Lohnsteuerhilfeverein, Lohnt sich Beratungsstellenleiter?

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Hallo, da ich selbst auch schon überlegt habe, ob ich nebenbei eine Beratungsstelle für einen Lohnsteuerhilfeverein eröffne, habe ich mich ein wenig erkundigt. Die Konditionen, die die jeweiligen Vereine anbieten, sind unterschiedlich. Das Konzept ist jedoch immer das gleiche: Wenn kein Kundenstamm vorhanden ist - davon muß man erst einmal ausgehen - muss man sich einen eigenen aufbauen. Da die Kunden in der Regel nur einmal jährlich - zum Einkommensteuererklärung - zu betreuen sind, muß der Kundenstamm schon erheblich sein, um ein wenig Gewinn erwirtschaften zu können. Umso mehr, wenn man das Ganz auch noch hauptberuflich machen möchen. Soviel zum Kundenpotential...

Als Bezahlung erhält man - je nach Verein - etwa 3/4 der Summe, die das Vereinsmitglied - also der Kunde - als Vereinsgebühr bezahlt. Die Höhe dieser Gebühr richtet sich nach dessen Einkommen, und werden in der Regel vom Verein auf der Internetseite veröffentlicht. Mit diesen beiden Angaben, kann man sich also schon mal ausrechnen, wieviel man so im Durchschnitt pro Kunde und Jahr erhält. Bedenken sollte man bei dieser Berechnung auch, dass die meisten Kunden bei den Lohnsteuerhilfevereinen diejenigen sind, die ein eher niedriges Einommen haben. Die Arbeitnehmer mit hohem Einkommen - und dadurch hohen Gebühren - gehen lieber zu einem Steuerberater in der Hoffnung, der könnte mehr Steuern zurückholen.

In der Regel leisten die Vereine für die Beratungsstellen eine kleine Starthilfe, wie Flyer, Schulung, Computer etc. - Aber Achtung, nicht alle bieten das kostenlos an!

Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass es seine Nebentätigkeit ist, die man mittelfristig aufbauen und sich dadurch ein kleines "Zubrot" verdienen kann. Als Haupttätigkeit würde ich es niemals machen. Und im Vergleich zu einem Beamtenjob würde es für mich überhaupt keine Überlegung dazu geben - da steht ein klares NEIN.

Gruß bibu40

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