Krankschreibung letzte Möglichkeit, um die Zeit bis zur Rente zu überbrücken?

10 Antworten

Dummerweise verlangen das Arbeitsamt bzw. die Krankenkasse, dass man einen Rentenantrag stellt, wenn einem die Rente mit Anschlag zusteht , sonst stellen die die Zahlung ein. Es wird daher nichts mit Abschlagfrei.

da stimmt was nicht: wenn ein 64 jähriger was braucht, um zB mit 66 Jahren die abschlagsfreie Rente zu beziehen, dann macht er entweder ALG 1, was die Arbeitgeber ja sogar propagieren (guter Rat...) oder er besinnt sich auf einen " Burnout" , für den er ja als anerkannte " Volkskrankheit" auch locker eine Krankschreibung kriegt - davon lebt ja eine ganze psychosomatische " Industrie " >:0

Die Krankschreibung funktioniert nur, wenn du krank bist oder einen "Doc Holiday" an der Hand, der skrupellos genug ist, dich auf Kosten der Solidargemeinschaft krank zu schreiben. Allerdings wird deine Krankenkasse dich nicht 18 Monate in Ruhe lassen sondern je nach Diagnose irgendwann auffordern, einen Reha-Antrag zu stellen. Wenn diese dann erfolglos war, wird er umgewandelt in einen Rentenantrag- und dann? Dann bist du vorzeitig mit EMR mit Reduzierung zu Hause.

Erstrebenswert?

Hallo bachforelle49,

Sie schreiben:

Krankschreibung letzte Möglichkeit, um die Zeit bis zur Rente zu überbrücken?
wenn es gilt, abschlagsfrei in Rente zu gehen, gibt's immer noch ein Hintertürchen, um die Zeit bis zur Rente zu überbrücken, nämlich die Krankschreibung oder die Arbeitslosigkeit, letzteres, obwohl der oder die angeblich Arbeitssuchende gar nicht mehr vermittelbar ist... Sollte man diese Möglichkeiten nutzen, wenn man ohne Abschlag in Rente gehen will?

Antwort:

Grundsätzlich geht es doch darum, ob hier legal und im Rahmen der vorgegebenen Gesetze gehandelt wird!

Krankschreibung setzt schließlich grundsätzlich voraus, daß die betreffende Person tatsächlich arbeitsunfähig ist und daß dieser Tatbestand von einem Arzt (meist Hausarzt) schriftlich (per AU-Bestätigung) bestätigt werden muß!

Würde der zuständige Arzt diese Bescheinigung ausstellen, ohne den Tatbestand der tatsächlichen Arbeitsunfähigkeit, so würde er sich im Grunde genommen strafbar machen und genauso die betreffende Person, die dies vom Arzt erwartet!

Natürlich sind hier die Grenzen fließend und wo kein Kläger, da ist auch kein Richter!

Für die Solidargemeinschaft entsteht durch diese Haltung und Vorgehensweise logischerweise ein mehr oder weniger großer Schaden und das ist nicht akzeptabel!

Bei der von Ihnen ins Feld geführten Variante Arbeitslosigkeit gibt es diverse Voraussetzungskriterien, damit überhaupt ein Anspruch auf ALG besteht!"

Wer ALG beziehen will, der muß in der Regel über 3 Stunden pro Arbeitstag belastbar- und am allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelbar sein!

Dem steht aber dann logischerweise die "Arbeitsunfähigkeit" entgegen!

Würde der Sachbearbeiter der Agentur für Arbeit der betreffenden Person ALG bewilligen, obwohl gar keine Vermittelbarkeit vorliegt, wäre dies bereits ggf. ein Straftatbestand!

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Sozialleistungen sind grundsätzlich nicht dazu gedacht, zeitliche Lücken bis zum Erreichen der Regelaltersrente zu füllen, wenn diese Leistungen zu Unrecht in Anspruch genommen werden!

Es muß auch immer der jeweilige Einzelfall, diverse Übergangsfristen und der Zeitraum bis zur Regelaltersrente in Betracht gezogen werden!

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Ausnahmen sind ggf. laufende Antragsverfahren auf Erwerbsminderungsrente, wo dann der Krankengeldanspruch bis 78 Wochen- und anschließend das ALG + die Nahtlosigkeitsreglung zum Tragen kommt!

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Wenn du einen Arzt findest, der dich mehrere Monate krank schreibt, obwohl du gesund bist. Der muss natürlich damit rechnen, dass das überprüft wird.

Ja, natürlich! Damit lassen sich 3 Jahre überbrücken

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