das natürlich verständlich. Er wird immer die anrugfen, diie sich am wenigsten sträuben. Aber er sollte zumindest ein gutes Angebot dazu machen, zumindest einen 40-Euro-Benzingutschein.

@Altersweise
Aber er sollte zumindest ein gutes Angebot dazu machen, zumindest einen 40-Euro-Benzingutschein.

Das wäre ja ein Traum..... :-)

Diesmal sollte ich später in den (seit Jahresanfang geplanten) Urlaub gehen, weil er weg muss und ich ja nicht in den Urlaub fahre........da war bei mir Schicht im Schacht.

Meistens bekommt man den Tag ja nicht wieder. Und wenn es Mittlerweile ständig vorkommt und Ständig jemand krank oder dauerkrank ist seh ich das nicht mehr ein. Man braucht auch Zeit zum abschalten

Ich würde mich da schon bereit erklären. Dein AG wird Dich sicherlich nicht ohne Not bitten einzuspringen. Er kann ja auch nix dafür, dass die Kollegin krank geworden ist. Im Team muss man sich schon mal ein wenig unterstützen.

Eine Verpflichtung, Deinen freien Tag zu opfern (obwohl opfern nicht das richtige Wort ist, da Du den Tag ja erneut nehmen kannst, Dir geht also nicht wirklich was verloren), besteht allerdings nicht.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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