Lärmbelästigung durch Trittschall : nur in Altbauten?

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Kommt ein bißchen drauf an, wie alt der "Altbau" ist.

In gewissen Zeiten hat man halt Holzbalkendecken gebaut. Und die schwingen meistens. - Ein bißchen kann man was gegen den "Lärm" dabei tun, wenn man die Bodenbeläge aufnimmt und auf die Balken Verlegeplatten schraubt. Außerdem kann man dann die Bodenbeläge noch mit Trittschalldämmung versehen. Aber das wäre natürlich eine Fußboden-Komplett-Sanierung. Einen Anspruch darauf hast Du als Mieter nicht.

Zu anderen Zeiten hat man Betondecken gebaut. Die sind eher noch schlimmer, was die Übertragung von Lärm angeht. Vor allem hört man durch den Beton oft die Frequenzen, mit denen sich Leute unterhalten... Kann ja mal ganz lustig sein. Aber willst Du immer wissen, worüber Deine Nachbarn gerade streiten? - Nachträglich sanieren kann man das im Hinblick auf Lärm nur ganz schlecht. Man müßte z.b. zusätzlich einen sogenannten schwimmenden Estrich auf einer Dämmung verlegen, um die Schallübertragung zu verringern...


Wenn Du also so gerne in Altbauten wohnst, mußt Du vor dem Anmieten der nächsten Wohnung darauf achten, wann Du die Wohnung besichtigst. Dann kannst Du ja getrost mal lauschen, wie es sich dort so verhält...

Du solltest lieber mal was gegen deine extreme Lärmempfindlichkeit tun! Egal wie oft du umziehst, egal wo du wohnst: du beschwerst dich über den Lärm der Nachbarn. Du bist fast zwei Jahre bei GF, hast mittlerweile 1869 Fragen gestellt und in mindestens jeder 5. Frage beschwerst du dich über zu laute Nachbarn - das ist doch krank! Umgezogen bist du auch schon deswegen! Es kann doch nicht immer alles an den Nachbarn liegen! Schau doch bitte mal, was bei dir selber falsch ist! Wahrscheinlich brauchst du die Hilfe eines Therapeuten, aber es ist bitter nötig, sonst wirst du dir selber und deinen jetzigen und zukünftigen Nachbarn bis zum Ende deines Lebens das Leben unnötig schwer machen!

ich frage mich da, ob es extreme Lärmempfindlichkeit ist, wenn ich eh schon Musik unter dem Kopfhörer hören muß und dann ständig rums, rums bamm bumms.

Unsinn - schau dir die BGH-Rechtsprechung an. Beim Deutschen Mieterbund gibt es ein dickes TB für Mieter. Ja, es kann ein Mietmangel sein, wenn es sich um bauliche Mängel handelt. Insofern auch bei neueren Bauten möglich. Bsp. Fliesenboden ohne die vorgeschriebenen Schallübertragungsdämpfungen. oder Betondecken sind fehlerhaft eingehängt, Leitungsschächte nicht gedämmt. Das wären Mietminderunggründe.

Ja, die meisten Altbauten haben eine Holzfußboden und dieser ist auf alten Holzbohlen aufgenagelt. Die Zwischendecke ist ein Hohlraum und mit einem Gemisch aus Stroh, Sand, Lehm ausgefüllt. Aber noch hohl, was den Lärm verstärkt. Aber ich kann Dich trösten, auch in gegossenen Betonböden kann es sehr wohl zu eine Lärmübertragung kommen. Gerne wenn Laminat verlegt worden ist, aber keine hochwertige Trittschalldämmung benutzt worden ist.

die Bodensanierung, wie Anjanni sie schildert, nimmt vor allem den Trittschall weg zu Gunsten des darunter wohnenden Mieters. Haben wir teilweise in unserem Haus gemacht und ist sehr teuer. Die Übertragung von Lärm über Wände und direkt anliegende Böden wird bei durch Trennstreifen erzielt, bzw. ein Holzboden benötigt sowieso zum Ausdehnen einen Abstand zur Wand.Die Schwingungsübertragung vom Nachbarn bekommst du dadurch auch nicht weg, nur den Boden zu dämmen, wird daran nicht viel ändern. Da müsste ein Techniker die Ursache ergründen, hört sich nach einem tiefergreifenden Substanzfehler an. Dieses Problem habe ich bei einem Altbau bisher noch nie gehabt, hingegen ist die Schallübertragung durch manchmal sehr dünne Trennwände aus einer einzigen Ziegelreihe ein bekanntes Problem. Vielleicht trampelt dein Nachbar so?? Die Schallübertragung durch die Wand habe ich durch das Installieren einer Schalldämmung wunderbar in den Griff bekommen (Vorsatzschale mit Dämm-material dazwischen, Dübel allerdings mit Isolierung und nicht direkt geschraubt - beliebter Fehler bei billigen Firmen!!)

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